An der Mittelstraße in Lutherstadt Wittenberg hockt ein Mädchen mit grünem Kopftuch auf einer Giebelwand. Die Hände hält sie halb geöffnet vor den Mund, neben ihr flattern zwei kleine Drachen. Dazu steht in Herakuts Handschrift: „Sie heißen Geduld und Zuversicht und ihr Schicksal liegt in meinen Händen.“ Das Duo hat das Bild 2016 beim KURA Festival gemalt.
Was auf der Wand zu sehen ist
Das Mädchen hat den großen Kopf und die wachen Augen, die fast alle Figuren von Herakut haben. Es sieht aus, als hätte sie die beiden Drachen gerade erst aus ihren Händen gelassen. Um sie herum sind kleine Sterne auf die Wand gezeichnet. Nimmst du den Satz daneben ernst, dann sind das nicht irgendwelche Tiere, sondern zwei Eigenschaften, auf die sie gut aufpassen muss.
Von hier schaust du die Straße hinunter auf die Stadtkirche. Gegenüber hat Innerfields die Media Magdalena gemalt.
Das Duo
Herakut sind Jasmin Siddiqui, genannt Hera, und Falk Lehmann, genannt Akut. Sie malen Figuren mit fotorealistischen Gesichtern und setzen handgeschriebene Sätze daneben. In Berlin stehen ihre Wandbilder unter anderem an der Greifswalder Straße und an der Luckauer Straße.
Zur Entstehung
Das Bild entstand beim KURA Festival 2016, das Ende Mai stattfand. Organisiert wird das Festival vom Wittenberger Verein wbmotion. Wenn du wissen willst, wo Herakut sonst in Deutschland gemalt hat, findest du bei fotoeins eine Übersicht mit Fotos.
Steckbrief
Künstler*in
Herakut (Jasmin Siddiqui und Falk Lehmann)
Ort
Mittelstraße 20, Lutherstadt Wittenberg
Entstanden
Mai 2016, KURA Festival
Nächste Haltestelle
Lutherstadt Wittenberg Altstadt (Regionalbahn), ca. 610 m
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Mehr Streetart
Ein zweites Wandbild von Herakut in Wittenberg ist das Mädchen im Astronautenhelm am Alten Bahnhof. Alle Bilder des Duos findest du unter Herakut. Weitere Wandbilder in Wittenberg findest du unter Lutherstadt Wittenberg. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
