Ein Mann reißt die Arme nach oben, legt den Kopf in den Nacken und öffnet die Hände. Alaniz hat ihn in weißen Linien auf eine dunkelgraue Wand der ehemaligen Bärenquell-Brauerei in Berlin-Niederschöneweide gezeichnet. Das Bild heißt „Waiting for the Miracle“, Warten auf das Wunder.
Was auf der Wand zu sehen ist
Die Figur ist riesig und nur aus hellen Linien aufgebaut, die Wand liefert den dunklen Hintergrund. Ob der Mann jubelt, betet oder verzweifelt, bleibt offen, und genau das macht das Bild stark. Unten sitzen Graffiti, daneben steht ein Backsteinbau der Brauerei.
Alaniz malt oft Menschen am Rand der Gesellschaft. Rassismus, Ausgrenzung und Ungleichheit sind seine Themen.
Der Künstler
Alaniz kommt aus Argentinien, ist Jahrgang 1984 und Autodidakt. Ab 2011 hat er in Berlin gelebt und gemalt, seit 2015 ist er als Nomade unterwegs. Er arbeitet mit Farbrolle und Teleskopstange statt mit der Sprühdose. So entstehen in kurzer Zeit sehr große Bilder, auch an Stellen, an die sonst kaum jemand herankommt.
Zur Entstehung
Wann genau das Bild entstand, ist nicht belegt. Urban Presents hat es im April 2014 gezeigt, da war es also schon da.
Die Brauerei ist ein Lost Place. Deshalb gibt es hier keine Karte und keine genaue Lage, und das Gelände solltest du nicht betreten. Ob das Bild heute noch existiert, weiß ich nicht.
Steckbrief
Künstler*in
Titel
Waiting for the Miracle
Ort
Ehemalige Bärenquell-Brauerei, Niederschöneweide
Entstanden
spätestens April 2014
Nächste Haltestelle
S Schöneweide
Mehr Streetart
Weitere Bilder von Alaniz: No child is born a criminal im Wrangelkiez und die Figur mit Heiligenschein in Bernau. Alle Wandbilder stehen in der Rubrik Streetart & Murals.
Hinweis: Wandbilder werden übermalt, verwittern oder verschwinden mit dem Haus. Ob ein Werk heute noch zu sehen ist, lässt sich nicht bei jedem Bild belegen. Wenn du hinfährst, kann es sein, dass die Wand inzwischen anders aussieht.
