Unterwegs zu Fuß

Turmdiplom in Bad Freienwalde mit Bismarckturm, Eulenturm, Schanzenturm und Galgenbergturm

Blick von oben auf die Skisprunganlage im Wald

Bad Freienwalde hat vier Aussichtstürme, und wer sie alle bestiegen hat, bekommt ein Diplom. Der Bismarckturm steht auf dem Schloßberg, der Eulenturm aus Holz am Haus der Naturpflege, der Schanzenturm gehört zu einer Skisprunganlage, und der Galgenbergturm aus Backstein war ursprünglich ein Kriegerdenkmal. Ich bin an einem Tag auf alle vier hinaufgestiegen und habe mir die vier Stempel geholt. Das hat geklappt.

✓Stempel
1

Bismarckturm

Schloßberg, 1895

28 m · nach rund 4,5 km

✓Stempel
2

Eulenturm

Haus der Naturpflege, 2003

13 m · nach rund 11 km

✓Stempel
3

Schanzenturm

Ski-Arena im Papengrund

38 m · nach rund 13 km

✓Stempel
4

Galgenbergturm

Wilhelmshöhe, 1879

26 m · nach gut 16 km

Reihenfolge und Kilometer beziehen sich auf meine Strecke von Falkenberg nach Bad Freienwalde.

Für die eigene Planung: Die Türme sind von April bis Oktober geöffnet, meist von 10 bis 17 Uhr, die Öffnungstage unterscheiden sich. Die Stempelkarte gibt es an den Türmen und in der Tourist-Information.

Karte: Die vier Türme des Turmdiploms in Bad FreienwaldeDie Strecke von Falkenberg (Mark) nach Bad Freienwalde mit den vier Türmen in der Reihenfolge der Tour: 1 Bismarckturm, 2 Eulenturm, 3 Schanzenturm in der Ski-Arena, 4 Galgenbergturm. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung.1234BismarckturmEulenturmSchanzenturmGalgenbergturmStart: Bahnhof Falkenberg (Mark)Ziel: Bahnhof Bad Freienwalde1 km
Die vier Türme des Turmdiploms an meiner Strecke von Falkenberg (Mark) zum Bahnhof Bad Freienwalde. Die Nummern geben die Reihenfolge meiner Tour wieder, die Pfeile die Gehrichtung. Zwischen den Türmen liegen auf meiner Strecke rund 6,5, 2 und 3 Kilometer.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Ort

Bad Freienwalde (Oder)

Türme

Bismarckturm, Eulenturm, Schanzenturm, Galgenbergturm

Haltestelle

Bahnhof Bad Freienwalde (Oder), RB 60

Saison

April bis Oktober

Zugang

Stempelkarte mit Eintrittskarte, erhältlich an den Türmen und in der Tourist-Information

So funktioniert das Turmdiplom

Das Turmdiplom gibt es seit 2004, der Turmwanderweg zwischen den Türmen seit 2005. Du brauchst eine Stempelkarte, die mit der Eintrittskarte kombiniert ist. Du bekommst sie an jedem Turm und in der Tourist-Information. An jedem der vier Türme gibt es einen Stempel. Die volle Karte gibst du in der Tourist-Information ab oder schickst sie ein, danach wird das Diplom ausgehändigt oder zugeschickt.

Die Türme liegen nicht an einer Linie. Der Turmwanderweg verbindet sie auf 12 Kilometern und ist ein Teilstück des Oderlandwegs. Wer lieber mit dem Handy unterwegs ist, kann das Diplom auch über die App Actionbound sammeln, dafür brauchst du 300 von 400 Punkten. Ich bin eine längere Strecke gelaufen, von Falkenberg über die Höhen bis in die Stadt, und kam dabei an allen vier Türmen vorbei.

Bismarckturm

28 m hoch · 112 Stufen · gebaut 1895 · Eintritt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro

Der Bismarckturm steht auf dem Schloßberg zwischen Falkenberg und Bad Freienwalde, rund zwei Kilometer nordwestlich der Stadt. Auf meiner Strecke war er nach gut viereinhalb Kilometern der erste Turm.

Von oben reicht der Blick über das Oberbarnim bis zum Schiffshebewerk Niederfinow und auf die Altstadt von Bad Freienwalde mit St. Nikolai.

Eulenturm

13 m hoch · 54 Stufen · Holzturm · Eintritt 2 Euro, ermäßigt 1,50 Euro

Der Eulenturm steht am Haus der Naturpflege und ersetzte 2003 den alten Wackelturm. Das Haus der Naturpflege gründeten Erna und Kurt Kretschmann 1960 als Lehrgarten für praktischen Naturschutz. 1983 verkauften sie es an die Stadt, seit 1995 betreibt ein Förderverein das Haus. Zum Gelände gehören ein Garten, ein Naturschutzmuseum und ein Mulchgarten.

Unterwegs markiert ein Wegzeichen mit Turmsymbol den Turmweg. Der Eulenturm war nach rund elf Kilometern mein zweiter Turm. Von hier geht es hinunter in den Papengrund zur Ski-Arena.

Schanzenturm

38 m hoch · Teil der Ski-Arena im Papengrund

Zur Ski-Arena gehören vier Sprungschanzen mit den K-Punkten K10, K20, K40 und K60. Die größte heißt seit 2017 Helmut-Recknagel-Schanze. Das Skispringen in Bad Freienwalde begann 1924 mit einer Schneeschanze am Papenberg, die Sprünge gingen damals 6 bis 9 Meter weit. Betreiber der Anlage ist der Wintersportverein Bad Freienwalde 1923.

An der Anlage stehen bunte alte Skier der Marke Germina in einer Mauernische. Der Schanzenturm war nach rund 13 Kilometern mein dritter Turm. Vom Turm geht der Blick auf die Schanzen und hinunter in den Papengrund. Danach führt der Weg am Kurpark vorbei zum letzten Turm.

Galgenbergturm

26 m hoch · Backstein · eröffnet 1879

Der Galgenbergturm aus rotem Backstein wurde am 18. Mai 1879 als Kriegerdenkmal auf der Wilhelmshöhe eröffnet, wie der Berg seit der Kaiserzeit auch hieß. Den Bau hatte der Prediger Johann Wilhelm Melcher 1859 beantragt. Am Sockel erinnern Gedenktafeln an die Kriege von 1864, 1866 und 1870/71. In der DDR-Zeit verfiel der Turm, nach der Wende wurde er saniert und 1995 wieder eröffnet.

Der Aufstieg beginnt an Treppenstufen am Ende der Melcherstraße. Von oben reicht der Blick über die Stadt und das Oderbruch bis zur Oder. Der Galgenbergturm war nach gut 16 Kilometern mein vierter Turm und damit der letzte Stempel auf der Karte.

Gut zu wissen

  • Frag vor dem Besuch bei der Tourist-Information in der Uchtenhagenstraße oder beim jeweiligen Betreiber nach den Öffnungstagen der Türme.
  • Mit der Bahn kommst du mit der RB 60 zum Bahnhof Bad Freienwalde (Oder). Der Bismarckturm liegt rund zwei Kilometer außerhalb der Stadt.

Unterwegs war Sebastian. Mehr über mich