Tiere hängen kopfüber an Seilen von der Dachkante: ein Hase, ein Storch, ein Rehbock, darunter liegt ein Stier auf einem Wildschwein. Der belgische Künstler ROA hat „Nature Morte“ 2011 auf eine Brandwand an der Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg gemalt, Ecke Manteuffelstraße.
Was auf der Wand zu sehen ist
„Nature morte“ ist das französische Wort für Stillleben, wörtlich „tote Natur“. ROA nimmt den Begriff beim Wort und hängt erlegtes Wild an die Wand, so wie es auf alten Jagdstillleben zu sehen ist. Das Bild ist fast ganz in Schwarz und Weiß gehalten. Aus der Nähe siehst du, wie fein Fell und Federn mit der Sprühdose gemalt sind.
Rund um das Bild haben sich über die Jahre Graffiti und Tags angesammelt. Das gehört inzwischen zum Eindruck dieser Wand.
Der Künstler
ROA wurde 1975 in Gent geboren und hält seinen Namen geheim. Schon als Junge zeichnete er Vogelskelette und Tierschädel. Für seine Wandbilder wählt er oft Tiere, die in der jeweiligen Gegend heimisch sind. In Berlin gibt es von ihm außerdem ein Bild mit Ratten an der Schönhauser Allee.
Zur Entstehung
Anlass war die Ausstellung „Transit“ der Galerie Skalitzers Contemporary Art. Mehr zum Bild steht bei berlin.de.
Steckbrief
Künstler*in
Titel
Nature Morte
Ort
Oranienstraße 2, Kreuzberg
Entstanden
2011
Nächste Haltestelle
U Görlitzer Bahnhof (U1, U3), ca. 140 m
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Mehr Streetart
Nur ein paar Häuser weiter schwebt der Astronaut von Victor Ash. Weitere Wandbilder in Kreuzberg findest du unter Kreuzberg. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
