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Von Kremmen nach Vehlefanz: Zwischen Luch, Schloss und Mühlensee

Fachwerkscheunen am Teich im Scheunenviertel von Kremmen

Tour im Ruppiner Seenland · Alle Touren und Wege

Kremmen hat das wohl größte Scheunenviertel Deutschlands, Schwante ein Barockschloss und ein Pfarrhaus, in dem 1989 Geschichte geschrieben wurde. Dazwischen liegen ein See im Luch, ein alter Torfkanal und viel stilles Land. Diese Tour verbindet das alles: gut 19 Kilometer vom Bahnhof Kremmen zum Haltepunkt Vehlefanz, flach, abwechslungsreich und von Berlin aus schnell erreicht.

Ich bin die Strecke am 6. April 2025 gegangen, an einem sonnigen Frühlingstag. Die Bäume waren noch kahl, der Himmel war blau, und an den Ufern stand noch das trockene Schilf vom Vorjahr.

Inhalt dieser Tour

Strecke

19,1 km

Gehzeit

4:14 h

Schwierigkeit

leicht

Art

Streckentour, einfach

Start

Bahnhof Kremmen

Ziel

Haltepunkt Vehlefanz

ÖPNV

RE 6 oder RB 55 zum Start, RB 55 ab dem Ziel

Einkehr

Scheunenviertel Kremmen, Schlossgut Schwante

Karte: Wanderung von Kremmen nach VehlefanzStreckenwanderung vom Bahnhof Kremmen durch das Scheunenviertel zum Kremmener See, am Ruppiner Kanal und am Hörstegraben entlang nach Schwante und am Mühlensee vorbei zum Haltepunkt Vehlefanz, 19,1 km, mit neun nummerierten Orten. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung.123456789Start: KremmenZiel: Vehlefanz2 km
Vom Bahnhof Kremmen zum Haltepunkt Vehlefanz, 19,1 km. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung, die Nummern stehen im Streckenband. Gestrichelt: die Bahnstrecken.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Streckenband

  1. Kilometer 0Bahnhof KremmenStart · RE 6, RB 55
  2. Kilometer 1,51Scheunenviertel KremmenEinkehr: Restaurants und Cafés
  3. Kilometer 4,52Kremmener See
  4. Kilometer 6,53Ruppiner Kanal
  5. Kilometer 94Hörstegraben
  6. Kilometer 10,55Alte Umgehungsbahn
  7. Kilometer 136Die stummen Frösche
  8. Kilometer 13Haltepunkt SchwanteRB 55, Ausstieg möglich
  9. Kilometer 14,57Schloss SchwanteEinkehr: Café im Schloss
  10. Kilometer 168Mühlensee
  11. Kilometer 179Burg Vehlefanz
  12. Kilometer 19,1Haltepunkt VehlefanzZiel · RB 55
Kilometer gerundet, aus dem Track abgeleitet.

Darum lohnt sich die Tour

  • Gleich am Anfang läufst du durch das Kremmener Scheunenviertel: rund 50 Gebäude aus Fachwerk und Backstein, das wohl größte erhaltene Ensemble dieser Art in Deutschland.
  • Am Kremmener See und am Ruppiner Kanal bist du im Luch, einer Moorlandschaft unter Naturschutz, in der Kraniche, Biber und Fischotter leben.
  • Schwante bringt drei Geschichten auf engem Raum zusammen: ein Schloss mit Skulpturenpark, die Sage von den stummen Fröschen und die Gründung der SDP im Herbst 1989.
  • Die Landschaft wechselt alle paar Kilometer: Altstadt, Luch, Kanal, Wald, Schlosspark und zum Schluss der Uferweg am Mühlensee.
  • Start und Ziel liegen an der Bahn. Du brauchst kein Auto und musst nicht zum Ausgangspunkt zurück.

Anreise

Nach Kremmen fährst du mit dem RE 6, dem Prignitz-Express, oder mit der RB 55. Die RB 55 startet in Hennigsdorf, wo du am selben Bahnsteig aus der S 25 umsteigst. Beide Linien fahren stündlich, Kremmen ist die Endstation der RB 55. Das Deutschlandticket gilt auf der ganzen Strecke. Verbindungen suchst du am besten in der Fahrinfo des VBB.

Zurück geht es vom Haltepunkt Vehlefanz mit der RB 55 nach Hennigsdorf und von dort mit der S-Bahn weiter. Vehlefanz liegt zwei Stationen vor Kremmen an derselben Linie, du fährst also auf dem Heimweg ein Stück der Strecke, die du gelaufen bist.

Die Route

Die Tour beginnt mit einem Bogen nach Norden: vom Bahnhof durch Scheunenviertel und Altstadt hinaus zum Kremmener See. Danach geht es am Ruppiner Kanal und am Hörstegraben entlang nach Südosten, durch Schwante und am Mühlensee vorbei nach Vehlefanz.

Kremmen: Vom Bahnhof ins Scheunenviertel

Ich starte am Bahnhof Kremmen, dem Endpunkt der Kremmener Bahn. Seit 1893 hat die Stadt einen Bahnanschluss. Kremmen selbst ist viel älter: 1216 wird es zum ersten Mal erwähnt, der Name kommt aus dem Slawischen und bedeutet Kieselstein. Über Jahrhunderte war es eine Ackerbürgerstadt, ihre Bürger*innen lebten also von der Landwirtschaft.

Wie das aussah, sehe ich nach gut einem Kilometer. Am Stadtrand beginnt das Scheunenviertel: rund 50 Gebäude in langen Zeilen, fast vierzig davon Scheunen. Fachwerk, Backstein, breite Holztore, dazwischen ein Teich, in dem sich die kahlen Bäume spiegeln. Die Stadt nennt es das deutschlandweit wohl größte noch erhaltene Scheunenviertel, seit 1993 steht es als Ganzes unter Denkmalschutz.

In einigen Scheunen sitzen heute Restaurants, Cafés, Werkstätten und Läden, in der Museumsscheune findest du die Touristinformation. Warum die Scheunen hier draußen stehen und nicht in der Stadt, erzähle ich unten bei Am Wegesrand.

Durch die Altstadt hinaus ins Luch

Vom Scheunenviertel sind es nur ein paar Minuten in die Altstadt. Am Markt steht das Rathaus von 1841, gebaut nach einem der vielen Stadtbrände. Die Nikolaikirche ist deutlich älter, sie geht auf die Zeit um 1200 zurück. An ihren Mauern lässt sich das ablesen: unten Feldstein, darüber Backstein.

Kremmen hat auch seinen Dichter. Richard Dehmel, um 1900 einer der meistgelesenen Lyriker im Land, ist hier aufgewachsen und zur Schule gegangen. Laut Stadt Kremmen spiegeln sich die Stimmungen der Luchlandschaft in seinen Gedichten, und ein Weg am Stadtrand trägt seinen Namen.

Am nordwestlichen Rand lasse ich die Stadt hinter mir. Am Weg steht eine Backsteinruine ohne Dach, in zwei Fensterhöhlen hängen noch die Rahmen.

Dann führt ein gerader Weg nach Norden, links und rechts liegen Wiesen, Koppeln und Gräben. Ich bin im Luch.

Am Kremmener See

Kurz vor dem See stehen Bootshäuser am Wasser, eines neben dem anderen. Manche sind frisch gestrichen, an anderen blättert die Farbe, und der Efeu wächst über die Bretter. Zu den Türen führen kleine Treppen.

Nach knapp fünf Kilometern stehe ich am Kremmener See. Er ist gut einen Kilometer lang und keine 300 Meter breit, eigentlich eher eine Aufweitung des Rhins als ein richtiger See: Im Westen fließt der Kremmener Rhin hinein, im Osten beginnt der Ruppiner Kanal. Am Südostufer liegt das Wald- und Seegut Kremmen mit der Seelodge. Ich mache hier meine erste Pause am Wasser.

Der See steht schon seit 1924 unter Schutz. Heute gehört er zum Naturschutzgebiet Kremmener Luch, das 1.186 Hektar groß ist. Ein Luch ist eine vermoorte Niederung, und dieses hier ist ein Teil des großen Rhinluchs. Mit etwas Glück siehst du Kraniche, Biber oder Fischotter. Im Bruchwald am Ufer bleiben umgestürzte Bäume einfach liegen.

Für Reisende war das Luch jahrhundertelang vor allem ein Hindernis. Wer hier nach Norden wollte, musste über den Kremmer Damm, einen schmalen Übergang durch den Sumpf. Entsprechend umkämpft war er. Am 24. Oktober 1412 trat dort Friedrich von Hohenzollern, der spätere Kurfürst, gegen die Herzöge von Pommern an. Drei seiner fränkischen Ritter wurden laut Überlieferung vom Damm gedrängt und ertranken, unter ihnen Graf Johann von Hohenlohe. An ihn erinnert ein eisernes Kreuz von 1845. Es steht gut 600 Meter nördlich meiner Route an der Straße nach Sommerfeld.

Am Ruppiner Kanal entlang

Vom See folge ich dem Ruppiner Kanal nach Osten. Der Weg heißt schlicht Am Kanal. Das Wasser liegt still zwischen den Bäumen, und es fällt schwer, sich hier Lastkähne vorzustellen. Dabei wurde der Kanal genau dafür gebaut, mehr dazu unten bei Am Wegesrand.

Nach anderthalb Kilometern erreiche ich die Ruppiner Chaussee und verlasse den Kanal. Ein paar Häuser noch, dann beginnt der stillste Teil der Tour.

Am Hörstegraben durch den Wald

Gut fünf Kilometer geht es jetzt nach Südosten. Links steht der Wald, rechts begleitet mich lange der Hörstegraben, dahinter liegen Wiesen. Solche Gräben sind hier kein Beiwerk. Sie gehören zu dem System, mit dem das Luch seit Jahrhunderten entwässert wird, und ohne sie gäbe es weder die Wiesen noch den Weg. Auf halber Strecke mache ich eine lange Rast.

Nach gut zehn Kilometern quere ich ein Gleis, auf dem schon lange kein Zug mehr gefahren ist. Es gehört zur nördlichen Umgehungsbahn, die Berlin einmal im großen Bogen umfahren sollte. Ab 1912 wurde eine Bahn von Nauen über Kremmen nach Oranienburg gebaut, gut 38 Kilometer lang. Güterzüge sollten auf ihr von der Hamburger zur Nordbahn wechseln, ohne durch die Hauptstadt zu müssen. Geplant war eine zweigleisige Hauptbahn. In Betrieb ging sie mitten im Ersten Weltkrieg nur als eingleisige Nebenbahn: im November 1914 für Güter, im April 1915 auch für Fahrgäste.

Laut einer Chronik der Strecke endete der Personenverkehr 1967, bis 2001 wurde die Bahn ganz stillgelegt. Verschwunden ist sie trotzdem nicht. Seit 2006 kannst du den Abschnitt zwischen Kremmen und Germendorf mit der Draisine befahren.

Kurz darauf kommen die ersten Häuser von Schwante in Sicht.

Schwante: Frösche, Schloss und ein Pfarrhaus

Nach knapp 13 Kilometern bin ich in Schwante. Gleich am Ortsrand erinnert eine Tafel an die bekannteste Sage des Dorfes, und ich lege eine kurze Pause ein. Ludwig Bechstein hat die Geschichte von den stummen Fröschen in sein Deutsches Sagenbuch aufgenommen. Ein kranker Herr von Redern, so heißt es, fand keinen Schlaf mehr, weil die Frösche rund um den Schwanter See Nacht für Nacht lärmten. Da kam ein armer Wanderer ins Haus und versprach Abhilfe. Für einen Sack Roggen brachte er die Frösche zum Schweigen, hundert Jahre lang.

Hinter den Gleisen der Kremmener Bahn führt mein Weg durch den Schlosspark. Das Schloss ließ die Familie von Redern in den 1740er Jahren bauen, eine zweigeschossige Anlage mit drei Flügeln. Rund 500 Jahre lang, bis 1888, gehörte das Dorf dieser Familie. Seit 2020 gibt es im Schloss ein Café und im Park einen Skulpturenpark, in dem zeitgenössische Kunst zwischen alten Bäumen steht.

Am Teich zieht ein Schwan seine Bahn, am Ufer liegt ein alter Holzkahn, in dem schon Gras wächst.

Ein Stück weiter steht Kunst zwischen den Sträuchern: ein großes Nest aus Balken, darin graue Eier.

Die größte Geschichte des Dorfes spielt aber nicht im Schloss, sondern im Pfarrhaus.

Am 7. Oktober 1989 feierte die DDR in Ost-Berlin ihren 40. Geburtstag. Am selben Tag trafen sich rund 40 Menschen im Pfarrhaus von Schwante und gründeten eine sozialdemokratische Partei, die SDP. Die Idee kam von zwei evangelischen Pfarrern, Martin Gutzeit und Markus Meckel. Dass sie in ein Dorf auswichen, war Absicht: Hier fiel ein Treffen weniger auf als in Berlin.

Ungefährlich war es trotzdem nicht. Die Gründungsurkunde unterschrieben einige laut evangelisch.de vorsorglich schon am 2. Oktober und versteckten sie. In der Nacht vor dem Treffen schliefen die Beteiligten nicht zu Hause, um einer Verhaftung zu entgehen. Die Staatssicherheit wusste trotzdem Bescheid. Einer der Gründer, Ibrahim Böhme, wurde später als ihr Spitzel enttarnt.

Gut vier Wochen danach fiel die Mauer. Im Januar 1990 nannte sich die Partei in SPD um, im September 1990 schloss sie sich mit der westdeutschen SPD zusammen. Die SPD zählt Schwante bis heute zu den wichtigen Orten ihrer Geschichte.

Am Mühlensee

Südlich von Schwante lohnt zuerst ein Abstecher. Knapp 300 Meter östlich meines Weges, an der Straße nach Vehlefanz, steht die Bockwindmühle Vehlefanz. Sie wurde 1815 gebaut, mahlte bis 1945 Getreide und schrotete noch bis 1965 Futter. Seit 1977 ist sie ein technisches Denkmal, ihre Flügel spannen 17,5 Meter. In der Saison von April bis Oktober kannst du sie besichtigen.

Dann liegt der Mühlensee vor mir. Er sieht aus wie einer der vielen flachen Seen der Mark, ist aber erstaunlich jung: 1979 wurde er aufgestaut, um die Obst- und Gemüsefelder der Umgebung zu bewässern. Gut 51 Hektar ist er groß.

Zwischen 2011 und 2014 entstand ein Rundweg, der streckenweise über Stege führt, der längste ist 190 Meter lang. Ich mache am Ufer noch einmal Pause.

Baden solltest du hier nicht, dafür ist das Wasser zu nährstoffreich. Biber und Fischotter stört das nicht, beide leben am See. Am Ostufer erhebt sich der Weinberg, 58 Meter hoch. Der Name ist kein Scherz: Bis ins 19. Jahrhundert wurde hier tatsächlich Wein angebaut.

Vehlefanz: Burgwall und Bahnsteig

Am Südende des Sees biege ich nach Osten ab und komme über den Burgwall nach Vehlefanz. Der Straßenname ist ernst gemeint. Am Dorfrand liegt der Bosselberg, ein künstlich aufgeschütteter Hügel, auf dem im Mittelalter eine Burg stand. Später baute die Familie von Redern daneben eine Wasserburg. Übrig ist davon laut Gemeinde Oberkrämer nur eine Turmruine aus Backstein mit ein paar Mauerresten.

1786 entstand an ihrer Stelle ein neues Amtshaus, vermutlich aus den Steinen der alten Burg. Und das hatte einen prominenten Gast: 1812 diente es Napoleon kurzzeitig als Hauptquartier.

Vehlefanz wird 1241 zum ersten Mal erwähnt und liegt wie Schwante im Ländchen Glien. Heute kommt von hier etwas, das man in Brandenburg nicht unbedingt erwartet: Aus einer früheren LPG ist einer der größten Chicorée-Produzenten Deutschlands geworden.

Mein Weg führt durch das Dorf, vorbei an der Kirche. Sie steht auf einer kleinen Anhöhe: unten ein wuchtiger Turm aus Feldstein, obendrauf eine geschweifte Haube mit Laterne.

Von dort gehe ich nach Norden und dann nach Osten zum Haltepunkt. Nach 19,1 Kilometern steige ich in Vehlefanz in die RB 55.

Am Wegesrand

Zwei Dinge am Weg, zu denen es mehr zu erzählen gibt.

Warum Kremmens Scheunen vor der Stadt stehen

Das schönste Viertel Kremmens verdankt seine Existenz dem Feuer. Die Stadt brannte immer wieder, allein im 17. Jahrhundert 1606, 1630 und 1680. Stroh und Heu lagerten damals in den Wohnhäusern, und das Feuer fand reichlich Nahrung. 1659 verbot ein kurfürstlicher Erlass deshalb, Stroh und Futter in den Wohnhäusern aufzubewahren. 1672 folgte die Anweisung, neue Scheunen nur noch vor der Stadt zu bauen.

So entstanden nach und nach die langen Scheunenzeilen am Stadtrand. Rund 50 Gebäude sind es heute, fast vierzig davon Scheunen. Seit 1993 steht das Ensemble laut Stadt Kremmen als Ganzes unter Denkmalschutz, seit 1999 gibt es die Museumsscheune. Sogar heiraten kann man hier, das Standesamt traut im Scheunenviertel.

Der Ruppiner Kanal: Torf für Berlin

Am 26. August 1787 brannte Neuruppin fast vollständig ab. Keine zwei Wochen später, am 5. September, genehmigte König Friedrich Wilhelm II. einen Kanal, der die Stadt mit der Havel verbinden sollte. Er sollte das Baumaterial für den Wiederaufbau heranschaffen. 600 Arbeiter gruben, und 1790 war die Strecke fertig.

Seine große Zeit hatte der Ruppiner Kanal danach als Torfstraße. Im Rhinluch wurde Torf gestochen, und der ging auf Kähnen über Kremmen und Oranienburg nach Berlin, wo er die Öfen der wachsenden Stadt heizte. Mehr als 30 Kilometer ist der Kanal lang. Heute fahren hier vor allem Paddler*innen und Sportboote.

Gut zu wissen

  • Die Strecke ist eine eigene Komoot-Route und nicht durchgehend markiert. Geh am besten mit dem Track.
  • Untergrund: Straßen und Gassen in Kremmen, danach Feld- und Waldwege, der Weg am Kanal und der Uferweg am Mühlensee. Steigungen gibt es praktisch keine.
  • Abkürzen: Der Haltepunkt Schwante liegt nach knapp 13 Kilometern direkt am Weg. Dort hält ebenfalls die RB 55.
  • Einkehr: Im Scheunenviertel von Kremmen gibt es Restaurants und Cafés, im Schloss Schwante ein Café. Prüf vorher die Öffnungszeiten. Zwischen dem Kremmener See und Schwante kommt nichts, nimm also Proviant mit.
  • Der Kremmener See und der Kanal liegen im Naturschutzgebiet. Bleib auf den Wegen und nimm Hunde an die Leine.
  • Der Skulpturenpark am Schloss Schwante hat eigene Öffnungszeiten. Schau vorher nach, ob er geöffnet ist und was der Eintritt kostet.
  • Die Bockwindmühle Vehlefanz ist nur in der Saison und nicht an jedem Tag geöffnet. Von außen siehst du sie immer.
  • Im Mühlensee solltest du nicht baden.
  • Mehr Ausflugsziele in der Gegend findest du beim Tourismusverband Ruppiner Seenland.

Fazit

Auf dem Papier ist das eine unauffällige Tour: 19 Kilometer, kein Berg, kein berühmtes Ziel. Unterwegs zeigt sich, wie viel in dieser Landschaft steckt. Die Scheunen stehen vor der Stadt, weil es zu oft gebrannt hat. Der Kanal wurde für Torfkähne gegraben, das Gleis im Wald sollte Berlin entlasten, und der Mühlensee ist jünger als viele, die an ihm spazieren gehen. Mittendrin liegt ein Dorf, in dem 1989 eine Partei gegründet wurde. Wem die ganze Strecke zu lang ist, steigt in Schwante in die Bahn und hat trotzdem das meiste gesehen.

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