Ein großes, ovales Gesicht in Grautönen füllt die Wand: links ein Kinderauge mit einer Träne, rechts ein zweites Gesicht, eine Frau im Profil mit wehendem Haar. Caro Pepe und WESR haben das Bild 2018 an der Fanny-Zobel-Straße in Berlin-Treptow gemalt.
Was auf der Wand zu sehen ist
Auf der Stirn sitzt ein kleiner roter Apfel, unter dem Kinn öffnet sich ein roter Ring, hinter dem Oval liegt eine zartrosa Fläche. Im oberen Teil löst sich eine Skyline in senkrechten Streifen auf, die Schatten laufen wie Farbschleier über das Gesicht. Vieles bleibt rätselhaft, und genau das macht den Reiz aus.
Das eine Auge ist kein Zufall: Einäugige Frauenfiguren sind das Markenzeichen von Caro Pepe. Sie stehen dafür, dass wir alle nur einen Teil der Wahrheit sehen.
Die Künstler*innen
Caro Pepe kommt aus Argentinien, hat in Buenos Aires und Madrid als Art-Direktorin in der Werbung gearbeitet und lebt seit 2012 in Berlin. WESR heißt Danny Figueroa, wurde 1980 in Peru geboren, wuchs in Lima auf und kam 2008 nach Berlin. In seinem Stil mischen sich Futurismus, indigene peruanische Kunst und Manga.
Zur Entstehung
Einen Titel und einen Anlass für das Wandbild habe ich nicht belegen können. Unten auf der Wand stehen die Namen der beiden.
Steckbrief
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Mehr Streetart
Caro Pepe hat auch am Wandbild in Altglienicke mitgemalt. Auf der anderen Seite der Spree, in Alt-Stralau, sitzt Herakuts Affe. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
