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Ruine der Stadt- und Hauptkirche in Gubin

Ruine der Stadt- und Hauptkirche in Gubin: dachlose Backsteinmauern mit leeren Spitzbogenfenstern und dem Turm

Das Kirchenschiff ohne Dach, links der Turm.

Bis 1945 war sie die Hauptkirche von Guben, heute steht sie im polnischen Gubin: die Stadt- und Hauptkirche, auf Polnisch Fara. Die gotische Hallenkirche aus Backstein entstand vom 14. bis ins 16. Jahrhundert, der Turm wurde 1557 vollendet. Mit rund 70 Metern Länge zählt sie zu den größten Kirchen der Niederlausitz.

Der letzte Gottesdienst fand an Neujahr 1945 statt. Im Februar brannte die Kirche aus, über die Ursache gehen die Angaben auseinander. Das Dach fehlt bis heute, durch die leeren Spitzbogenfenster sieht man den Himmel. Abgerissen wurde die Ruine nie, in den 1970er Jahren wurde sie gesichert.

Wiederaufbau in kleinen Schritten

Seit 2005 kümmern sich eine polnische Stiftung und ein Gubener Förderverein gemeinsam um die Ruine. Mehr als 2.000 Tonnen Schutt wurden geräumt, die Mauerkronen gesichert. Der Turm bekam 2007 eine neue Haube und bis 2013 eine Stahltreppe mit 365 Stufen. Ein Entwurf mit Glasdach über dem Kirchenschiff ist bisher nicht finanziert. Das Ziel bleibt ein deutsch-polnisches Zentrum für Kultur und Begegnung.

Ob Turm und Innenraum geöffnet sind, wechselt. Frag am besten vorher bei der Touristinformation Guben nach. Gleich neben der Kirche steht das wiederaufgebaute Rathaus mit Kulturhaus und Galerie. Ich bin hier auf meiner Rundtour durch Guben und Gubin vorbeigekommen.

Ort

ulica Westerplatte, Gubin (Polen)

Entstanden

14. bis 16. Jahrhundert, Ruine seit 1945

Gut zu wissen

Ausweis mitnehmen, du überquerst die Grenze

Nächster Bahnhof

Guben, rund 2 km zu Fuß über die Grenzbrücke