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Fürstenberg (Havel) liegt im Landkreis Oberhavel zwischen Havelarmen und Seen. Die Runde von 14,9 Kilometern beginnt und endet am Bahnhof. Sie führt durch die Altstadt, am Südufer des Röblinsees nach Westen bis zur Steinhavel und über das Nordufer zurück, vorbei an Ruinen aus sowjetischer Zeit und an der Behrnschen Mühle. Mit dem RE 5 kommst du direkt zum Start.
Gelaufen bin ich die Tour am 16. März 2025, einem Sonntag.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
14,9 km
Gehzeit
3:38 h
Art
Rundweg
Start
Bahnhof Fürstenberg (Havel)
Ziel
Bahnhof Fürstenberg (Havel)
ÖPNV
RE 5 zum Start und ab dem Ziel
- Mit der Bahn erreichbar
Gelaufen am 16. März 2025
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Darum lohnt sich die Tour
- Die Runde führt von der Altstadt mit der Stadtkirche über die Steinhavel einmal um den Röblinsee.
- Im Südwesten liegen Ruinen aus der Zeit, als sowjetische Truppen die Röblinseesiedlung nutzten.
- Die Behrnsche Mühle war erst Mehlmühle, dann DDR-Kraftfuttermischwerk und stand im März 2025 als Ruine am Ufer.
- Start und Ziel ist der Bahnhof, mit dem RE 5 kommst du direkt hin.
Anreise
Hin
RE 5 ab Berlin bis Fürstenberg (Havel)
Zurück
RE 5 ab Fürstenberg (Havel) Richtung Berlin
Start und Ziel sind derselbe Bahnhof. Verbindungen findest du in der Fahrinfo des VBB.
Alle Touren mit Bahnanreise, nach Linien sortiert: Mit der Bahn raus aus Berlin.
Die Route
Vom Bahnhof geht es zuerst in die Altstadt, nach knapp einem Kilometer ist die Havel erreicht. Danach folgt der Weg dem Südufer des Röblinsees nach Westen. Im Südwesten liegen Ruinen am Weg, an der Steinhavel ist der westliche Wendepunkt der Runde. Über das Nordufer geht es zurück, und kurz vor dem Bahnhof liegt die Behrnsche Mühle.
Vom Bahnhof in die Altstadt
Der Bahnhof steht als Ensemble mit Empfangsgebäude, Bahnsteigen, Tunnel und Nebengebäuden unter Denkmalschutz. Über die Bahnhofstraße geht es in Richtung Altstadt. Am ehemaligen Postamt in der Bahnhofstraße 9a, ebenfalls ein eingetragenes Baudenkmal, steht der Schriftzug „Postamt“ am Giebel.

Am Markt steht das Rathaus, Markt 1, ebenfalls ein Baudenkmal. Der Marktplatz entstand wesentlich beim Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1807. Die Stadtkirche wurde Mitte des 19. Jahrhunderts nach Entwürfen von Friedrich Wilhelm Buttel aus gelbem Backstein gebaut, der Chor liegt ungewöhnlicherweise im Westen und der Turm steht zum Markt.

Hinter dem Markt kommt die Havel in Sicht. Fürstenberg liegt zwischen Havelarmen und den Seen Röblinsee, Baalensee und Schwedtsee.

Die Röblinseesiedlung
Rund eineinhalb Kilometer lang führt der Weg am Südufer des Röblinsees durch die Röblinseesiedlung. Sie war ein Villen- und Erholungsquartier, bevor nach 1945 sowjetische Truppen das Gebiet nutzten.
Ruinen im früheren Militärgebiet
Im Südwesten der Siedlung liegen Ruinen am Weg. Die Röblinseesiedlung war ein Schwerpunkt der sowjetischen Militärnutzung. Dazu gehörten neben Kasernen auch Werkstätten, Lager und Versorgungseinrichtungen. Nach dem Abzug der Truppen Anfang der 1990er Jahre blieben in Fürstenberg große Konversionsflächen zurück.
Der Zugang zu den Ruinen ist eigentlich nicht erlaubt, und die Gebäude sind verfallen. Als ich dort war, waren trotzdem noch einige Menschen auf dem Gelände unterwegs.

Im März 2025 standen an den Wänden Graffiti, zum Beispiel „Smile at people who hate you“ und „Change the world not your dream“.


An der Steinhavel
Am westlichen Wendepunkt erreicht die Runde die Steinhavel und biegt nach Norden ab. In der Nähe liegt Steinhavelmühle. Dort wird 1793 im Zusammenhang mit dem Bau einer oberschlächtigen Dreigangmühle erwähnt. Die Havel fließt hier durch eine von der Eiszeit geformte Wald- und Uferlandschaft. Danach geht es auf einem asphaltierten Weg am Waldrand nach Osten.


Am Nordufer des Röblinsees
Auf dem Rückweg läuft die Runde am Nordufer des Röblinsees, einem der drei Seen, die Fürstenberg prägen. Am Weg steht das Ortsschild „Wasserstadt Fürstenberg/Havel“. Im Nordosten folgen die Festwiese und das Stadtbad, beide gehören zum öffentlichen Uferweg.

Die Behrnsche Mühle
Kurz vor dem Bahnhof liegt am Seeufer die ehemalige Behrnsche Mühle. Sie entstand zwischen 1912 und 1925 am Röblinsee, wurde 1957 zum VEB Kraftfuttermischwerk und stellte Futter für die Landwirtschaft her. Der Betrieb endete 1992. Im März 2025 standen die Gebäude leer und verfallen da, an den unteren Stockwerken waren Graffiti.

Von hier sind es noch rund 500 Meter zum Bahnhof.
Gut zu wissen
- Den Track findest du bei Komoot.
- Die Ruinen im Südwesten und die Behrnsche Mühle sind verfallen. Bleib auf öffentlichen Wegen und betritt keine Gebäude oder abgesperrten Flächen.
- Öffnungszeiten der Stadtkirche findest du beim Förderkreis Alte Kirchen.
Fazit
Die Runde folgt dem Ufer des Röblinsees und kommt dabei an der Altstadt, an der Steinhavel und an zwei Ruinenorten vorbei, die mit Militär und Industrie zu tun haben.
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