Unterwegs zu Fuß

Durchs Sutschketal: Krummer See und Mühlenberg ab Zeesen

Blick über einen See im Sutschketal, im Vordergrund Schilf, am gegenüberliegenden Ufer Laubwald unter wolkigem Himmel

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Die Runde durchs Sutschketal ist 15,2 Kilometer lang und beginnt und endet am Bahnhof Zeesen. Sie führt zum Krummen See, durch das eiszeitliche Tal nach Süden und über den Mühlenberg in Bestensee wieder zurück. Zum Start kommst du mit dem RE 7 von Berlin.

Gelaufen bin ich die Tour am 23. Mai 2021, einem Sonntag.

Inhalt dieser Tour

Strecke

15,2 km

Gehzeit

3:06 h

Art

Rundweg

Start

Bahnhof Zeesen

Ziel

Bahnhof Zeesen

ÖPNV

RE 7 nach Zeesen und zurück

  • Mit der Bahn erreichbar

Gelaufen am 23. Mai 2021

Karte: Rundtour durch das Sutschketal ab ZeesenRundtour vom Bahnhof Zeesen nach Westen zum Krummen See, durch das Sutschketal nach Süden bis zum Mühlenberg in Bestensee und über die andere Talseite zurück nach Zeesen, 15,2 km, mit fünf nummerierten Abschnitten. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung.12345Start und Ziel:Bahnhof Zeesen1 km
Rundtour ab Bahnhof Zeesen durch das Sutschketal, 15,2 km. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung, die Nummern führen zu den Abschnitten der Route.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Darum lohnt sich die Tour

  • Das Sutschketal ist Teil einer eiszeitlichen Schmelzwasserrinne und als Naturschutzgebiet geschützt.
  • Nasse Talsohle und trockene Sandhänge liegen im Tal dicht nebeneinander.
  • Am Mühlenberg in Bestensee liegen ein Weinberg, ein Mühlenmodell und der Generationenwald am Weg.
  • Der RE 7 bringt dich von Berlin zum Start.

Anreise

Hin

RE 7 ab Berlin bis Zeesen

Zurück

Ab Zeesen mit dem RE 7 zurück nach Berlin

Start und Ziel liegen am selben Bahnhof. Verbindungen findest du in der Fahrinfo des VBB.

Die Route

Von Zeesen geht es zuerst nach Westen zum Krummen See, dann durch das Sutschketal nach Süden bis zum Mühlenberg in Bestensee. Zurück läuft der Weg auf der anderen Talseite nach Norden, die letzten gut zwei Kilometer führen nach Osten.

Von Zeesen zum Krummen See

Die Runde beginnt am Bahnhof Zeesen. Von dort führt der Weg gut zwei Kilometer nach Westen, zuerst durch den Siedlungsrand, dann durch Wald. Am Bahnhof steht ein Backsteinbau, an dem der Ortsname in Frakturschrift steht.

Am Wegrand steht eine Hütte aus aufgeschichteten Ästen. Weiter westlich wird der Wald zum Kiefernwald, und nach etwa zweieinhalb Kilometern ist der Krumme See nicht mehr weit.

Ab Kilometer 2,6 läuft der Weg gut zwei Kilometer am Krummen See entlang, mit mehreren Schleifen am nördlichen Ufer.

Krummer See und Pritzelgraben

Der Krumme See und das Tal südlich davon gehören zu einer eiszeitlichen Rinne, die Schmelzwasser ausgespült hat. Teile der Rinne sind inzwischen verlandet und vermoort. Die südliche Bucht des Sees gehört zum Naturschutzgebiet Sutschketal, das 1995 per Verordnung ausgewiesen wurde und rund 59 Hektar umfasst.

Ein grüner Wegweiser des Sutschketal-Wanderwegs zeigt zur Westseite des Krummen Sees und zum Bahnhof Bestensee. Der Pritzelgraben entwässert das Tal nach Norden in den See. Nach den Schleifen am Nordufer biegt der Weg nach Süden ins Tal ab.

Talgrund und Hänge

Zur Entstehung des Tals gibt es auch eine Sage. Laut der Bestenseer Wanderbeschreibung wohnte der Teufel auf dem Marienhofer Berg und spannte zum Pflügen seine Großmutter vor den Pflug. Sie wurde zornig, weil er sie mit der Peitsche antrieb, und raste von Süden nach Norden über den Acker. Der Pflug grub sich tief ein, und so entstand die Riesenfurche des Sutschketals. In einer anderen Fassung floh die Großmutter, und der Teufel pflügte die Furche in seiner Wut allein.

Der Talgrund ist eine moorige Senke. Das Naturschutzgebiet schützt dort unter anderem Erlenbrüche, Röhrichte, Seggenriede und Feuchtwiesen. An den Hängen darüber stehen alte Eichenwälder und Reste von Sandtrockenrasen, auf denen Kartäuser-Nelke und Steppen-Lieschgras vorkommen. Der Wechsel von nasser Talsohle und trockenen Sandhängen auf engem Raum erklärt die Artenvielfalt im Tal.

Im Tal liegt auch der Sutschkeweiher, der vor Ort Sutschke-See oder Paddenpfuhl genannt wird. Bei der Kartierung 2017 wuchsen dort Weiße Seerose und Gelbe Teichrose, und Fachleute wiesen am Weiher und am Pritzelgraben Eisvögel nach.

Unberührt ist das Tal nicht. Wiesen und Hänge wurden früher gemäht und beweidet, nach dem Ende dieser Nutzung wuchsen sie stark mit Gehölzen zu. Heute halten Naturschützer*innen Teile wieder offen, mit Mahd und Gehölzrückschnitt. Auch die Spätblühende Traubenkirsche, ein gebietsfremdes Gehölz, wird gezielt entfernt.

Für die nassen Stellen im nördlichen Tal baute das LIFE-Projekt 2016 einen Moorsteg aus Stahl und Robinienholz. Er ersetzte einen maroden Knüppeldamm und wurde im Februar 2017 eröffnet.

Am Südende des Tals biegt der Weg nach Osten ab und führt über Feld- und Randwege zum Mühlenberg.

Mühlenberg in Bestensee

Auf dem östlichen Bogen der Runde liegt der Mühlenberg von Bestensee. Mit 34 Metern ist er die höchste Erhebung im Ort. Hier hat der Bestenseer Weinbauverein, der im September 2010 gegründet wurde, seinen Weinberg. Vom Weinberg geht der Blick auf den alten Ortskern von Groß Besten.

Am Rand des Generationenwalds steht ein Modell der früheren Bestenseer Bockwindmühle. Der Generationenwald wurde am 27. April 2006 auf dem Mühlenberg eröffnet, Bäume werden dort zu besonderen Anlässen gepflanzt. Zwischen den Bäumen stehen geschnitzte Holzfiguren.

Vom Mühlenberg führt der Weg zurück ins Tal. Dort wechselt er auf die östliche Talseite.

Zurück durch das Tal

Der Rückweg liegt auf der östlichen Talseite und führt nach Norden, zum Teil an Feldern entlang. Am Weg liegt auch der Sutschkeweiher, auf dem Seerosen wachsen.

Danach geht es durch Wald und am Siedlungsrand zurück nach Zeesen. Die letzten gut zwei Kilometer führen nach Osten, bis die Runde am Bahnhof Zeesen endet.

Gut zu wissen

  • Den Track findest du bei Komoot.
  • Das Sutschketal ist Naturschutzgebiet. Bleib auf den Wegen und betritt keine Moore, Schilfflächen oder Böschungen.
  • Die Strecke ist eine eigene Runde. Der ausgeschilderte Rundwanderweg Sutschketal ist mit einem blauen Kreuz auf weißem Grund markiert, die Runde folgt ihm nicht durchgehend.

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Unterwegs war Sebastian. Mehr über mich