Grüner Hauptweg 8 von 20 · Alle Grünen Hauptwege · Alle Touren und Wege
Der Kaulsdorfer Weg führt vom S Treptower Park nach Osten bis zum S Mahlsdorf. Er läuft durch Rummelsburg und Friedrichsfelde, an Schloss Biesdorf und dem Biesdorfer Baggersee vorbei, durch die Dörfer Biesdorf und Kaulsdorf und endet am Hang des Berliner Balkons in Mahlsdorf.
Ich bin den Weg am 30. März 2021 vom S Treptower Park nach Osten gelaufen. Meine Aufzeichnung kommt auf 18,0 Kilometer in 3:21 Stunden, offiziell ist der Weg 17 Kilometer lang.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
18 km
Gehzeit
3:21 h
Art
Streckentour
Start und Ziel
S Treptower Park, S Mahlsdorf
Grüner Hauptweg
Weg 8 von 20, offiziell 17 km lang
ÖPNV
S8, S9, S41, S42 und S85 zum Start, S5 ab dem Ziel
- Start und Ziel an der S-Bahn
- Café am Schloss Biesdorf
Gelaufen am 30. März 2021
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Streckenband
- Kilometer 0S Treptower ParkStart · S8, S9, S41, S42, S85
- Kilometer 1,71Rummelsburger UferWaisenhaus und Arbeitshaus
- Kilometer 92Biesdorfer BaggerseeGeflutete Kiesgrube
- Kilometer 9,83Schloss BiesdorfSchloss und Park, Baudenkmal
- Kilometer 134Dorfkirche KaulsdorfKirche auf dem Anger
- Kilometer 15,55Berliner BalkonAussicht über die Kaulsdorfer Seen
- Kilometer 16,86Gutshaus MahlsdorfMuseum seit 1960
- Kilometer 18S MahlsdorfZiel · S5
Darum lohnt sich die Tour
- Start und Ziel liegen an der S-Bahn, das Auto bleibt zu Hause.
- Du siehst Schloss Biesdorf mit seinem Park und die Dorfkirche in Alt-Kaulsdorf.
- Am Mahlsdorfer Hang, dem Berliner Balkon, hast du einen Blick über die Kaulsdorfer Seen bis zu den Müggelbergen.
- Am Ende steht das Gründerzeitmuseum im Gutshaus Mahlsdorf.
- Der Weg führt überwiegend durch begrünte Wohngebiete.
Anreise
Hin
S8, S9, S41, S42 oder S85 bis S Treptower Park
Zurück
S5 ab S Mahlsdorf
Der Weg liegt im VBB-Gebiet, das Deutschlandticket gilt. Verbindungen suchst du am besten in der Fahrinfo des VBB. Am S Mahlsdorf halten auch Straßenbahnen.
Die Route
Der Weg beginnt in Alt-Treptow am S Treptower Park und läuft nach Osten. Laut Senatsverwaltung führt er überwiegend durch begrünte Wohngebiete, die ersten Abschnitte durch Rummelsburg und Friedrichsfelde sind noch recht städtisch, östlich der Treskowallee in Karlshorst folgen Reihen- und Einfamilienhäuser (Senatsverwaltung).

Rummelsburger Ufer
Am Rummelsburger Ufer lag lange ein Ort der Anstalten. 1854 bis 1859 entstand hier das städtische Friedrichs-Waisenhaus für etwa 500 Kinder, 1877 bis 1879 das städtische Arbeitshaus, das 1953 zum Gefängnis wurde und im Oktober 1990 schloss. Die Gebäude des früheren Waisenhauses sind denkmalgeschützt (Bezirksamt Lichtenberg).
Biesdorfer Baggersee
Der Weg streift den Biesdorfer Baggersee, eine geflutete Kiesgrube (Senatsverwaltung). Am See gibt es einen Bodenfilter, der Regenwasser reinigt, bevor es in die Wuhle gelangt (Senatsverwaltung).

Schloss Biesdorf
Schloss und Park Biesdorf stehen unter Denkmalschutz. Nach einem Brand und dem Krieg beschlagnahmte die sowjetische Militäradministration 1945 Schloss und Park. Von 1946 bis 1958 lag im Südteil des Parks ein sowjetischer Soldatenfriedhof mit über 460 Bestatteten, darunter Soldaten, Offiziere, Zivilangestellte und Kinder. Sie wurden später auf den Parkfriedhof Marzahn umgebettet. Der Verein Freunde Schloss Biesdorf hat den Wiederaufbau wesentlich mitgetragen, die Bäume im Park sind rund 150 Jahre alt (Berlin.de, Parkgeschichten).
Dorfkirche Kaulsdorf
In Alt-Kaulsdorf steht die Dorfkirche auf dem Anger. Die erste Kirche entstand Mitte des 13. Jahrhunderts, 1716 wurde sie barock umgebaut und erweitert, 1876 kam der Westturm hinzu, kurz danach die Hochzeitspforte. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kämpfe die Turmspitze, die Kirche hatte etwa 50 Jahre nur ein Notdach. Erst 1995 bis 2000 wurde sie umfassend saniert (Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf).

Berliner Balkon
Hinter Kaulsdorf steigt der Weg den Mahlsdorfer Hang hinauf, den Berliner Balkon, den Rand der Barnimer Hochfläche. Von dort geht der Blick über die künstlichen Seen in Kaulsdorf zu den Müggelbergen. Laut Senatsverwaltung begreift man hier auch die Größe von Berlins größtem Einfamilienhausgebiet (Senatsverwaltung).

Gründerzeitmuseum im Gutshaus Mahlsdorf
Zum Schluss liegt das Gutshaus Mahlsdorf am Weg. Es ist nach der Dorfkirche das zweitälteste erhaltene Gebäude des Dorfes. Charlotte von Mahlsdorf rettete es 1958 vor dem Abriss und eröffnete am 1. August 1960 das Gründerzeitmuseum. Die Sammlung füllt 17 eingerichtete Räume, dazu gehört eine Sammlung mechanischer Musikinstrumente (Berlin.de, Museen). Der Weg endet kurz danach am S Mahlsdorf.

Gut zu wissen
- Meine Strecke habe ich mit Komoot aufgezeichnet, den Track kannst du dort öffnen. Mit 18,0 Kilometern ist sie etwas länger als die offiziellen 17 Kilometer.
- Die Gehzeit von 3:21 Stunden ist die reine Laufzeit.
- Die Grünen Hauptwege sind weiß-blau-weiß markiert. Ehrenamtliche Wegepaten des Berliner Wanderverbands betreuen sie (Senatsverwaltung).
- Das Gründerzeitmuseum ist nicht täglich geöffnet und zeigt die Räume bei Führungen. Die aktuellen Zeiten stehen auf der Seite des Museums.
Fazit
Der Kaulsdorfer Weg führt durch Berlins Osten, von Rummelsburg über Biesdorf und Kaulsdorf bis zum Hang in Mahlsdorf. Mit Schloss Biesdorf, der Dorfkirche und dem Gutshaus hat er mehrere Stationen, mit Start und Ziel an der S-Bahn ist die An- und Abreise unkompliziert. Der Haken: Große Teile führen durch Wohngebiete, Park, See und Hang kommen nur in Abschnitten.
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