Ein Bär sitzt im Profil an einer orangefarbenen Hausfassade und blickt zu einem blonden Kind, das konzentriert auf ein Tablet schaut. „Trialog“ von Innerfields steht an der Möckernstraße in Berlin-Kreuzberg, direkt am Park am Gleisdreieck.
Was auf der Wand zu sehen ist
Der Bär ist in dunklen Grau- und Brauntönen gemalt, das Kind trägt einen gestreiften Pulli mit Weste. Der Hintergrund bleibt flächig: In hellerem Orange sind Baumsilhouetten und kleine Vögel in den Putz gesetzt, die Fenster der Fassade laufen durch das Bild.
Es geht darum, was wir sehen und was wir übersehen, seit wir ständig auf Bildschirme schauen. Innerfields nennen das Bild einen ziemlich unbequemen Spiegel unserer Gegenwart. Den Titel lese ich so: Am Gespräch sind drei beteiligt, das Kind, der Bär und das Gerät dazwischen.
Das Kollektiv
Innerfields sind ein Berliner Kollektiv, das seit 1998 besteht. Heute bilden es Jakob Tory Bardou und Holger Weißflog, früher gehörte auch Veit Tempich dazu. Vom Graffiti-Schriftzug haben sie sich zur figürlichen Wandmalerei entwickelt. Mensch, Natur und Technik sind ihr Dauerthema.
Zur Entstehung
Trialog ist kein Festivalbild, sondern eine Auftragsarbeit für ein Wohnhaus. Das Motiv stammt aus der Leinwandserie „Blindspot“ und wurde für die Fassade neu angelegt. Es gilt als eines der ältesten erhaltenen Wandbilder des Kollektivs in Berlin. Das Entstehungsjahr ist nicht belegt.
Steckbrief
Künstler*in
Innerfields (Jakob Tory Bardou und Holger Weißflog)
Titel
Trialog
Ort
Möckernstraße 106, Kreuzberg
Entstanden
nicht belegt
Nächste Haltestelle
U Möckernbrücke (U1, U3, U7), ca. 410 m
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Mehr Streetart
Mehr von Innerfields: der Papageienmann und Virtual Reality versus Street Art in Prenzlauer Berg. Alle Bilder stehen unter Innerfields. Weitere Wandbilder in Kreuzberg findest du unter Kreuzberg. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
