Am Rand von Rangsdorf (Teltow-Fläming) liegen die Reste der Bücker-Werke und des Reichssportflughafens. Beide entstanden 1935/36 und teilten sich ein kreisrundes Flugfeld. Nach 1945 nutzte die sowjetische Armee das Gelände bis Mitte der 1990er-Jahre. Heute stehen die Hallen unter Denkmalschutz und werden zu Wohnungen umgebaut.
Zur Zeit der Wanderung um den Rangsdorfer See waren die Hallen verfallen. Seither wird gebaut. Wie es heute dort aussieht, ist offen.
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Rundgang
Zum Denkmalensemble gehören nach dem Denkmalverzeichnis des Landes mehrere Hallen, darunter die Produktionshalle I von 1935 und die Einfliegerhalle mit Kontrollturm von 1939/40. Die denkmalgeschützten Industriehallen sollen laut Gemeinde vor dem Verfall gerettet werden.
Außenansichten





Die große Halle



Bau mit gerundetem Mittelteil
Die Funktion dieses Baus ist offen.


Hallen und Dächer
Im Werk entstanden ab Herbst 1935 Flugzeuge in Serie.









Schriftzüge und Tafeln
An Wänden und auf Tafeln stehen Schriftzüge, darunter kyrillische.



Weitere Räume












Hintergrund
Steckbrief
Ort
Rangsdorf (Teltow-Fläming, Brandenburg)
Nutzung
Flugzeugwerk und Sportflughafen ab 1935, Fliegerhorst, bis Mitte der 1990er-Jahre sowjetischer Standort
Bauzeit
ab 1935
Zustand
Zur Zeit der Wanderung verfallen, seit 2024 im Umbau zu Wohnungen
Bahnanschluss
Bahnhof Rangsdorf (RE 8, RB 24)
Geschichte
Werk und Flugplatz ab 1935
Ab Herbst 1935 baute das Bücker-Werk in Rangsdorf Flugzeuge in Serie. Der Reichssportflughafen wurde am 30. Juli 1936 eröffnet, Werk und Flughafen nutzten dasselbe kreisrunde Flugfeld. Das Land Brandenburg führt das Ensemble im Denkmalverzeichnis.
Zweiter Weltkrieg
Bis April 1945 war der Platz ein Fliegerhorst der Luftwaffe. Am 20. Juli 1944, dem Tag des Attentats auf Hitler, startete Claus Schenk Graf von Stauffenberg von hier mit einer He 111. Das Werk übernahm im Krieg Rüstungsaufgaben, unter anderem für den Lastensegler DFS 230 und mit Tragflächen für die Ju 87 und Teilen für die Fw 190. Eingesetzt wurden dabei auch französische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion.
Sowjetische Nutzung bis Mitte der 1990er-Jahre
Am 22. April 1945 übernahm die Rote Armee den Platz kampflos. Ab 1946 war im Werk eine Instandsetzungseinheit untergebracht, zuletzt für Hubschrauber. Ab Mitte der 1950er-Jahre kam im Westteil am See ein Nachrichtenregiment der 16. Luftarmee hinzu. Mit dem Abzug der russischen Truppen Mitte der 1990er-Jahre endete die militärische Nutzung.
Denkmalschutz und Umbau
Nach dem Abzug wurden die Bücker-Bauten, das Aero-Club-Haus und das Flugfeld unter Denkmalschutz gestellt. 2017 kaufte der Investor terraplan aus Nürnberg das rund eine Million Quadratmeter große Grundstück. Am 6. September 2024 war Spatenstich. In der Einfliegerhalle sollen im Westflügel 22 Wohnungen und zwei Family Homes entstehen, im Ostflügel 20 Wohnungen und drei Family Homes. Sie werden mit den noch vorhandenen Wänden verbunden. Eine Ausstellung soll über die Geschichte des Geländes informieren. Der Bezug war zum Spatenstich für etwa drei Jahre später geplant.
Offen und strittig
- Zuordnung der Hallen: Zum Ensemble gehören mehrere Hallen. Welche davon auf den Fotos zu sehen ist, lässt sich nicht für jede Aufnahme sicher sagen.
- Bau mit gerundetem Mittelteil: Wofür dieser Bau gebaut wurde und wie er genutzt wurde, ist offen.
- Kyrillische Tafeln: Inhalt und Entstehungszeit der Tafeln und Schriftzüge sind nicht geklärt.
- Zwangsarbeit: Das Bücker-Museum nennt Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, aber keine Zahlen.
- Zukunft einzelner Gebäude: Gebaut wird zuerst in der Einfliegerhalle. Was mit den übrigen Hallen geschieht, ist offen.
Gut zu wissen
- Der Umbau läuft, der Zustand ändert sich.
- Der nächste Bahnhof ist Rangsdorf (RE 8, RB 24).
Am Weg
Liegt an der Tour Rangsdorfer See Rundweg: 23,4 km, Jühnsdorf und Bücker-Werke.
