An der Dobschützstraße in Lutherstadt Wittenberg sitzt ein Bär mit seinem Jungen im Baum, dazu kommen Lachse und ein rosa Vogel. Der Spanier Dulk hat „Where we used to scream“ im Mai 2017 beim KURA Festival gemalt. Auf den ersten Blick ist es ein Bild wie aus einem Kinderbuch, auf den zweiten geht es um Leben und Tod.
Was auf der Wand zu sehen ist
Lachse schwimmen gegen den Strom zurück zu dem Ort, an dem ihr Leben begann. Unterwegs warten Bären und Vögel auf sie. Dulk erzählt genau diese Reise und hat dem Bild einen Gedanken mitgegeben: zur Quelle zurückkehren, um das Erbe weiterzugeben.
Der Fisch ist kein Zufall. Im Wittenberger Stadtwappen schwimmt ein silberner Fisch, und Dulk liest ihn als Lachs. So wird aus einem Detail des Wappens eine ganze Tierszene.
Der Künstler
Dulk heißt Antonio Segura Donat und wurde 1983 in Valencia geboren. Als Kind hat er Tiere aus Lexika abgezeichnet, später kamen Illustration und Grafikdesign dazu. Tiere sind sein Thema geblieben. Er malt sie detailverliebt und bunt, meint es aber ernst: Es geht ihm um die Natur und darum, wie bedroht sie ist. Mehr über ihn steht auf seiner Website.
Zur Entstehung
Das Wandbild entstand im Mai 2017 mit Unterstützung des KURA Festivals, das der Wittenberger Verein wbmotion organisiert. Dulk hat die Arbeit damals bei StreetArtNews vorgestellt.
Steckbrief
Künstler*in
Dulk (Antonio Segura Donat)
Titel
Where we used to scream
Ort
Dobschützstraße 2B, Lutherstadt Wittenberg
Entstanden
Mai 2017, KURA Festival
Nächste Haltestelle
Lutherstadt Wittenberg Altstadt (Regionalbahn), ca. 780 m
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Mehr Streetart
Gleich um die Ecke hat Herakut das Mädchen im Astronautenhelm gemalt. Ein Stück weiter stehen die Hände von Case Maclaim. Weitere Wandbilder in Wittenberg findest du unter Lutherstadt Wittenberg. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
