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Die Runde ist 25 Kilometer lang und beginnt und endet am Bahnhof Rheinsberg (Mark). Sie führt von der Stadtkirche am Ufer entlang zum Hafendorf, durch den Wald bis Zechlinerhütte und über Warenthin zurück zum Schloss mit seinem Park. Zum Start kommst du mit der RB 54 aus Löwenberg (Mark), dort hat die RB 12 aus Berlin Anschluss.
Gelaufen bin ich die Tour am 3. Juni 2021, einem Donnerstag.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
25,0 km
Gehzeit
4:46 h
Art
Rundweg
Start
Bahnhof Rheinsberg (Mark)
Ziel
Bahnhof Rheinsberg (Mark)
ÖPNV
RB 54 ab Löwenberg (Mark), dort Anschluss von der RB 12 aus Berlin
- Mit der Bahn erreichbar
Gelaufen am 3. Juni 2021
Darum lohnt sich die Tour
- Schloss Rheinsberg war in den Jahren vor 1740 der Aufenthaltsort des Kronprinzen Friedrich, später der Hof von Prinz Heinrich.
- Im Park stehen der Obelisk von 1791 und die Egeria-Grotte von etwa 1790.
- In Zechlinerhütte stand eine Glashütte, die bis 1890 Glas herstellte.
- Das Hafendorf am Rheinsberger See hat einen 22 Meter hohen Leuchtturm.
Anreise
Hin
RB 54 von Löwenberg (Mark) bis Rheinsberg (Mark), in Löwenberg Anschluss von der RB 12 aus Berlin
Zurück
Mit der RB 54 nach Löwenberg (Mark), dort weiter mit der RB 12 Richtung Oranienburg und Berlin Ostkreuz
Die RB 54 fährt die Niederbarnimer Eisenbahn. Schau vor der Fahrt in die Fahrinfo des VBB, ob auf der Strecke gebaut wird.
Alle Touren mit Bahnanreise, nach Linien sortiert: Mit der Bahn raus aus Berlin.
Die Route
Vom Bahnhof geht es durch die Stadt zur Kirche und ans Ufer, dann am Wasser und durch den Wald nach Norden bis Zechlinerhütte. Der Rückweg verläuft weiter westlich und führt über Warenthin in den Park von Schloss Rheinsberg.
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Am Bahnhof Rheinsberg
Der Bahnhof Rheinsberg (Mark) liegt am Ende der Strecke aus Löwenberg, die am 18. Mai 1899 eröffnet wurde. Von hier geht es zu Fuß in die Stadt. Der erste Halt ist die Kirche, gut einen Kilometer vom Bahnhof entfernt.
Stadtkirche St. Laurentius
Die Stadtkirche St. Laurentius hat mittelalterliche Ursprünge. Nach einem Brand 1566 wurde sie ab 1568 unter Achim von Bredow umgestaltet.


Von der Kirche geht es weiter Richtung Wasser. Am Weg liegt ein kleiner Kopf aus Bronze auf einem nassen Stein und blickt nach oben. Danach folgt die Runde dem Ufer.
Am Ufer in der Stadt
Hinter dem Bronzekopf läuft der Weg direkt am Wasser. Ruderboote liegen am Rand, an einem Steg steht ein Liegestuhl, und im Schilf ragen Pfähle aus dem See. Weiter draußen sind Boote unterwegs.




Vom Ufer ist es nicht weit zum sowjetischen Ehrenfriedhof. Dorthin biegt die Runde kurz ab.
Sowjetischer Ehrenfriedhof
Der sowjetische Ehrenfriedhof liegt zwischen der Schillerstraße und der Dr.-Martin-Henning-Straße. Über dem Torbogen aus Feldstein steht ein roter Stern, dahinter ein Obelisk.

Danach geht es zurück zum See und am Ufer entlang nach Norden. Nach gut vier Kilometern liegt das Hafendorf am Weg.
Hafendorf am Rheinsberger See
Das Hafendorf am Rheinsberger See besteht aus Ferienhäusern und einer Marina. Der rot-weiß gestreifte Leuchtturm ist 22 Meter hoch und gehört zur Anlage.

Ein Holzsteg mit weißem Geländer führt zum Turm. Die Runde läuft am Hafenbecken entlang und folgt danach dem Nordufer des Sees weiter.


Durch den Wald nach Norden
Nördlich des Hafendorfs verlässt die Runde das Ufer und läuft durch Wald. Bei Kilometer 9 steht am Weg ein großer Sitz aus Holz, auf dessen Lehne eine kleine Krone sitzt.


Danach öffnet sich der Wald wieder zum See, ein Hausboot liegt draußen auf dem Wasser. Bis Zechlinerhütte ist es nicht mehr weit.
Zechlinerhütte
In Zechlinerhütte, dem nördlichsten Punkt der Runde, erinnert schon der Name an die Glashütte. Die Weiße Hütte wurde in den 1730er Jahren gebaut und stellte bis 1890 Glas her, darunter auch geschliffene Gläser. Das Holz und die Pottasche für die Schmelze kamen aus dem Wald ringsum.


An einer roten Hauswand ist der Ortsname als Mosaik angebracht. Im Ort gibt es außerdem das Alfred-Wegener-Museum, das an den Polarforscher und Meteorologen erinnert. Ab hier läuft die Runde in einem weiten Bogen nach Westen und Süden zurück.
Westbogen und Warenthin
Zwischen Zechlinerhütte und Warenthin liegen rund acht Kilometer Wald und Seeufer, die Runde folgt hier Forstwegen westlich der Seen. Bei Kilometer 19 erreicht sie Warenthin am Rheinsberger See. Von dort sind es noch gut fünf Kilometer bis zum Schloss.
Am Westufer des Grienericksees
Hinter Warenthin kommt die Runde in das Rheinsberger Gartenreich. Der Park wurde im 18. Jahrhundert vom geometrischen Garten zu einem weit ausgedehnten Landschaftspark, Prinz Heinrich erweiterte dafür den älteren Barockgarten.


Vom Westufer ist das Schloss schon über den See zu sehen, noch ist es ein gutes Stück entfernt. Der Weg führt zunächst am Obelisken und an der Egeria-Grotte vorbei.
Obelisk und Egeria-Grotte
Der Obelisk wurde 1791 im Auftrag von Prinz Heinrich errichtet. Er erinnert an August Wilhelm von Preußen und an Offiziere des Siebenjährigen Krieges. Eine Kopie des Reliefporträts von August Wilhelm wurde im Juli 2024 wieder am Obelisken angebracht, 2021 war das Relief noch nicht zurück. Das Grabmal von Prinz Heinrich ist ein anderes Bauwerk, eine Pyramide an anderer Stelle im Park.
Die Egeria-Grotte wurde um 1790 für Prinz Heinrich gestaltet und in den 2000er Jahren wiederhergestellt. Sie liegt als Nische hinter einem kleinen Teich.


Von der Grotte sind es knapp einen Kilometer bis zum Schloss. Der Weg führt über einen Steg im Schilf und am Ufer entlang.
Schloss Rheinsberg
Schloss Rheinsberg war in den Jahren vor 1740 der Aufenthaltsort des Kronprinzen Friedrich. Später machte Prinz Heinrich Rheinsberg zu einem Musenhof und ließ den Garten neu gestalten. Wann das Schloss geöffnet ist und wie du hineinkommst, steht bei der Schlösserstiftung SPSG.

Eigener Beitrag
Schloss Rheinsberg
- Lage Schloss Rheinsberg 2, am Grienericksee
- Residenz Kronprinz Friedrich ab 1736, Prinz Heinrich ab 1744
- Heute Schlossmuseum der SPSG
- Zustand restauriert, Museum seit 1991
Zum Ort gehört auch Kurt Tucholsky. Sein Buch „Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte“ erschien 1912, und es beginnt mit einer Fahrt auf der Kleinbahn von Löwenberg. Das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum befindet sich am Schloss.
Zurück zum Bahnhof
Vor dem Schloss steht das Denkmal für Kronprinz Friedrich, eine Bronzefigur von 1903. Von hier sind es noch rund einen Kilometer durch die Stadt zum Bahnhof.


Am Bahnhof endet die Runde nach rund 25 Kilometern. Von hier fährt die RB 54 zurück nach Löwenberg (Mark).
Gut zu wissen
- Den Track findest du bei Komoot.
- Bleib auf öffentlichen Wegen und betritt keine Gebäude oder Flächen.
- Öffnungszeiten und Zugang zum Schloss stehen bei der SPSG, die Zeiten des Literaturmuseums auf der Seite des Museums.
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