Tour in Brandenburg · Alle Touren und Wege
Die Tour durch Cottbus ist ein Rundweg von 26,1 Kilometern und beginnt und endet am Hauptbahnhof. Der Weg verbindet die Altstadt mit der Spree, dem Branitzer Park und der Gedenkstätte im ehemaligen Zuchthaus. Zum Start kommst du mit dem RE 2 von Berlin, zurück fährst du ebenfalls mit dem RE 2.
Gelaufen bin ich die Tour am 1. Mai 2021, einem Samstag.
Inhalt dieser Tour
- Steckbrief
- Darum lohnt sich die Tour
- Anreise
- Die Route
- Hauptbahnhof und Staatstheater
- Stadtmauer, Spremberger Turm und Altmarkt
- Oberkirche
- Elektrizitätswerk und Dieselkraftwerk
- Puschkinpromenade und IKMZ
- Nordfriedhof und Schmellwitz
- Spreewehrmühle
- Planetarium und Stadion
- Branitzer Park und Schloss
- Parkeisenbahn
- Südfriedhof
- Gedenkstätte Zuchthaus, Lutherkirche und Wasserturm
- Gut zu wissen
Steckbrief
Strecke
26,1 km
Gehzeit
5:01 h
Art
Rundweg
Start
Cottbus Hauptbahnhof
Ziel
Cottbus Hauptbahnhof
ÖPNV
RE 2 von Berlin nach Cottbus Hbf und zurück
- Mit der Bahn erreichbar
Gelaufen am 1. Mai 2021
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Darum lohnt sich die Tour
- Zwei Bauten aus der DDR-Zeit liegen direkt am Weg: das Mosaik „Marktszene“ von etwa 1970 und das Raumflugplanetarium von 1974.
- Zwei ehemalige Kraftwerke von 1901 bis 1903 und von 1927 und 1928 stehen nah beieinander an der Spree, das jüngere ist heute ein Kunstmuseum.
- Die Spreewehrmühle am Großen Spreewehr ist eine Wassermühle vom Ende des 18. Jahrhunderts.
- Der Branitzer Park geht auf Fürst Pückler zurück und hat zwei begrünte Erdpyramiden.
Anreise
Start und Ziel liegen am Hauptbahnhof. Die Runde läuft im Uhrzeigersinn: zuerst nach Norden durch die Altstadt, dann im Osten zum Branitzer Park und über den Südfriedhof zurück zum Bahnhof.
Alle Touren mit Bahnanreise, nach Linien sortiert: Mit der Bahn raus aus Berlin
Die Route
Die Route folgt der Laufrichtung der Karte, von Station 1 am Staatstheater bis Station 12 an der Gedenkstätte im ehemaligen Zuchthaus.
Hauptbahnhof und Staatstheater
Die Runde beginnt am Hauptbahnhof und führt zuerst nach Norden in die Stadt. Nach gut einem Kilometer steht am Schillerplatz das Staatstheater.
Das Haus wurde 1908 eröffnet. Den Jugendstilbau hat der Architekt Bernhard Sehring entworfen.


Hinter dem Theater beginnt die Altstadt. Der Weg führt zur Stadtmauer und an ihr entlang.
Stadtmauer, Spremberger Turm und Altmarkt
Hier steht noch ein Stück der Stadtmauer, die zur Stadtbefestigung gehört. An der Mauer hängt ein großes Wandbild mit Motiven aus dem Spreewald. Es besteht aus Porzellanfliesen aus Meißen und wurde 1969 von Kurt Heinz Sieger gestaltet.


Ein paar Schritte weiter hängt das Mosaik „Marktszene“. Es entstand um 1970. Dieter Dressler hat es entworfen, Heinrich Jungebloedt hat es ausgeführt. Die Marktszene hat sorbisch-wendische Bezüge, die Sorben und Wenden leben seit Jahrhunderten in der Lausitz.

Das Mosaik stammt aus der DDR-Zeit. Dahinter biegt der Weg zum Spremberger Turm ab.
Der Spremberger Turm gehört zur Stadtbefestigung. Von ihm sind es nur wenige Schritte zum Altmarkt. Dort stand früher das Alte Rathaus, das 1945 im Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde.


Die Schlosskirche an der Spremberger Straße wurde 1714 für französische Glaubensflüchtlinge der reformierten Konfession gebaut. Die evangelische Gemeinde hat sie 2014 entwidmet, seit Januar 2015 ist sie eine Synagoge. Die frühere Synagoge der Stadt war 1938 in den Novemberpogromen zerstört worden.

Von dort ist es nicht weit zur Oberkirche.
Oberkirche
Die Oberkirche St. Nikolai steht in der Altstadt. Sie ist ein spätgotischer Backsteinbau, der im Kern aus dem 15. Jahrhundert stammt.
Von der Kirche geht der Weg weiter zur Spree. Dort stehen zwei ehemalige Kraftwerke.
Elektrizitätswerk und Dieselkraftwerk
Am Spreeufer 1 steht das ehemalige Elektrizitätswerk, ein denkmalgeschützter Backsteinbau, der 1901 bis 1903 gebaut wurde. Ein Stück weiter liegt am Amtsteich das Dieselkraftwerk von 1927 und 1928. In ihm ist heute ein Kunstmuseum.


Zwischen den beiden Kraftwerken liegen gut zwanzig Jahre. Vom Amtsteich führt der Weg nach Norden zur Puschkinpromenade.
Puschkinpromenade und IKMZ
Ein Abschnitt der Puschkinpromenade steht samt Vorgärten, Einfriedungen und altem Baumbestand unter Denkmalschutz. Danach kommt das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum der Brandenburgischen Technischen Universität, kurz IKMZ. Es wurde von 2001 bis 2004 nach einem Entwurf von Herzog & de Meuron gebaut. Auf dem Gelände lag früher das Stadion 8. Mai.

Herzog & de Meuron sind ein Architekturbüro aus Basel. Hinter dem IKMZ verlässt der Weg die Innenstadt und führt nach Norden zum Nordfriedhof.
Nordfriedhof und Schmellwitz
Der Nordfriedhof steht als Ganzes unter Denkmalschutz. Auf dem Gelände steht ein Obelisk mit einer russischen Inschrift, die den Helden des Großen Vaterländischen Krieges 1941 bis 1945 gewidmet ist.

Weiter nördlich liegt Schmellwitz. Zu diesem Stadtteil gehört auch die Plattenbausiedlung Neu-Schmellwitz, die ab 1983 in industrieller Bauweise gebaut wurde. Der Weg führt durch Schmellwitz an einer Kirche vorbei.

Von Schmellwitz läuft der Weg nach Osten an die Spree. Es folgt ein Stück durch die Spreeaue, bis die Spreewehrmühle auftaucht.
Spreewehrmühle
Die Spreewehrmühle steht am Großen Spreewehr, dort, wo der Hammergraben von der Spree abzweigt. Sie ist eine Wassermühle, die Ende des 18. Jahrhunderts gebaut wurde. 1959 endete der reguläre Betrieb.

Die Mühle ist als technisches Denkmal erfasst. Von hier folgt der Weg der Spree nach Süden.
Planetarium und Stadion
Das Raumflugplanetarium „Juri Gagarin“ am Lindenplatz wurde am 26. April 1974 eröffnet und steht unter Denkmalschutz. Ein Stück weiter liegt das Stadion der Freundschaft, die Heimspielstätte des FC Energie Cottbus. Heute trägt es den Sponsorennamen LEAG Energie Stadion.


Vom Stadion läuft der Weg nach Süden zum Branitzer Park.
Branitzer Park und Schloss
Hermann Fürst von Pückler-Muskau hat den Branitzer Park nach seiner Rückkehr ab 1846 als englisch geprägte Parklandschaft gestaltet. Zur Parklandschaft gehören zwei begrünte Erdpyramiden.
Die beiden Pyramiden heißen Landpyramide und Seepyramide. An der Seepyramide im Wasser liegen Pücklers Grab und das seiner Frau.


Schloss Branitz war Pücklers Alterswohnsitz. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz pflegt Schloss, Park und die Gebäude des früheren Guts.


Vom Schloss führt der Weg durch den Park weiter nach Süden. Am Rand des Parks fährt die Parkeisenbahn.
Parkeisenbahn
Die Cottbuser Parkeisenbahn wurde am 1. Juni 1954 als Pioniereisenbahn eröffnet. Der Haltepunkt trägt den Namen „Park & Schloss Branitz“.

In der DDR wurden Pioniereisenbahnen zu großen Teilen von Kindern und Jugendlichen betrieben. Vom Haltepunkt führt der Weg nach Westen zum Südfriedhof.
Südfriedhof
Der Südfriedhof an der Dresdener Straße steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Er wurde zwischen 1899 und 1904 angelegt. Nach 1916 bekam die jüdische Gemeinde an seinem Rand einen eigenen Friedhof. Der Weg führt durch den Friedhof und an der Kapelle vorbei.

Hinter dem Friedhof geht es durch die südlichen Stadtteile zurück Richtung Bahnhof. Als Nächstes folgt die Gedenkstätte im ehemaligen Zuchthaus an der Bautzener Straße.
Gedenkstätte Zuchthaus, Lutherkirche und Wasserturm
An der Bautzener Straße liegt das ehemalige Zuchthaus. Das Königliche Centralgefängnis wurde zwischen 1855 und 1859 gebaut und am 1. April 1860 eröffnet. Unter dem Nationalsozialismus und in der SED-Diktatur wurden hier auch politisch Verfolgte inhaftiert. Heute ist der Ort ein Menschenrechtszentrum und eine Gedenkstätte, Mauern und Wachtürme stehen unter Denkmalschutz.
Danach kommt die Lutherkirche. Sie wurde 1911 und 1912 nach einem Entwurf von Regierungsbaurat Leibnitz gebaut und steht unter Denkmalschutz. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie bei Luftangriffen teilweise zerstört.


Kurz vor dem Ziel steht an der Vetschauer Straße ein Eisenbahn-Wasserturm, der unter Denkmalschutz steht. Dahinter ist der Hauptbahnhof nicht mehr weit.
Gut zu wissen
- Den Track findest du bei Komoot.
- Bleib auf öffentlichen Wegen und betritt keine Gebäude oder Flächen.
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