Eine Halle für den Viehhandel
Die Nordmarkhalle am Willy-Brandt-Platz in Rendsburg wurde am 9. August 1913 als städtische Viehhalle für Auktionen eingeweiht.
Neben der Halle lag der Güterbahnhof. Die Stadt Rendsburg beschreibt das angrenzende Gelände in ihrer Begründung zum Bebauungsplan Nr. 85 als ehemaliges Güterbahnhofsgelände, mit stillgelegten Gleisen, einem langen Lagergebäude und einem Kopfgebäude gegenüber dem Personenbahnhof. Eine Aufnahme im Kreisarchiv Stormarn von 1969 trägt den Titel „Rendsburg: Bahnhof, mitte Güterbahnhof mit Nordmarkhalle, im Hintergrund Hochbrücke“.
Wegen der Viehauktionen heißt die Halle im Volksmund Bullentempel. Am Giebel steht der Schriftzug Nordmarkhalle. Die Halle ist eine Eisen-Mauerwerks-Konstruktion, am Hauptportal zeigt ein Sandsteinrelief einen Stier und einen Hirten. Der Rundgang durch Rendsburg führt an der Halle vorbei.
Umbau und heutige Nutzung
1999/2000 entstand ein gläsernes Treppenhaus, seit 2000 dient die Halle ausschließlich als Veranstaltungshalle.
Heute gibt es dort Wochenmärkte, Trödelmärkte und Veranstaltungen.
Denkmalschutz
Die Halle steht unter Denkmalschutz. Die Denkmalliste des Landes führt sie als „Viehmarkthalle Nordmarkhalle“ und nennt als Gründe ihre geschichtliche, künstlerische und städtebauliche Bedeutung. Auch der Bebauungsplan schützt ihr Erscheinungsbild: Neue Gebäude in der Nachbarschaft sollen es nicht wesentlich beeinträchtigen.
Besuch
Ob die Halle offen ist, hängt vom jeweiligen Markt oder der Veranstaltung ab. Termine stehen auf der Seite des Rendsburger Tourismusbüros. Vom Bahnhof Rendsburg (RE 7, RE 74, RB 75) sind es zu Fuß rund 500 Meter.
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Steckbrief
Ort
Willy-Brandt-Platz 1, Rendsburg
Eingeweiht
9. August 1913 als städtische Viehhalle
Zustand
erhalten, Veranstaltungs- und Markthalle
Bahnanschluss
RE 7, RE 74 und RB 75 bis Rendsburg, von dort zu Fuß
Am Weg
Liegt an der Tour Rundgang durch Rendsburg: Obereider, Hochbrücke und Altstadt.
