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Die Strecke von Falkenberg nach Bad Freienwalde ist 18,7 Kilometer lang und verbindet die vier Türme des Bad Freienwalder Turmdiploms. Der Weg führt durch die Höhen am Rand des Oderbruchs, am Ende geht es durch Kurpark und Altstadt zum Bahnhof. Hin und zurück fährst du mit der RB 60.
Gelaufen bin ich die Tour am 2. Oktober 2021, einem Samstag.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
18,7 km
Gehzeit
4:02 h
Art
Strecke
Start
Bahnhof Falkenberg (Mark)
Ziel
Bahnhof Bad Freienwalde (Oder)
ÖPNV
RB 60 zum Start und zurück, in Eberswalde Anschluss an den RE 3 nach Berlin
- Mit der Bahn erreichbar
Gelaufen am 2. Oktober 2021
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Darum lohnt sich die Tour
- Vier Türme an einem Tag: Bismarckturm, Eulenturm, Schanzenturm und der Aussichtsturm auf dem Galgenberg gehören zum Bad Freienwalder Turmdiplom.
- Der Schanzenturm steht an einer Skisprunganlage mit vier Schanzen mitten im Wald.
- Der Eulenturm gehört zum Haus der Naturpflege, das Erna und Kurt Kretschmann 1960 gegründet haben.
- Am Ende kommen Kurpark, Schloss, Kirchen und Rathaus von Bad Freienwalde, und der Bahnhof liegt wie der Start an der RB 60.
Anreise
Zurück
Ab Bad Freienwalde (Oder) mit der RB 60 nach Eberswalde Hbf und von dort mit dem RE 3 nach Berlin
Falkenberg (Mark) und Bad Freienwalde (Oder) liegen beide an der RB 60. Für Hin- und Rückfahrt brauchst du also dieselbe Linie.
Alle Touren mit Bahnanreise, nach Linien sortiert: Mit der Bahn raus aus Berlin.
Das Turmdiplom
In Bad Freienwalde gibt es seit 2004 ein Turmdiplom. Du bekommst es, wenn du alle vier Türme der Stadt bestiegen hast: Bismarckturm, Eulenturm, Schanzenturm und den Aussichtsturm auf dem Galgenberg.
Der Eintritt gilt zusammen mit einer Stempelkarte, die es an jedem Turm und in der Tourist-Information gibt. An jedem Turm bekommst du einen Stempel. Die vollständige Karte gibst du in der Tourist-Information in der Uchtenhagenstraße ab oder schickst sie per Post. Das Diplom mit deinem Namen wird dir dann überreicht oder zugeschickt.
Der offizielle Turmwanderweg ist rund 12 Kilometer lang. Meine Strecke hat 18,7 Kilometer und folgt ihm nicht in allen Teilen. Ich war an dem Tag auf allen vier Türmen oben und habe mir alle vier Stempel geholt.

Besonderer Ort
Turmdiplom Bad Freienwalde
- Türme Bismarckturm, Eulenturm, Schanzenturm, Galgenbergturm
- Stempelkarte an jedem Turm, Abgabe in der Tourist-Information
- Saison April bis Oktober
Die Route
Von Falkenberg geht es zuerst bergauf in den Wald, dann auf den Höhen von Turm zu Turm. Zum Schluss führt der Weg durch Kurpark und Altstadt nach Bad Freienwalde hinunter. Alle vier Türme stehen direkt am Weg.
Von Falkenberg in den Wald
Vom Bahnhof Falkenberg (Mark) gehst du ein paar hundert Meter durch den Ort. An der Dorfstraße steht die Dorfkirche, ein Fachwerkbau mit Backsteinturm.

Hinter dem Ort steigt der Weg in die Falkenberger Höhen an. Der Abschnitt hat Anstiege, Schluchten und eine Kante, an der die Hochfläche zum Oderbruch abfällt.
Bismarckturm
Der erste Turm ist der Bismarckturm, nach gut viereinhalb Kilometern. Er steht auf dem Schloßberg, rund zwei Kilometer nordwestlich der Stadt. Er wurde 1895 gebaut, ist rund 28 Meter hoch und hat 112 Stufen. Heute ist er ein Aussichtsturm und die erste Station des Turmdiploms.
Von oben reicht der Blick über das Oberbarnim bis zum Schiffshebewerk Niederfinow und auf die Altstadt von Bad Freienwalde mit St. Nikolai.


Märkischer Watzmann und die Höhenwege
Kurz hinter dem Turm führt der Weg am Märkischen Watzmann vorbei. So heißt hier ein Hügel mit Gipfelkreuz. Gleich dahinter steht ein Holzbrett mit Wanderersymbol und der Aufschrift „Reinhold Messner war hier“.


Danach geht es durch Hangwald, teils steil und mit freiliegenden Wurzeln. Am Weg hängt ein Wegzeichen mit einem Turm darauf.



Am Weg liegt ein kleiner Waldteich. Bis zum nächsten Turm sind es von hier noch rund fünf Kilometer.
Eulenturm und Haus der Naturpflege
Nach rund elf Kilometern kommt der Eulenturm. Er ist ein 13 Meter hoher Holzturm mit Kreuzstreben und 54 Stufen. Er steht am Haus der Naturpflege und ersetzte 2003 den alten Wackelturm.

Das Haus der Naturpflege gründeten Erna und Kurt Kretschmann 1960 als Lehrgarten für praktischen Naturschutz. 1983 verkauften sie es an die Stadt, seit 1995 betreibt ein Förderverein das Haus. Zum Gelände gehören ein Garten, ein Naturschutzmuseum und ein Mulchgarten.
Schanzenturm in der Ski-Arena
Der dritte Turm steht im Papengrund an der Ski-Arena und ist 38 Meter hoch. Die Anlage hat vier Sprungschanzen mit den K-Punkten K10, K20, K40 und K60. Die größte heißt seit 2017 Helmut-Recknagel-Schanze, nach dem Skispringer Helmut Recknagel. Betreiber ist der Wintersportverein Bad Freienwalde 1923.


An der Anlage stehen bunte alte Skier der Marke Germina in einer Mauernische. Der Schanzenturm war nach rund 13 Kilometern mein dritter Turm. Vom Turm geht der Blick auf die Schanzen und in den Papengrund hinunter.
Kurpark und Papenmühle
Nach dem Schanzenturm geht es hinunter zum Kurviertel. Der Kurpark mit dem Papenteich gehört zum historischen Kurviertel von Bad Freienwalde. Am Teich steht die Papenmühle, ihr Name steht groß an der Fassade, das Haus spiegelt sich im Wasser.

Die Papenmühle war früher eine Mühle. Von hier sind es noch gut zwei Kilometer bis zum letzten Turm.
Galgenbergturm
Der vierte Turm ist der Aussichtsturm auf dem Galgenberg, nach gut 16 Kilometern. Der Backsteinturm wurde 1879 als Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege von 1864, 1866 und 1870/71 eröffnet.


Von oben reicht der Blick über Bad Freienwalde und den Oderbruch. Er ist 26 Meter hoch. Den Bau hatte der Prediger Johann Wilhelm Melcher 1859 beantragt. In der DDR-Zeit verfiel der Turm, nach der Wende wurde er saniert und 1995 wieder eröffnet. Der Galgenbergturm war nach gut 16 Kilometern mein vierter Turm und der letzte Stempel auf der Karte.
Durch die Altstadt zum Bahnhof
Vom Galgenberg geht es hinunter in die Stadt. Auf einer Hauswand ist ein großes Wandbild mit dem Stadtwappen zu sehen, einer grünen Eiche mit zwei roten Rädern. Danach kommt das Schloss Freienwalde. Es wurde 1798/99 nach Plänen von David Gilly für Königin Friederike Luise gebaut. 1909 kaufte Walther Rathenau das Schloss und richtete es als Sommersitz her.


Danach folgt die Georgenkirche, ein Fachwerkbau, der heute als Konzerthalle genutzt wird. Am Markt steht das klassizistische Rathaus.


Kurz vor dem Bahnhof liegt die Stadtkirche St. Nikolai, eine große Backsteinkirche mit hohem Turm.

Am Bahnhof Bad Freienwalde (Oder) endet die Tour. Die Stempelkarte für das Turmdiplom gibst du in der Tourist-Information in der Uchtenhagenstraße 3 ab.
Gut zu wissen
- Den Track findest du bei Komoot.
- Die Türme sind von April bis Oktober geöffnet, die genauen Zeiten unterscheiden sich je nach Turm. Frag vorher bei der Tourist-Information nach, Telefon (03344) 150 890.
- Sind die Türme geschlossen, geht das Turmdiplom auch digital mit der App Actionbound. Du brauchst mindestens 300 von 400 Punkten und holst das Diplom danach in der Tourist-Information ab.
- Die Strecke führt fast nur durch Wald, mit mehreren Anstiegen und steilen Wegen mit Wurzeln. Feste Schuhe helfen.
Fazit
Alle vier Türme des Diploms liegen an dieser Strecke, dazu kommen Wald und eine Altstadt mit Schloss auf den letzten Kilometern. Von Bahnhof zu Bahnhof lässt sich das gut an einem Tag gehen.
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