Das Corbusierhaus an der Flatowallee, 1956 bis 1958 gebaut.
Das Corbusierhaus steht an der Flatowallee 16 in Westend. Le Corbusier hat es entworfen, gebaut wurde es von 1956 bis 1958 im Rahmen der Interbau. Es ist das dritte Haus dieses Typs nach Marseille und Nantes, ein Wohnhaus mit 17 Geschossen auf Stützen.
Vom Hansaviertel auf den Olympischen Hügel
Le Corbusier hatte das Haus zuerst für das Hansaviertel geplant. Dort war es zu groß, und so kam es auf den Olympischen Hügel. Zur Interbau 1957 war nur die Baustelle zu besichtigen, die ersten Mieter zogen 1958 ein. Das Haus ist 53 Meter hoch und 23 Meter breit, die Wohnungen werden über innenliegende Straßen erschlossen.
Die Raumhöhe
Le Corbusier hatte für die Wohnungen nach seinem Maßsystem Modulor eine Raumhöhe von 2,26 Metern vorgesehen. Die Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus verlangten mindestens 2,50 Meter, und er gab nach. Bauvorschriften erzwangen noch weitere Änderungen und kürzten die geplante Infrastruktur, vom fertigen Haus distanzierte sich der Architekt.
Seit 1979 Eigentumswohnungen
1979 kaufte die Firma Bendzko das Haus und wandelte die Mietwohnungen in Eigentumswohnungen um. In den Jahren 1983 und 1984 wurde der Beton repariert. Seit 1994 steht das Corbusierhaus unter Denkmalschutz.
Steckbrief
Architekt
Le Corbusier
Ort
Flatowallee 16, Berlin-Westend
Gebaut
1956 bis 1958
Zustand
erhalten, Baudenkmal
Nächste Haltestelle
S Olympiastadion (S3, ca. 140 m), Flatowallee/Olympiastadion (ca. 330 m), Mohrunger Allee (ca. 440 m)
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Am Weg
Ich bin hier auf meiner Tour durch Westend vorbeigekommen: Westend.
