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Die Strecke durch St. Peter-Ording ist 13,3 Kilometer lang und führt einmal quer durch den Ort. Sie beginnt am östlichen Ortsrand, geht nach Süden durch Böhl zum Leuchtturm und dann über Dorf und Bad bis nach Ording im Norden. Zum Start kommst du mit der RB 64 ab Husum.
Gelaufen bin ich die Tour am 4. September 2022, einem Sonntag.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
13,3 km
Gehzeit
2:43 h
Art
Strecke
Start
Östlicher Ortsrand von St. Peter-Ording
Ziel
Ording (nördliches St. Peter-Ording)
ÖPNV
RB 64 bis Bad St Peter Süd, zurück ab Bad St Peter-Ording
- Mit der Bahn erreichbar
Gelaufen am 4. September 2022
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Darum lohnt sich die Tour
- Der Leuchtturm Böhl wurde 1892 als unbeleuchtete Bake gebaut und bekam erst 1914 ein Leuchtfeuer.
- Die Tour führt durch alle vier Ortsteile: Böhl, Dorf, Bad und Ording.
- Der Standort der Kirche St. Nikolai in Ording wurde zweimal aufgegeben, erst wegen des Meeres, dann wegen des Flugsands. Die heutige Kirche stammt von 1724.
- Die RB 64 bringt dich von Husum in den Ort.
Anreise
Hin
RB 64 ab Husum bis Bad St Peter Süd, der Bahnhof liegt im Süden von St. Peter-Ording
Zurück
Von Ording mit dem Ortsbus nach Bad zum Bahnhof Bad St Peter-Ording, dort weiter mit der RB 64 nach Husum
Das Ziel in Ording liegt nicht am Bahnhof, plane die Rückfahrt also vorher. Fahrplan und Linienweg der RB 64 findest du bei der nordbahn.
Die Route
Ich bin am östlichen Ortsrand losgelaufen und in Ording angekommen. Dazwischen liegen die vier Ortsteile mit ihren Kirchen, ein Leuchtturm, Dünen, Salzwiesen und ein Stück Wald.
Böhl und die Dünen
Der erste Bogen führt nach Süden, durch Böhl, einen der vier Ortsteile von St. Peter-Ording. Am Weg steht ein Reetdachhaus mit der Hausnummer 85.

Hinter den letzten Häusern beginnen die Dünen. Ein Sandweg steigt dort über eine Holztreppe auf die Düne. Dahinter liegt der Leuchtturm.
Der Leuchtturm Böhl
Nach etwa drei Kilometern kommt der Leuchtturm Böhl, der rotbraune Ziegelturm steht nur wenige Meter neben dem Weg. Gebaut wurde er 1892, zunächst als unbeleuchtete Bake.

Erst 1914 bekam er ein Laternenhaus und wurde als Leuchtfeuer genutzt, 1938 wurde das Feuer elektrifiziert. Heute ist er ein Quermarkenfeuer und kennzeichnet einen Kurswechsel im Eiderfahrwasser. In der Nähe des Turms stand von 1895 bis 1976 außerdem eine Sturmwarnsignalstelle. Bei drohendem Sturm wurden tagsüber schwarze Bälle an einem hohen Mast hochgezogen, nachts zeigten rot-weiße Lichter die Warnung.
Hinter dem Turm geht der Weg durch offenes Gelände. Die Heide war dort weit, am Horizont stand ein Streifen Kiefern.

Danach wird der Weg wieder sandig. Er führt nach Westen, nach Dorf, dem ursprünglich ländlichen Ortsteil.
St. Peter und die Kirche
Zwischen Dünen und Gebüsch kommt der Weg von Böhl nach Dorf. Der Ortsteil war lange ländlich geprägt, Bad entstand als Badeort erst später.

Im Zentrum von Dorf standen Reetdachhäuser mit Gärten, vor einem blühten Hortensien. Die Kirche St. Peter folgt wenig später.

Die Kirche St. Peter steht im Ortsteil Dorf und geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Der Weg führt außen an ihr vorbei. Aus Ulstorp, auch Olsdorf genannt, wurde im 15. Jahrhundert der Ortsname St. Peter. Zur Ausstattung der Kirche gehören ein spätgotischer Schnitzaltar um 1480, eine Kanzel von 1571 und ein Taufstein von 1729.

Die Kirche steht im ländlich geprägten Kern des Ortes. Der Badebetrieb kam erst später dazu, und genau dorthin geht es als Nächstes.
Bad St. Peter-Ording
Von der Kirche geht es nach Bad, und die Landschaft ändert sich. Zwischen den Ortsteilen führt ein gerader, asphaltierter Weg durch Salzwiesen. Eine Chaussee verband Dorf und Bad erst 1909, zwei Jahre später reichte die Verbindung bis Ording.

In Bad begann der Badebetrieb, gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand dort die touristische Infrastruktur, um 1877. Heute stehen dort Hotels und Apartmenthäuser an der Promenade.

Die Promenade verläuft am Rand der Dünen. Etwas weiter trägt ein Apartmenthaus den Namen Luv und Lee.

Hinter Bad lässt der Weg die Hotels zurück. Es folgen wieder Salzwiesen und ein Stück Wald.
Salzwiese und Küstenwald
Nördlich von Bad liegen wieder Salzwiesen am Weg. Vorgelagerte Sandbänke, Salzwiesen und Dünen tragen zum Schutz der Küste vor Überflutung bei.

Danach läuft der Weg durch Wald, über einen sandigen Weg zwischen Birken und Kiefern. Im 19. Jahrhundert wurden Dünen an dieser Küste teilweise mit Gehölzen bepflanzt, weil der Flugsand Felder und Siedlungen bedrohte.

Heute geht die Pflege teilweise in die andere Richtung: An ausgewählten Dünenstandorten werden Kiefern, Birken oder Erlen wieder entfernt, damit die offene Dünenlandschaft erhalten bleibt. Hinter dem Wald beginnt Ording.
Ording und St. Nikolai
Ording ist der nördlichste der vier Ortsteile. Am Rand der Dünen liegt eine Wasserfläche mit Schilf.

In Ording stand ein Reetdachhaus direkt am Weg. Dann folgt die Kirche St. Nikolai.

Die Kirche St. Nikolai ist die letzte Station der Tour. Die heutige Kirche wurde 1724 gebaut, aus Teilen ihrer Vorgänger.

Der Standort der Kirche wurde zweimal aufgegeben, zuerst wegen des Meeres, dann wegen des Flugsands. Von der Kirche sind es noch rund 800 Meter bis zum Ziel in Ording.
Gut zu wissen
- Den Track findest du bei Komoot.
- Ob die Kirchen St. Peter und St. Nikolai innen zu besichtigen sind, klärst du am besten vorher bei der Kirchengemeinde.
- Bleib in den Salzwiesen auf den Wegen, die Nationalparkverwaltung empfiehlt dort die ausgewiesenen Wege.
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