Unterwegs zu Fuß

Rund um den Müggelsee: Friedrichshagen, Rahnsdorf und der Spreetunnel

Blick über den Müggelsee mit Segelbooten am Ufer bei Friedrichshagen

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Der Rundweg um den Müggelsee ist 17,4 Kilometer lang und beginnt und endet am S-Bahnhof Friedrichshagen. Du läufst im Uhrzeigersinn: erst durch Friedrichshagen und am Nordufer entlang, dann über Rahnsdorf und das Südufer zurück durch den Spreetunnel. Zum Start kommst du mit der S3.

Gelaufen bin ich die Tour am 27. Juni 2021, einem Sonntag.

Inhalt dieser Tour

Strecke

17,4 km

Gehzeit

3:13 h

Art

Rundweg

Start

S Friedrichshagen

Ziel

S Friedrichshagen

ÖPNV

S3 zum Start und ab Ziel

  • Mit der Bahn erreichbar
  • Einkehr am Weg

Gelaufen am 27. Juni 2021

Karte: Rundweg um den Müggelsee ab S FriedrichshagenRundweg von S Friedrichshagen durch den Ort, am Nordufer des Großen Müggelsees nach Rahnsdorf, über Müggelspree und Südufer und durch den Spreetunnel zurück, 17,4 km, mit acht nummerierten Abschnitten. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung im Uhrzeigersinn.Großer Müggelsee12345678Start und Ziel: S Friedrichshagen1 km
Rundweg ab S Friedrichshagen, 17,4 km im Uhrzeigersinn. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung, die Nummern führen zu den Abschnitten der Route.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Darum lohnt sich die Tour

  • Der Spreetunnel von 1926/27 führt unter der Müggelspree hindurch und steht unter Denkmalschutz.
  • Mit dem Wasserwerk Friedrichshagen und dem Strandbad Müggelsee liegen zwei denkmalgeschützte Anlagen am Weg.
  • Große Teile der Landschaft um den See stehen als Natura-2000-Gebiet unter Schutz.
  • Start und Ziel liegen am S-Bahnhof Friedrichshagen, die S3 bringt dich direkt hin.

Anreise

Hin

S3 bis S Friedrichshagen

Zurück

S3 ab S Friedrichshagen

Start und Ziel liegen am selben Bahnhof. Verbindungen findest du in der Fahrinfo des VBB.

Die Route

Vom Bahnhof geht es zuerst durch Friedrichshagen zum See, dann am Nordufer nach Osten, über Rahnsdorf und die Müggelspree ans Südufer und durch den Spreetunnel zurück.

Bahnhof, Rathaus und Bölschestraße

Die Runde beginnt am Bahnhof Friedrichshagen. Von dort führt die Bölschestraße zum See, eine Hauptstraße von über einem Kilometer Länge. Sie steht als Ensemble unter Denkmalschutz und ist nach dem Schriftsteller Wilhelm Bölsche benannt, der zum Friedrichshagener Dichterkreis gehörte.

Gleich hinter dem Bahnhof steht das ehemalige Rathaus, Bölschestraße 87, gebaut 1897 bis 1899. Dann geht es auf der Bölschestraße weiter nach Süden, bis der Markt kommt.

Markt: Friedrich II. und Christophoruskirche

Auf dem Markt steht das Standbild von Friedrich II. Der König hat Friedrichshagen 1753 als Kolonistendorf gegründet. Die Bronzefigur wurde im Mai 2003 zur 250-Jahrfeier des Ortes wieder aufgestellt.

Am Markt steht auch die Christophoruskirche, die 1901 bis 1903 nach einem Entwurf von Jürgen Kröger gebaut wurde. Am Ende der Runde komme ich hier noch einmal vorbei.

Am Ende der Bölschestraße beginnt der Müggelseedamm, dort liegt die frühere Brauerei.

Bürgerbräu, Müggelpark und Seebad

Am Müggelseedamm liegt die ehemalige Brauerei Berliner Bürgerbräu. Sie entstand 1869, die erhaltenen Gebäude stammen von um 1900 und wurden in den 1920er Jahren umgebaut. Die Anlage steht unter Denkmalschutz.

Dahinter beginnt der Müggelpark, ein Gartendenkmal von 1920/21.

Weiter am Müggelseedamm liegt das Seebad Friedrichshagen, eine kleine Badestelle am Seeufer. Vom Strandbad Müggelsee weiter östlich ist es zu unterscheiden. Danach kommt das Wasserwerk.

Wasserwerk und Nordufer

Ein Stück abseits des Weges liegt das Wasserwerk Friedrichshagen. Es ging 1893 in Betrieb. Richard Schultze entwarf die Anlage im Stil gotischer Klosteranlagen der Mark Brandenburg, die Technik plante Henry Gill. Die alten Anlagen sind stillgelegt, die Gesamtanlage steht unter Denkmalschutz. In den Schöpfmaschinenhäusern ist das Museum im Wasserwerk untergebracht.

Hinter dem Wasserwerk folgt der Weg dem Nordufer des Müggelsees. Auf dem Weg liegt ein sandiger Zugang zum Wasser.

Weiter nach Osten kommt der Fürstenwalder Damm, an dem das Strandbad liegt. Der Weg verläuft dort neben der Straße.

Strandbad Müggelsee

Das Strandbad Müggelsee liegt am Fürstenwalder Damm 838. Es wurde 1929 und 1930 nach Entwürfen von Martin Wagner und Friedrich Hennigs gebaut. Wagner war Stadtbaurat von Berlin. Die Anlage steht unter Denkmalschutz, der Weg führt am Eingang vorbei.

Hinter dem Strandbad geht es weiter am Fürstenwalder Damm. Dann wendet sich der Weg nach Süden.

Mühlenfließ, Rahnsdorf und Kruggasse

Dort quert der Weg das Fredersdorfer Mühlenfließ auf einer blauen Fußgängerbrücke. Das Fließ gehört zum Naturschutzgebiet Müggelsee und Fredersdorfer Mühlenfließ. Auf dem Weg nach Rahnsdorf liegen Wasserläufe und Bootsplätze.

Rahnsdorf ist ein altes Fischerdorf. Im Jahr 1872 traf ein verheerender Brand das Dorf, danach wurde es wieder aufgebaut. Der historische Dorfkern liegt ein Stück abseits der Runde.

An der Kruggasse liegt ein Anleger der Fähre F23. Die Linie verbindet die Anleger Kruggasse, Neu Helgoland, Müggelhort und Müggelwerderweg. Müggelhort und Neu Helgoland liegen später ebenfalls am Weg.

Von der Kruggasse geht es weiter nach Süden. Der Weg folgt jetzt der Müggelspree.

Müggelspree, Neu Helgoland und Südufer

Bei Müggelhort und beim Hotel und Restaurant Neu Helgoland liegen weitere Anleger der F23. Hinter Neu Helgoland wendet sich der Weg nach Westen und läuft am Südufer des Müggelsees entlang, rund fünf Kilometer durch Wald.

Am westlichen Ende des Südufers liegt die Gaststätte Rübezahl mit Terrasse, Waldspielplatz und einem Anleger für Fahrgastschiffe. Von dort geht es zurück Richtung Friedrichshagen.

Spreetunnel, Müggelpark und Rückweg

Der Weg führt durch den Spreetunnel unter der Müggelspree hindurch. Der Tunnel wurde 1926 bis 1927 gebaut und löste den Fährverkehr ab.

Hinter dem Tunnel liegt wieder der Müggelpark, an dem der Weg schon am Anfang vorbeiführte. Von dort geht es zurück in die Bölschestraße, am Markt und an der Christophoruskirche vorbei zum Bahnhof, wo die Runde endet.

Gut zu wissen

  • Den Track findest du bei Komoot.
  • Am Südufer verläuft parallel zum Fußweg der Radfernweg R1, dort sind auch Radfahrende unterwegs. Einkehr gibt es am Südufer beim Rübezahl und im Biergarten des Bürgerbräus in Friedrichshagen, die Öffnungszeiten findest du bei den Betreibern.
  • Das Museum im Wasserwerk ist nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen, Hinweise stehen bei visitBerlin.

Am Weg

Die Strecke berührt die Ortsteile Friedrichshagen, Rahnsdorf, Müggelheim und Köpenick.

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Unterwegs war Sebastian. Mehr über mich