Eine weiß gemalte Figur mit Heiligenschein beugt sich über etwas, das sie in den Armen hält. Alaniz hat sie auf eine rote Backsteinwand am ehemaligen Heeresbekleidungsamt in Bernau bei Berlin gesetzt, kurz hinter der Stadtgrenze in Brandenburg. Das Gebäude ist inzwischen zu Wohnungen umgebaut, das Bild gibt es nicht mehr.
Was auf der Wand zu sehen war
Das Bild bestand fast nur aus weißen Linien und Flächen. Die Fugen der Backsteine blieben sichtbar und wurden Teil der Zeichnung. Aus der Ferne erinnerte die Haltung an ein Andachtsbild, nur ohne jede Farbe.
Titel und Entstehungsjahr sind nicht belegt.
Der Künstler
Alaniz wurde 1984 in Argentinien geboren und hat sich das Malen selbst beigebracht. 2011 kam er nach Berlin, seit 2015 zieht er als Nomade von Ort zu Ort. Statt zur Sprühdose greift er zu Farbrolle und Teleskopstange. Damit kommt er an hohe Wände und ist schnell fertig, was an verlassenen Orten praktisch ist.
Zur Entstehung
Das Gelände wurde 1939 bis 1942 als Heeresbekleidungsamt gebaut, später nutzte es die sowjetische Armee als Depot. Als es leer stand, hat Alaniz hier mehrfach gemalt. Urban Presents zeigt aus der Bernauer Kaserne zum Beispiel „Grandpa“ und „Migrants Dream“. Das Bild mit dem Heiligenschein ist dort nicht dabei.
Heute wird auf dem Gelände gewohnt. Von dem Wandbild ist nichts mehr zu sehen.
Steckbrief
Künstler*in
Ort
Ehemaliges Heeresbekleidungsamt, Bernau bei Berlin
Entstanden
nicht belegt
Zustand
Nicht mehr vorhanden
Nächste Haltestelle
Bahnhof Bernau bei Berlin
Mehr Streetart
Weitere Bilder von Alaniz: No child is born a criminal im Wrangelkiez und Waiting for the Miracle in Schöneweide. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
