Am Hainleiteweg in Berlin-Spandau ist eine ganze Hochhauswand rot. Von oben bis unten ziehen sich schwarz-weiße, verschlungene Formen darüber. Gita Kurdpoor hat „Metamorphosis“ im November 2020 gemalt. Es war ihr erstes Wandbild, und gleich eines mit 25 Metern Höhe.
Was auf der Wand zu sehen ist
Aus der Ferne wirkt die Wand wie ein dichtes Geflecht. Aus der Nähe zerfällt es in gestreifte Schläuche, Spiralen und Kreise. Dazwischen sitzen schwarze Kugeln in weißen Kränzen, die wie Blüten aussehen. Kurdpoor zeigt ineinander verschlungene Kokons, aus denen neues Leben wird.
Das Bild entstand mitten in der Pandemie, und genau darum geht es: innehalten, wenn die Welt stillsteht, an sich arbeiten und danach wieder aufblühen. Das kräftige Rot sorgt dafür, dass du die Zeichnung schon von Weitem lesen kannst.
Die Künstlerin
Gita Kurdpoor wurde in Bukan im iranischen Kurdistan geboren und kam als Kind über Minsk nach Berlin. Sie ist Autodidaktin, hat früher als Make-up-Artist gearbeitet und lässt sich beim Malen von ihren Gefühlen leiten. In Spandau hat sie selbst einmal gewohnt.
Zur Entstehung
Den Auftrag gab die Deutsche Wohnen, der das Haus gehört. Die Wand ist 25 Meter hoch und rund 12 Meter breit. Kurdpoor hat dafür 200 Liter Farbe und 100 Sprühdosen verbraucht und war nach einer Woche fertig. Die Zahlen stammen aus der Mitteilung des Unternehmens.
Steckbrief
Künstler*in
Titel
Metamorphosis
Ort
Hainleiteweg 1, Falkenhagener Feld (Spandau)
Entstanden
November 2020
Nächste Haltestelle
Bahnhof Spandau, ca. 1,8 km
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Mehr Streetart
Von Gita Kurdpoor findest du auf dieser Seite ein zweites Wandbild: Blossom an der Leopoldstraße in Lichtenberg. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
