An der Mommsenstraße in Berlin-Charlottenburg füllt eine Frau mit langem Zopf und strengem Blick eine ganze Giebelwand. In der Faust hält sie den Fernsehturm, als wäre er ein Zepter. Gemalt hat sie der Venezolaner Alfalfa im Juli 2017 für die Reihe ONE WALL von Urban Nation.
Was auf der Wand zu sehen ist
Das Bild besteht fast nur aus feinen grauen, schwarzen und weißen Linien. Hinter dem Kopf liegt eine helle Scheibe wie ein Heiligenschein, der Zopf fällt über die Schulter. Aus der Nähe siehst du, wie viel Schraffur in dieser Wand steckt.
Einen offiziellen Titel gibt es nicht. „Göttin“ hat sich als Name eingebürgert, weil die Figur genau so auftritt. Es heißt auch, in ihr steckten gleich drei Göttinnen, eine nordische, eine griechische und eine einheimische. Belegt ist diese Deutung nicht.
Der Künstler
Alfalfa heißt Nicolás Sánchez und wurde 1983 in Mérida in Venezuela geboren. Er kommt aus einer Familie, die Buntglasfenster herstellt, hat früh gezeichnet und sich das Malen selbst beigebracht. Heute lebt er in Montevideo und Venezuela. Seine Wandbilder malt er aus dem Eimer statt aus der Dose, und fast immer geht es um mythische Figuren. Mehr steht bei Urban Nation.
Zur Entstehung
Die Göttin entstand im Juli 2017 für ONE WALL. In dieser Reihe lädt das Museum Urban Nation Künstler*innen ein, jeweils eine große Wand in Berlin zu gestalten. Das Haus steht nur ein paar Schritte vom S-Bahnhof Charlottenburg entfernt.
Steckbrief
Künstler*in
Alfalfa (Nicolás Sánchez)
Ort
Mommsenstraße 40, Charlottenburg
Entstanden
Juli 2017, ONE WALL von Urban Nation
Nächste Haltestelle
S Charlottenburg, ca. 180 m
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Mehr Streetart
Ebenfalls in Charlottenburg: Reification von Nevercrew an der Zillestraße und Tea Time! an der Bleibtreustraße. Weitere Wandbilder in Charlottenburg findest du unter Charlottenburg. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
