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Die Runde ab Bahnhof Flensburg ist 19,3 Kilometer lang. Sie führt zuerst durch den Osten der Stadt zum Volkspark, dann hinunter zur Förde, am Kompagnietor und am Museumshafen vorbei und durch die Altstadt mit Nordertor und Kirchen zurück zum Bahnhof. Zum Start kommst du mit dem RE 7 aus Hamburg, ein Auto brauchst du nicht.
Gelaufen bin ich die Tour am 3. September 2022, einem Samstag.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
19,3 km
Gehzeit
3:58 h
Art
Rundweg
Start
Bahnhof Flensburg
Ziel
Bahnhof Flensburg
ÖPNV
RE 7 ab Hamburg und Neumünster, Start und Ziel am Bahnhof
- Mit der Bahn erreichbar
Gelaufen am 3. September 2022
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Darum lohnt sich die Tour
- Am Hafen liegen das Kompagnietor von 1602 und der Museumshafen mit seinen alten Berufsseglern.
- Das Nordertor von etwa 1595 trägt das Stadtwappen und das königlich-dänische Wappen.
- In der Altstadt reichen Kaufmannshöfe von der Norderstraße bis zum Hafen, dazu kommen die Backsteinkirchen St. Marien und St. Nikolai.
- Start und Ziel liegen am Bahnhof, der RE 7 bringt dich aus Hamburg direkt dorthin.
Anreise
Hin
Mit dem RE 7 von Hamburg Hbf über Neumünster bis Bahnhof Flensburg.
Zurück
Ab Bahnhof Flensburg mit dem RE 7 nach Neumünster und Hamburg Hbf.
Start und Ziel liegen am Bahnhof, du brauchst für die Runde also keine weitere Verbindung. Aktuelle Fahrten findest du bei NAH.SH.
Die Route
Die Runde führt vom Bahnhof zuerst durch den Osten der Stadt und kommt über den Volkspark an die Förde. Danach geht es am Hafen entlang und durch die Altstadt zurück zum Bahnhof.
Vom Bahnhof zum Volkspark
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs wurde von 1923 bis 1926 geplant und 1927 eröffnet. Davor liegt der Carlisle-Park, der zur Eröffnung des Bahnhofs 1927 auf dem verfüllten Mühlenteich angelegt wurde.
Von dort führt der Weg zuerst durch Wohnviertel im Osten der Stadt und dann auf die Höhen im Nordosten. Nach rund zehn Kilometern erreichst du den Volkspark.
Der Park wurde ab 1925 auf dem Ballast- und dem Blasberg angelegt und ist 75 Hektar groß. Ein Höhenweg an der Hangkante kam 1957 dazu. Vom Volkspark geht es hinunter nach Jürgensby ans Wasser.
Jürgensby und die St.-Jürgen-Straße
Jürgensby liegt am Ostufer der Förde. In der St.-Jürgen-Straße bin ich durch eine schmale Gasse gelaufen, an der niedrige, hell verputzte Häuser dicht an dicht stehen.

Am Weg liegt auch die St.-Jürgen-Kirche. Sie wurde von 1904 bis 1907 als neugotischer Backsteinbau errichtet. Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Hafenspitze.
Schiffbrücke und Museumshafen
An der Hafenspitze läufst du um das Ende der Förde herum auf die Westseite und weiter an der Schiffbrücke entlang. Hier liegt das Kompagnietor, das 1602 errichtet wurde und später als Versammlungsstätte des Schiffergelages diente. Die Durchfahrt hat einen Rundbogen, darüber sitzt ein Giebel mit Wappentafeln.

Flensburgs Handel mit Rum und Zucker aus Dänisch-Westindien im 18. und 19. Jahrhundert beruhte auf der Versklavung afrikanischer Menschen. Das Schifffahrtsmuseum an der Schiffbrücke zeigt dazu die Rum- und Zuckermeile, einen Rundgang zu Häusern des früheren Westindienhandels.
Etwas weiter liegt der Museumshafen. Der Verein dahinter wurde 1979 gegründet, Eigner*innen und Liebhaber*innen alter Berufssegler bauten damals eine Sammlung und eine hölzerne Kaianlage auf.
Zum Hafenumfeld gehört auch die Museumswerft. Sie besteht seit 1996 und zeigt traditionelle Bootsbau-Techniken an Arbeitsbooten und Frachtenseglern.


Danach verlässt der Weg den Hafen und führt durch die Wohnviertel der Weststadt nach Norden. Am Nordertor erreichst du wieder die Altstadt.
Nordertor
Das Nordertor entstand um 1595 und trägt das Wappen der Stadt und das königlich-dänische Wappen. Es steht am nördlichen Ende der Norderstraße.

Bei der Abstimmung über die deutsch-dänische Grenze 1920 war das Tor ein Symbol für Flensburg. Beide Seiten nutzten es auf Plakaten, Notgeld und Flugblättern. Von hier geht der Weg durch die Norderstraße nach Süden.
Norderstraße, Kaufmannshöfe und St. Marien
In der Norderstraße steht das Flensborghus. Das Backsteinhaus wurde 1724/25 großenteils aus Material der abgebrochenen Duburg gebaut und wird seit den 1920er-Jahren von Organisationen der dänischen Minderheit genutzt.
Die Grundstücke an der Norderstraße sind lang und reichen bis zum Hafen. So entstanden Kaufmannshöfe mit Vorderhaus, Rückflügeln, Arbeitsräumen und Speichern.

Ein paar Schritte vom Weg liegt der Oluf-Samson-Gang. Er ging aus einem Durchgangshof hervor, den der Kaufmann und Reeder Oluf Samson hinter seinem Haus an der Norderstraße anlegen ließ. Auf der Südseite des Hofes entstanden acht kleine Mietbuden.
Am Nordermarkt steht die St.-Marien-Kirche. Der Neubau der heutigen Kirche begann 1284, im Inneren sind spätmittelalterliche Wand- und Gewölbemalereien erhalten. Weiter geht es nach Süden zum Südermarkt.
Südermarkt und zurück zum Bahnhof
Am Südermarkt steht die St.-Nikolai-Kirche, eine dreischiffige Backsteinkirche, die in zwei Bauabschnitten ab 1390 entstand. Nach einer Sanierung wurde sie im Juni 2026 wieder eröffnet.
Von hier sind es noch gut einen Kilometer durch die südliche Altstadt bis zum Bahnhof. Dort schließt sich die Runde nach 19,3 Kilometern.
Gut zu wissen
- Die ersten zehn Kilometer führen durch Wohnviertel und über die Höhen im Osten und Nordosten, Hafen und Altstadt folgen erst danach.
- Öffnungszeiten und Eintritt von Museumswerft, Schifffahrtsmuseum und Kirchen findest du bei den jeweiligen Betreibern.
- Aktuelle Fahrten des RE 7 findest du bei NAH.SH.
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