Fundstücke zu Fuß
Gedenksäulen, Kunst im Fluss, verwunschene Teiche: Hier sammle ich, was mir auf Fernwegen durch Berlin und Brandenburg am Rand aufgefallen ist.
Grenzübergang Invalidenstraße
Östlich der Sandkrugbrücke über den Spandauer Schifffahrtskanal lag der Grenzübergang Invalidenstraße. Am 12. Mai 1963 versuchten zwölf junge Menschen, mit einem Lieferwagen in den Westen zu gelangen.
Die weißen Kreuze am Reichstagufer
Hinter dem Ostportal des Reichstagsgebäudes stehen am Spreeufer sieben weiße Kreuze.
Glastafeln am Spreeufer
Nur ein paar Schritte vom Reichstag entfernt stehen am Spreeufer Glastafeln, in die Artikel des Grundgesetzes eingraviert sind.
Grenzübergang Sonnenallee
Am Heidekampgraben nördlich der Sonnenallee markieren eine doppelte Pflasterreihe und eine Infotafel den früheren Grenzübergang.
Fluchttunnel an Elsenstraße und Heidelberger Straße
Hier verlief die Grenze zwischen Treptow und Neukölln. Die Staatssicherheit kannte bis November 1962 allein neun Fluchttunnel in diesem Bereich.
Molecule Man in der Spree
Mitten im Fluss stehen drei riesige Aluminiumfiguren, durchlöchert und ineinander verschränkt.
Gedenkstein für Roland Hoff
An der Knesebeckbrücke über den Teltowkanal erinnert ein Gedenkstein an Roland Hoff. Der 27-Jährige war im Juni 1961 in die DDR übergesiedelt und wollte nach dem Mauerbau zurück.
Kommandantenturm Drewitz-Dreilinden
Vom Grenzübergang Drewitz-Dreilinden, im Westen als Checkpoint Bravo bekannt, blieb der Kommandantenturm erhalten.
Mauerrest und Gedenksäule am Griebnitzsee
Am Ufer des Griebnitzsees blieb ein Mauerrest erhalten, der unter Denkmalschutz steht. Die Grenze verlief hier in der Seemitte.
Glienicker Brücke: die Brücke der Agenten
Die Brücke über die Havel war im Kalten Krieg Schauplatz mehrerer Agentenaustausche, der bekannteste fand 1962 statt.
Mauer der ersten Generation am Groß Glienicker See
Am Nordende des Groß Glienicker Sees steht ein denkmalgeschütztes Ensemble mit Seltenheitswert.
Fort Hahneberg
Das Fort Hahneberg in Staaken entstand 1882 bis 1886 als vorgeschobenes Fort zur Verteidigung Spandaus.
Wasserkontrollstelle Hennigsdorf
Am Nieder Neuendorfer See lag von 1949 bis 1990 die Grenzübergangsstelle Wasserkontrollstelle Hennigsdorf, an der Binnenschiffe kontrolliert wurden.
Gedenksäule für Peter Kreitlow
An der Westseite des Nieder Neuendorfer Sees erinnert eine Gedenksäule an Peter Kreitlow. Der 20-Jährige wollte am 24.
Pamukkale im Görlitzer Park
Eine Nachbildung der türkischen Kalksinterterrassen sollte deutsch-türkische Freundschaft zeigen. Frost und ein schwacher Unterbau machten ihr schnell zu schaffen, das Wasser wurde nach wenigen Wochen abgestellt, 2009 kamen die Elemente weg.
Spreepark
Eröffnet 1969, war er der einzige dauerhafte Freizeitpark der DDR. Heute entsteht auf dem Gelände ein Kunst- und Kulturpark.
Eierhäuschen: woher der Name?
Das Ausflugslokal im Landhausstil heißt wohl entweder nach Eiern, die an Schiffer verkauft wurden, oder nach „Schock Eier“ als Preis bei Ruderwettbewerben. Sicher ist das nicht.
Parkeisenbahn Wuhlheide
Die Bahn fährt seit 1956 und startete als Pioniereisenbahn. Betrieben wird sie bis heute überwiegend von Jugendlichen.
Der Hauptmann von Köpenick
Am 16. Oktober 1906 beschlagnahmte Friedrich Wilhelm Voigt im Rathaus die Stadtkasse mit 3557 Mark und 45 Pfennig. Das Rathaus steht noch, ein roter Backsteinbau von 1901 bis 1904.
Funkerberg: das erste Radiokonzert
Am 22. Dezember 1920 sendete die Reichspost vom Funkerberg ein Weihnachtskonzert. Das gilt als Startpunkt des Rundfunkzeitalters und wurde 2016 mit einem IEEE Milestone gewürdigt.
Draisinen am Bahnhof Mittenwalde Ost
Mittenwalde war einmal ein kleiner Bahnknoten. Die Strecken wurden zwischen 1951 und 1974 stillgelegt, heute starten auf dem Gelände Draisinen.
Verlassener Flugplatz bei Löpten
Drei parallele Graspisten und ein einfacher Tower: Der DDR-Hilfsflugplatz wurde nur wenige Male im Jahr genutzt. Nach Berichten diente er 2007 als Filmkulisse.
Wehr in Märkisch Buchholz
Brandenburgs „höchster Wasserfall“ ist ein Bauwerk der Dahme-Umflut von 1908 bis 1910. Das Wehr hat eine Aalleiter und einen elektrischen Bootslift.
Franz Fühmann in Märkisch Buchholz
Der Schriftsteller lebte von 1959 bis 1984 immer wieder im Ort. Ein Gedenkstein, ein Literaturzentrum und ein Fühmann-Weg erinnern an ihn.
Nadelwehr Leibsch
Ein Wehr, das mit einzelnen senkrechten Balken verschlossen wird und bei Hochwasser geöffnet. Die Tourismusseite nennt es „Museumswehr“, Infotafeln erklären die Technik.
Weidendom in Schlepzig
Eine Kuppel aus lebenden Weiden, gebaut vom Schweizer Architekten Marcel Kalberer mit Fachleuten und über 30 Schüler*innen.
Gerhardts Perücke
In Lübben störte sich der Magistrat an Gerhardts Perücke statt eines Priesterkäppis. Es gab auch Streit um Bier aus Torgau und ausgefallene Mittwochspredigten.
Gertraudenkapelle
Die Gertraudenkapelle am Rand der Altstadt ist ein spätgotischer Feldsteinbau, den die Stadt Bad Belzig in das 15.
Bricciuskirche
Die Bricciuskirche steht direkt vor der Burg Eisenhardt.
Axis Mundi 2 von Jens Kanitz
Kurz nach der Burg steht am Weg die Skulptur Axis Mundi 2 von Jens Kanitz, ein Werk des Internationalen Kunstwanderwegs.
Lesesteinweg in Rädigke
Gleich am Anfang liegt im Wasser der Plane eine Kachel auf einem Stein. Auf ihr steht ein Text über einen Waldbach.
Die Rosmariensage von Burg Rabenstein
Zur Burg gehört die Rosmariensage. Der Sage nach verpasst die Tochter des Burgherrn nach einem Dorffest die nächtliche Schließung des Tores und wird zur Strafe im Turm eingeschlossen.
Teich der alten Badeanstalt
Hinter der Burg liegt im Naturschutzgebiet ein rechteckiges Betonbecken, das einmal eine Badeanstalt war. Es wurde zu einem Laichgewässer für Molche, Frösche und Kröten umgebaut.
Einkaufsquelle in Görzke
In Görzke steht an einem Haus noch der geschwungene Schriftzug „Einkaufsquelle“. Das Gebäude war früher ein Konsum.
Gedenkstein in Köpernitz
In Köpernitz steht ein Findling mit der Inschrift „600 Jahre Köpernitz“ und den Jahreszahlen 1420 und 2020. Daneben steht eine Bank.
Alte Gleise bei Bücknitz
Im Wald hinter Ziesar liegen noch Gleise im Gras. Nach einem Hinweis bei Komoot gab es hier eine Zweiglinie der Ziesarer Kleinbahn zur Herrenmühle Bücknitz.
Reckahner Teiche
Zwischen Reckahn und Meßdunk liegen die Reckahner Teiche, rund 80 Hektar groß. Nach dem NABU sind sie ein bedeutender Rastplatz für Zugvögel, vor allem im Frühjahr und im Herbst.
Dazu gibt es noch nichts. Es kommt mit jeder weiteren Etappe etwas dazu.