Das Raumflugplanetarium „Juri Gagarin“ steht am Lindenplatz in Cottbus, nah an der Spree und im Denkmalensemble Kleines Spreewehr. Es wurde am 26. April 1974 eröffnet und steht unter Denkmalschutz.
Entstehung
Die Planungen für ein Planetarium in Cottbus reichen bis 1966 zurück. Gebaut wurde von 1972 bis 1974 nach einem Entwurf von Gerhart Müller, so führt es die Denkmaldatenbank. Der Neubau kostete zwei Millionen Mark. Am Bau waren Lehrlinge des Stadtbaubetriebs und Studierende der Fachschule für Bauwesen beteiligt. Namensgeber ist der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin, der am 12. April 1961 als erster Mensch die Erde im Orbit umkreiste.
Kuppel und Technik
Die Projektionskuppel hat einen Durchmesser von 12,5 Metern und besteht aus perforiertem Metall. Im Saal gibt es 91 feste Sitzplätze. Seit der Sanierung von Januar bis Juni 2013 steht dort der Sternenprojektor Chronos 2 des japanischen Herstellers Goto, dazu kommt ein Videosystem, das Bilder über die ganze Kuppel legt. Im Foyer steht eine Bronzebüste Juri Gagarins von Gerhard Rommel, eine Dauerleihgabe des Landes Berlin und des Kunstarchivs Beeskow.
Die Jahre danach
Schon kurz nach der Eröffnung kamen sehr viele Besucher*innen. Astronaut*innen hielten Vorträge, Sigmund Jähn besuchte das Haus am 5. Dezember 1978, kurz nach seinem Raumflug. Nach 1990 wurde Astronomie als Pflichtfach abgeschafft, die Schulklassen blieben aus und die Einnahmen sanken. Ein Förderverein wurde gegründet. Heute ist ein gemeinnütziger Verein Träger des Planetariums.
Heute
Das Programm besteht aus Shows, Konzerten und Vorträgen. Dazu gehört die Show „Pücklers Garten“, eine Wanderung durch den Branitzer Park. Das Haus hat keine festen Öffnungszeiten, Besuche sind nur zu den Veranstaltungen laut Spielplan möglich. Im Juli 2026 übergab der Lausitz-Beauftragte der Stadt einen Förderbescheid über mehr als 296.000 Euro für zwei neue Laserprojektoren.
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Steckbrief
Ort
Lindenplatz 21, Cottbus
Gebaut
1972 bis 1974, eröffnet am 26. April 1974
Zustand
denkmalgeschützt
Bahnanschluss
RE 2 bis Cottbus Hbf, von dort zu Fuß
Am Weg
Liegt an der Tour Rundweg durch Cottbus: Altstadt, Spree und Branitzer Park.
