Unterwegs zu Fuß

Rundweg um den Rangsdorfer See: Jühnsdorf und die Bücker-Werke

Holzsteg am Rangsdorfer See

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Der Rundweg am Rangsdorfer See beginnt und endet am Bahnhof Rangsdorf und ist 23,4 Kilometer lang. Er führt zuerst ans Ostufer des Sees und durch das Naturschutzgebiet im Norden nach Jühnsdorf, dann über Felder, durch Kiefernwald und an Gräben entlang zurück nach Südosten. Dort liegt das Gelände der früheren Bücker-Flugzeugwerke, danach geht es über Klein Venedig zum Bahnhof.

Gelaufen bin ich die Tour am 13. Februar 2022, einem Sonntag.

Inhalt dieser Tour

Strecke

23,4 km

Gehzeit

4:37 h

Art

Rundweg

Start

Bahnhof Rangsdorf

Ziel

Bahnhof Rangsdorf

ÖPNV

RE 8 und RB 24 bis Rangsdorf

  • Mit der Bahn erreichbar

Gelaufen am 13. Februar 2022

Karte: Rundweg um den Rangsdorfer See ab Bahnhof RangsdorfRundweg vom Bahnhof Rangsdorf zum Ostufer des Rangsdorfer Sees, nach Westen bis Jühnsdorf, durch die Niederung im Süden und über das ehemalige Bücker-Werksgelände zurück zum Bahnhof, 23,4 km, mit sechs nummerierten Orten. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung.123456Start und Ziel: Bahnhof Rangsdorf1 km
Rundweg ab und bis Bahnhof Rangsdorf, 23,4 km. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung, die Nummern führen zu den Abschnitten der Route.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Darum lohnt sich die Tour

  • Der Rangsdorfer See mit Uferwegen, Holzstegen und Naturschutzgebiet
  • Die Feldsteinkirche in Jühnsdorf aus dem 14. Jahrhundert
  • Das Gelände der Bücker-Flugzeugwerke und des Reichssportflughafens, ein Denkmalensemble von 1935 bis 1940
  • Klein Venedig mit seinen Kanälen und Wassergrundstücken

Anreise

Hin

RE 8 oder RB 24 bis Rangsdorf

Zurück

Ab Rangsdorf mit denselben Linien, Start und Ziel liegen am Bahnhof

Die Linien RE 8 und RB 24 halten in Rangsdorf. Die RB 24 entfällt auf dem Abschnitt Blankenfelde bis Wünsdorf-Waldstadt, bis das neue Stellwerk in Zossen in Betrieb geht, ein Termin steht nicht fest. Die aktuelle Verbindung steht in der VBB-Fahrinfo.

Die Route

Die Runde beginnt am Bahnhof Rangsdorf, führt über das Ost- und das Nordufer des Sees nach Jühnsdorf und von dort in einem großen Bogen durch die Felder und Wälder im Süden. Im Südosten erreichst du das Gelände des früheren Flugplatzes, bevor der Weg über Klein Venedig zum Bahnhof zurückführt.

Bahnhof, Kirche und Seeufer in Rangsdorf

Der Bahnhof Rangsdorf wurde am 17. Juni 1875 eröffnet. Von Oktober 1940 bis September 1961 fuhr auch die S-Bahn hierher. Vom Bahnhof geht es nach Westen in Richtung See.

Nach rund einem Kilometer kommst du an der evangelischen Kirche vorbei. Die heutige Kirche entstand 1890, an der Stelle eines früheren Kirchenbaus.

Danach erreichst du das Ostufer des Rangsdorfer Sees. Am Ufer liegt das Seehotel, das die Gemeinde als früheres Seebad-Casino beschreibt. Holzstege führen hier auf den See hinaus.

Von hier führt der Weg am Ufer entlang weiter nach Norden.

Nordufer und Naturschutzgebiet

Am Nordostufer läuft der Weg über Uferwiesen und durch Wald. An einer Stelle steht ein weißes Schild mit rotem Kreis und der Aufschrift „Rangsdorfer See“.

Der See und seine Niederung sind als Naturschutzgebiet „Rangsdorfer See“ ausgewiesen, die Verordnung nennt rund 670 Hektar. Der Weg führt am Nordufer entlang und durch die Niederung.

Weiter nördlich geht es an Schilf und kleineren Gewässern vorbei.

Von hier führt der Weg nach Westen, über einen langen befestigten Feldweg nach Jühnsdorf.

Dorfkirche in Jühnsdorf

Der Feldweg nach Jühnsdorf zieht sich über offenes Land. Jühnsdorf gehört zur Gemeinde Blankenfelde-Mahlow.

An der Dorfstraße steht die Dorfkirche. Sie geht auf das 14. Jahrhundert zurück, der Feldsteinsaal ist ihr ältester Teil. Turm und Apsis entstanden beim Umbau 1869.

Erstmals erwähnt wird Jühnsdorf 1372. Von der mittelalterlichen Kirche stehen nur noch die unteren Mauerteile, den Rest hat der Umbau von 1869 ersetzt. Damals kamen der spitze Turm und die Apsis aus gelbem Backstein dazu, die Fenster wurden vergrößert. Kirche und Kirchhof stehen unter Denkmalschutz. Die Kirche gehört zu den offenen Kirchen, den Schlüssel gibt es im Gemeindebüro.

Hinter dem Dorf führt der Weg nach Süden in die Feldflur.

Felder, Kiefernwald und Gräben

Hinter Jühnsdorf wird die Landschaft weit. Rund neun Kilometer führt die Runde über Felder, durch Kiefernwald und an Gräben entlang.

Auf einigen Wirtschaftswegen liegen Betonspurplatten, daneben verlaufen gerade Gräben.

Nach den Feldern folgt Kiefernwald.

Im Süden wird der Boden feuchter. Die Wege führen jetzt an Gräben entlang und durch offene Niederung.

Am Wegrand stehen vereinzelt Bauten, darunter ein hölzerner Aufbau auf einer Wiese und ein kleiner runder Bau mit Graffiti. Ein Steg führt über einen der Gräben.

Danach nähert sich der Weg wieder Rangsdorf. Im Südosten beginnt das Gelände des ehemaligen Flugplatzes.

Ehemaliges Bücker-Werksgelände

Im Südosten von Rangsdorf liegt das Gelände der früheren Bücker-Flugzeugwerke und des Reichssportflughafens. Der Flughafen wurde am 30. Juli 1936 eröffnet, die Bauten von Werk und Flugplatz entstanden zwischen 1935 und 1940. Das Ensemble steht unter Denkmalschutz.

Am 20. Juli 1944 startete Claus Schenk Graf von Stauffenberg von Rangsdorf zur Wolfsschanze und landete nach dem gescheiterten Attentat wieder hier. Nach 1945 nutzten sowjetische Truppen das Areal, die russischen Streitkräfte zogen in den 1990er-Jahren ab.

Seit dem Spatenstich im September 2024 wird das Gelände zu einem Wohnquartier umgebaut, geplant ist unter anderem Wohnen in der Einfliegerhalle. Die Runde führt durch Teile des Areals, so wie es im Februar 2022 aussah. Danach geht es zurück in die Wohnsiedlungen von Rangsdorf.

Ehemaliges Bücker-Werksgelände in Rangsdorf: Ruine von außen

Eigener Beitrag

Reichssportflughafen und Bücker-Werke

  • Lage Rangsdorf (Teltow-Fläming)
  • Gebaut Flugzeugwerk und Sportflughafen ab 1935
  • Zustand seit 2024 im Umbau zu Wohnungen
Ortsporträt lesen

Klein Venedig und zurück zum Bahnhof

Am Rand von Rangsdorf führt der Weg an den Kanälen von Klein Venedig entlang. Die Gemeinde beschreibt die Wassergrundstücke und künstlichen Kanäle als Siedlungsstruktur, die in den 1930er-Jahren entstand.

Kurz vor dem Bahnhof steht in der Puschkinstraße die katholische Kirche St. Albertus Magnus. Das Gebäude wurde 1890 errichtet. Bis zum Bahnhof sind es von hier noch rund einen halben Kilometer.

Gut zu wissen

  • Den Track findest du bei Komoot.
  • Die Runde führt im Süden über Feld- und Wirtschaftswege, teils aus Betonspurplatten.
  • Der Rangsdorfer See und seine Niederung sind Naturschutzgebiet. Bleib auf den Wegen.
  • Der Weg führt durch Teile des ehemaligen Bücker-Werksgeländes. Dort wird seit September 2024 gebaut, die Wegführung kann sich deshalb geändert haben. Bleib auf öffentlichen Wegen und betritt keine Gebäude oder abgesperrten Flächen.

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Unterwegs war Sebastian. Mehr über mich