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Katerina Voronina: Brave Wall an der Gitschiner Straße

Wandbild Brave Wall von Katerina Voronina an der Gitschiner Straße in Berlin-Kreuzberg: schwarzes Frauenprofil, in dem Menschen verschiedener Generationen stehen

Das Profil zeigt die brasilianische Menschenrechtsverteidigerin Marielle Franco.

Ein schwarzes Frauenprofil ragt acht Stockwerke hoch über eine Hochhauswand an der Gitschiner Straße in Berlin-Kreuzberg. In der Silhouette stehen Menschen: eine ältere Frau mit Rollator, eine Person im weißen Kittel, eine Demonstrantin mit Friedenszeichen, eine Absolventin mit Buch. Katerina Voronina hat die „Brave Wall“ im März 2021 gemalt.

Was auf der Wand zu sehen ist

Das Profil gehört Marielle Franco, einer brasilianischen Menschenrechtsverteidigerin, die 2018 in Rio de Janeiro ermordet wurde. Voronina füllt es mit kleinen Szenen im flachen, grafischen Stil, in Blau, Orange, Schwarz und Weiß. Aus der Ferne wirkt das Bild wie ein Schattenriss, aus der Nähe erkennst du die einzelnen Figuren. Es erzählt vom Mut ganz verschiedener Menschen.

Oben steht „Brave Wall“, unten das Logo von Amnesty International und die Signatur „KV 2021“. Von der Hochbahn zwischen Prinzenstraße und Kottbusser Tor aus siehst du die Wand im Vorbeifahren.

Die Künstlerin

Katerina Voronina wurde in Moskau geboren, lebte zwei Jahre in Tel Aviv und kam 2018 nach Berlin. Bekannt ist sie für Illustrationen von Stadtszenen voller Figuren. Marielle Franco habe sie tief beeindruckt, sagt sie: eine starke, mutige Frau, die unerschütterlich gegen Machtstrukturen kämpfte.

Zur Entstehung

Die Wand entstand für die Kampagne „Stand Up for the Brave“ von Amnesty International, zusammen mit dem Urban Nation Museum. Eingeladen waren bewusst nur Künstlerinnen, denn Street Art ist nach wie vor ein von Männern geprägtes Feld. Fünf Berlinerinnen reichten im Herbst 2020 Entwürfe ein, eine Jury wählte Voronina aus.

Vorgestellt wurde das Bild am 8. März 2021, dem Internationalen Frauentag. Es ist die erste Brave Wall in Berlin. Die Reihe begann 2017 in London und würdigt weltweit Menschen, die sich für Menschenrechte einsetzen.

Künstler*in

Katerina Voronina

Titel

Brave Wall

Ort

Gitschiner Straße 64 bis 67, Kreuzberg

Entstanden

März 2021, Amnesty International und Urban Nation

Nächste Haltestelle

U Prinzenstraße (U1, U3), ca. 170 m

RitterstraßeBergfriedstraßeBöcklerstraßePrinzenstraßeHPrinzenstraße
Der Standort liegt in der Nähe der Adresse und ist nur ungefähr eingezeichnet. Das H markiert die nächste Haltestelle.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Mehr Streetart

Ganz in der Nähe: Daphne und Apollo an der Wassertorstraße und Sweet Sin an der Prinzenstraße. Weitere Wandbilder in Kreuzberg findest du unter Kreuzberg. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.

Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.