Zwei Köpfe im Profil blicken in entgegengesetzte Richtungen, einer jung mit dichten Locken, einer alt mit langem Bart. Sie sehen aus wie antike Marmorbüsten, sind aber in warmen Rot-, Orange- und Violetttönen gemalt und von Graffiti-Schriftzügen überzogen. Das spanische Duo PichiAvo hat die Wand im September 2019 an der Friedrichstraße in Berlin-Kreuzberg gemalt.
Was auf der Wand zu sehen ist
Zu sehen ist Janus, der römische Gott der Anfänge, der Tore und Übergänge, der Zeit und der Zweiheit. Deshalb die zwei Gesichter. Die Köpfe wirken plastisch wie Stein, darüber liegen bunte Buchstaben, Tags und Pfeile, die zum Teil durch die Gesichter hindurchscheinen. Aus dem Abstand siehst du zuerst die Skulptur, aus der Nähe die Schrift.
Die Wand ist etwa 17 mal 16 Meter groß. Die Fenster des Hauses laufen mitten durch das Bild.
Das Duo
PichiAvo sind Pichi und Avo aus Valencia, die seit 2007 zusammen sprühen. Ihr Markenzeichen sind Figuren aus der griechischen und römischen Antike, die sie mit Graffiti verbinden.
Zur Entstehung
Die Wand entstand zum zweiten Berlin Mural Fest. Wie, das zeigen die beiden mit Video auf ihrer Website. Am selben Haus malte zum Festival auch der Künstler Aryz. Einen eigenen Titel haben PichiAvo der Wand nicht gegeben, „Janus“ beschreibt das Motiv.
Steckbrief
Künstler*in
Ort
Friedrichstraße 9/Franz-Klühs-Straße, Kreuzberg
Entstanden
September 2019, Berlin Mural Fest
Nächste Haltestelle
U Hallesches Tor (U1, U3, U6), ca. 230 m
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Mehr Streetart
Rund um den Mehringplatz findest du außerdem Make Art Not War, die Hoodie Birds und den Elefanten von Jadore Tong. Weitere Wandbilder in Kreuzberg findest du unter Kreuzberg. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
