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Die Strecke von Vogelsang nach Templin ist 22 Kilometer lang und beginnt am Bahnhof Vogelsang im Wald bei Zehdenick. Der Weg führt über Storkow und Hammelspring an Seen entlang nach Hindenburg und weiter am Templiner Kanal in die Altstadt mit ihrer Stadtmauer. Zum Start kommst du mit der RB 12 von Berlin, zurück fährst du ab Templin Stadt mit derselben Linie.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
22,1 km
Gehzeit
4:19 h
Art
Strecke
Start
Bahnhof Vogelsang (Oberhavel)
Ziel
Bahnhof Templin Stadt
ÖPNV
RB 12 zum Start, ab Templin Stadt zurück mit der RB 12
- Mit der Bahn erreichbar
- Badestelle
Gelaufen am 3. September 2021
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Darum lohnt sich die Tour
- Die Altstadt von Templin hat eine rund 1,7 Kilometer lange Stadtmauer mit zahlreichen Wiekhäusern, der Weg führt durch einen Durchgang in der Mauer hinein.
- In Hammelspring steht ein Hugenottenhaus von etwa 1762, nur wenige Meter vom Weg entfernt.
- Hinter Hammelspring begleiten Seen und später der Templiner Kanal den Weg, in Hindenburg gibt es eine Badestelle am Röddelinsee.
- Die RB 12 fährt direkt von Berlin nach Vogelsang und bringt dich von Templin Stadt zurück.
Anreise
Hin
RB 12 ab Berlin bis Vogelsang (Oberhavel), der Zug fährt stündlich
Zurück
Ab Templin Stadt mit der RB 12 nach Berlin
Vogelsang ist ein Bedarfshalt, der Zug hält dort nur auf Verlangen. Plane das beim Einsteigen ein und prüfe die Verbindung vorher in der Fahrinfo des VBB.
Alle Touren mit Bahnanreise, nach Linien sortiert: Mit der Bahn raus aus Berlin.
Die Route
Die Altstadt kommt erst auf den letzten drei Kilometern, davor sind es Wald, Felder und Wasser.
Von Vogelsang durch den Wald nach Storkow
Der Bahnhof Vogelsang gehört zu Zehdenick und liegt im Wald. Hier beginnt auch die Tour von Vogelsang nach Zehdenick, die über das Gelände einer früheren sowjetischen Garnison führt. Die Geschichte der Anlage steht in einem eigenen Beitrag.
Von hier geht es in den Kiefernwald. Die ersten Kilometer verlaufen auf Waldwegen, bis nach gut fünf Kilometern Storkow erreicht ist.


Storkow ist ein Ortsteil von Templin. Mitten im Dorf steht die Peter-und-Paul-Kirche, ein Feldsteinbau auf dem früheren Kirchhof, der als Baudenkmal geschützt ist.

Hinter Storkow wechseln Felder und Waldstücke bis Hammelspring, das gut neun Kilometer nach dem Start liegt.
Hammelspring
Hammelspring gehört wie Storkow zu Templin. Hierher kamen Hugenotten, französische Glaubensflüchtlinge. Erhalten ist das Hugenottenhaus in der Templiner Straße 44, ein Kolonistenhaus von etwa 1762. Das Fachwerkhaus hat noch eine Schwarze Küche und steht nur gut zehn Meter vom Weg entfernt. Nach einer langen Sanierung wurde es 2025 wiedereröffnet.
Die Dorfkirche steht ebenfalls an der Strecke und ist ein Baudenkmal. Im Dorf stehen auch ältere Backsteinbauten mit Giebeln.


Am Wasser entlang nach Hindenburg
Hinter Hammelspring verläuft der Weg lange am Wasser. Es gehört zum Templiner Gewässersystem, das über den Templiner Kanal mit der Havel verbunden ist. Am Ufer lagen Boote, später stand eine Bank mit Blick über einen See.


Nach gut 13 Kilometern ist bei Hindenburg, ebenfalls ein Ortsteil von Templin, an einer Ziegelmauer ein Relief aus rötlichen Keramikfliesen eingelassen. Es zeigt zwei Köpfe, einer trägt eine Mütze mit Stern.

Laut Nordkurier gehört ein Relief an einer Backsteinmauer zum früheren Pionierlager „Klim Woroschilow“ am Röddelinsee. Das Lager wurde im Juli 1958 eröffnet und war ein Ferienlager für Pionierinnen und Pioniere.
Etwa einen Kilometer weiter liegt in Hindenburg die öffentliche Badestelle am Röddelinsee. Von hier sind es noch knapp acht Kilometer bis zum Bahnhof Templin Stadt.
Uferauen und Templiner Kanal
Zwischen Hindenburg und Templin liegen Uferauen mit Wiesen und Schilf. Eine Brücke führt über einen Wasserlauf, später begleitet der Templiner Kanal den Weg. Er besteht seit dem 18. Jahrhundert und verbindet die Seen um Templin mit der Havel.


Dann taucht die Stadtmauer auf, und mit einem Durchgang in der Mauer beginnt die Altstadt.
Templin: Stadtmauer und Altstadt
Die Stadtmauer ist rund 1,7 Kilometer lang und hat zahlreiche Wiekhäuser, halbrunde Wehrbauten der Stadtbefestigung. Beim Stadtbrand von 1735 verbrannte ein großer Teil der Stadt innerhalb der Mauer, danach wurde sie barock wiederaufgebaut. Rathaus und Kirche stammen aus dem 18. Jahrhundert, die Mauer ist mittelalterlich.

Eigener Beitrag
Templiner Stadtmauer mit Pulverturm und Eulenturm
- Lage Altstadt Templin
- Länge 1.735 Meter, im Kern 13. Jahrhundert
- Türme Pulverturm und Eulenturm, Berliner Tor
- Zustand bis auf einzelne Durchbrüche erhalten


Die Maria-Magdalenen-Kirche brannte 1735 weitgehend aus und wurde 1749 wieder eingeweiht. Hinter der Kirche führt der Weg über die Pionierbrücke, eine überdachte Holzbrücke über den Templiner Kanal. Sie wurde 2003/04 gebaut und ist knapp 74 Meter lang.


Hinter der Brücke liegt am Prenzlauer Tor eine Tankstelle mit dem Schriftzug „MINOL“. Sie steht als Baudenkmal unter Schutz.

Im Prenzlauer Tor selbst ist das Museum für Stadtgeschichte untergebracht. Von hier geht es durch die Altstadt zum Markt.
Am Markt steht das Rathaus, ein dreigeschossiger Barockbau von 1751. Heute ist dort die Touristinformation untergebracht.

Das Berliner Tor ist eines von drei erhaltenen mittelalterlichen Stadttoren. Später diente es als Kornspeicher. Von hier läuft der Weg noch ein Stück an der Südseite der Stadtmauer entlang, dann ist der Bahnhof Templin Stadt erreicht.
Gut zu wissen
- Den Track findest du bei Komoot.
- Bleib auf öffentlichen Wegen und betritt keine Gebäude oder Flächen.
- Die Badestelle am Röddelinsee in Hindenburg ist öffentlich, der Steg auf dem Nachbargrundstück ist Privatgelände.
- Das Hugenottenhaus in Hammelspring ist nicht regulär geöffnet, Besichtigungen gibt es zum Beispiel am Tag des offenen Denkmals.
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