Die Templiner Stadtmauer umschließt die Altstadt als geschlossener Ring von 1.735 Metern Länge. Sie besteht aus Feldsteinen, ist bis zu sieben Meter hoch und geht im Kern auf das 13. Jahrhundert zurück. Zu ihr gehören drei Stadttore, zwei zu Türmen ausgebaute Wiekhäuser und viele weitere Wiekhäuser, die in kurzen Abständen in die Mauer eingefügt sind.
Ein Ring aus Feldstein
Wiekhäuser sind kleine Wehrbauten, die aus der Mauer vortreten, die meisten in Templin sind halbrund. Wie viele es sind, hängt von der Zählung ab: Das Reiseland Brandenburg nennt 47, die Burgenwelt 51, je nach Quelle bis zu 55. Bis auf einzelne Durchbrüche ist die Mauer erhalten.
Die Tore
Erhalten sind das Prenzlauer Tor, das Mühlentor und das Berliner Tor. Das dreigeschossige Berliner Tor stammt aus dem 14. Jahrhundert, seine Fassade zur Stadtseite ist in Backsteingotik gestaltet. Im Prenzlauer Tor ist ein Museum untergebracht.
Pulverturm und Eulenturm
Zwei Wiekhäuser wurden später zu Türmen ausgebaut. Der Pulverturm entstand im frühen 15. Jahrhundert und diente zur Aufbewahrung von Schießpulver. Der Eulenturm wurde im 14. Jahrhundert zu einem Rundturm umgebaut und war Stadtgefängnis.


Steckbrief
Ort
Altstadt Templin
Bauzeit
Im Kern 13. Jahrhundert, Berliner Tor 14. Jahrhundert
Länge
1.735 Meter
Zustand
Bis auf einzelne Durchbrüche erhalten
ÖPNV
RB 12 bis Templin Stadt, von dort zu Fuß in die Altstadt
Am Weg
Liegt an der Tour Von Vogelsang nach Templin: Hugenottenhaus, Röddelinsee und Altstadt.
