Unterwegs zu Fuß

Britzer Garten: Landschaftspark der Bundesgartenschau 1985

Tulpenbeet mit dunklen Stahlelementen am Seeufer im Britzer Garten in Britz

Tulpenbeet und dunkle Stahlelemente am Seeufer im Britzer Garten in Britz.

Der Britzer Garten liegt im Süden von Neukölln, im Ortsteil Britz. Er entstand für die Bundesgartenschau 1985 und wurde am 26. April 1985 eröffnet. Heute ist er ein Landschaftspark von rund 90 Hektar mit einem See in der Mitte, den ein Weg umrundet.

Vom Acker zur Gartenschau

Vor 1985 war das Gelände Ackerland am südlichen Rand West-Berlins. Den Park entwarf der Landschaftsarchitekt Wolfgang Miller, der auch die Anlage leitete. Das Zentrum bildet ein künstlich angelegter See von etwa zehn Hektar. Mit dem Aushub wurde die Umgebung modelliert: Rund um den See entstanden drei Hügel, die bis zu 63 Meter über dem Meeresspiegel liegen und Ausblicke über die Anlage geben. Kennzeichnend sind außerdem runde Plätze in der Mitte, von denen Wege und lange Sichtachsen ausgehen.

Der Garten heute

Hügel, Wiesen und Wasserflächen geben dem Park den Rahmen, dazu kommen Themengärten. Der Rosengarten misst 12.000 Quadratmeter, der Karl-Foerster-Staudengarten 10.000. Die Saison beginnt mit einer Tulpenschau, später folgen Rhododendren und Azaleen, ab Mitte August die Dahlien. Ein Weg führt um den gesamten See und ist im Westen und Norden als Promenade gestaltet. Betrieben wird der Garten von Grün Berlin.

Der Eintritt ist kostenpflichtig. Eingänge gibt es unter anderem am Buckower Damm, an der Mohriner Allee, an der Tauernallee und am Sangerhauser Weg, außerdem am Massiner Weg und an der Blütenachse.

Was es im Park gibt

Neben dem Rosengarten gibt es weitere Themengärten, laut Betreiber unter anderem den Geologischen Garten und den Hexengarten. Der Karl-Foerster-Staudengarten ist derzeit nur eingeschränkt zugänglich. Für Kinder gibt es Wasserspielplätze und die Spiellandschaft am Lehmdorf. Auf dem Gelände leben Tiere, darunter Schafe, dazu kommen ein Bienenhaus und ein Modellboothafen. Wer nicht alles zu Fuß gehen möchte, kann die Parkeisenbahn nehmen, die durch das Gelände fährt.

Zur Einkehr gibt es das Café am See und die Milchbar, außerdem das Restaurant Seeterrassen. Die Tourismusseite des Bezirks beschreibt seinen Bau als großen Maulwurfshügel.

Zum Park gehört auch die Britzer Mühle am Buckower Damm, eine Holländerwindmühle von 1865, die seit 1955 unter Denkmalschutz steht.

Über das Jahr verteilt gibt es Blütenschauen wie Tulipan und das Dahlienfeuer, dazu Workshops, Konzerte und das Klassik Open Air.

Der Garten ist weitgehend barrierefrei und hat rollstuhlgerechte Toiletten. Ein Audiowalk und der Plan „Walk ’n’ Roll“ stehen auf der Seite des Betreibers zum Download bereit. Tageskarten und eine Jahreskarte gibt es im Onlineshop.

Planer*in

Wolfgang Miller, Landschaftsarchitekt

Ort

Mohriner Allee 152 und weitere Eingänge, Britz

Gebaut

1985, Bundesgartenschau

Zugang

Eintritt kostenpflichtig, Eingänge am Buckower Damm, an der Mohriner Allee, Tauernallee, am Sangerhauser Weg, am Massiner Weg und an der Blütenachse

Zustand

erhalten, als Park genutzt

Nächste Haltestelle

Bus M44 bis Britzer Garten (Buckower Damm), Bus 181 bis Rotkopfweg (Mohriner Allee), Bus 179 bis Sangerhauser Weg

HRotkopfweg
Der Garten ist nur ungefähr eingezeichnet. Das H markiert eine Haltestelle am Rand.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Am Weg

Ich bin hier auf meiner Tour durch Britz vorbeigekommen: Britz.

Unterwegs war Sebastian. Mehr über mich