Unterwegs zu Fuß

St.-Petri-Dom in Bremen

St.-Petri-Dom in Bremen, Seitenansicht

Der St.-Petri-Dom steht in der Bremer Altstadt. Er geht auf ein Kirchlein aus dem Jahr 789 zurück, die heutige Gestalt stammt aus mehreren Jahrhunderten und aus dem Wiederaufbau nach 1945. Besonders sind der Bleikeller mit seinen Mumien und der Aufstieg auf den Südturm.

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Steckbrief

Ort

Am Dom 1, Altstadt, Bremen

Haltestelle

Domsheide

Öffnung

Dom Montag bis Samstag 10 bis 17 Uhr, Sonntag nach dem Gottesdienst bis 17 Uhr; Turm und Bleikeller von April bis Dezember

Zustand

In Nutzung, Kulturdenkmal seit 1973

Geschichte

Die Anfänge liegen im Jahr 789, als dort ein Kirchlein für Willehad entstand. Es wurde vor 805 zerstört und ersetzt, um 860 folgte eine Saalkirche unter Ansgar. Nach einem Großbrand 1041 wurde der Dom als dreischiffige Pfeilerbasilika mit zwei Krypten und zwei Chören neu gebaut. Um 1250 kamen die Einwölbung und ein zweitürmiges Westwerk dazu.

Im 14. Jahrhundert wurden Kapellen angebaut, ab 1502 das nördliche Seitenschiff verbreitert, sodass aus der Basilika eine Hallenkirche wurde. 1638 stürzte der Südturm samt seinen acht Glocken ein. Von 1888 bis 1901 wurde der Dom umfassend restauriert, dabei entstanden der Vierungsturm und die Ausmalung von Hermann Schaper. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte ein Bombentreffer 1945 rund 30 Prozent des Baus und alle Glasfenster. 1951 war der Wiederaufbau abgeschlossen.

Bei Grabungen in den 1970er Jahren kamen Funde zutage, die im Dom-Museum zu sehen sind. Die Glocke Maria gloriosa hat Ghert Klinghe 1433 gegossen.

Rundgang

Der Bleikeller

Im Bleikeller liegen acht Mumien. Seinen Namen hat er vom Blei, das dort einmal lagerte. Der Überlieferung nach öffnete Ende des 17. Jahrhunderts ein Geselle des Orgelbauers Arp Schnitger in der Ostkrypta Kisten und fand gut erhaltene Leichname. Der Zugang liegt im Bibelgarten.

Der Turm

Auf die Aussichtsplattform des Südturms führen 265 Stufen. Der Aufstieg ist nur für Menschen mit uneingeschränkter Mobilität gedacht.

Gut zu wissen

  • Der Dom ist über den Eingang Am Dom 1 am Bibelgarten barrierefrei zugänglich.
  • Turm und Bleikeller haben eine Winterpause, sie öffnen von April bis Dezember. Für beide wird Eintritt erhoben.
  • Die Wochentage und Zeiten stehen auf der Seite der Domgemeinde und können sich ändern.

Unterwegs war Sebastian. Mehr über mich