Im Wrangelkiez in Berlin-Kreuzberg schauen drei Kinder von einer grauen Wand. Sie tragen Mützen und haben Tücher vor dem Gesicht. Alaniz hat sie 2013 in Weiß und Schwarz gemalt und dem Bild einen Titel gegeben, der keine Fragen offen lässt: „No child is born a criminal“, kein Kind wird als Verbrecher geboren.
Was auf der Wand zu sehen ist
Die Figuren bestehen fast nur aus weißen Linien und schwarzen Schraffuren. Die Wand bleibt grau, unten haben sich bunte Graffiti angesammelt. Vermummte Kinder wirken auf den ersten Blick bedrohlich. Der Titel dreht das um: Niemand kommt so auf die Welt.
Die Wand liegt etwas zurückversetzt zwischen Cuvrystraße und Falckensteinstraße. Nach so vielen Jahren kann das Bild verblasst oder übermalt sein.
Der Künstler
Alaniz ist 1984 in Argentinien geboren, Autodidakt und kam 2011 nach Berlin. Seit 2015 ist er ohne festen Wohnort unterwegs. Seine Bilder malt er mit Rolle und Teleskopstange, und fast immer geht es um Menschen, die sonst niemand ansieht. Rassismus, Ausgrenzung und Ungleichheit ziehen sich durch seine Arbeit.
Zur Entstehung
Das Bild entstand 2013, gemalt mit Acrylfarbe, Rolle und Stange. Für das Jahr gibt es allerdings nur eine einzelne Quelle.
Steckbrief
Künstler*in
Titel
No child is born a criminal
Ort
Wrangelkiez, zwischen Cuvrystraße und Falckensteinstraße, Kreuzberg
Entstanden
2013
Nächste Haltestelle
U Schlesisches Tor, ca. 210 m
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Mehr Streetart
Weitere Bilder von Alaniz: Waiting for the Miracle in Schöneweide und die Figur mit Heiligenschein in Bernau. Ebenfalls im Wrangelkiez: A Wise Man von Huariu und Tomorrow Never Comes von Natalia Rak. Weitere Wandbilder in Kreuzberg findest du unter Kreuzberg. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
