Kuppel des Zeiss-Großplanetariums an der Prenzlauer Allee.
Das Zeiss-Großplanetarium steht an der Prenzlauer Allee 80, am Rand des Ernst-Thälmann-Parks in Prenzlauer Berg. Es wurde 1987 zur 750-Jahr-Feier Berlins eröffnet und steht seit 2025 unter Denkmalschutz.
Bau und Kuppel
Gebaut wurde das Planetarium von 1985 bis 1987 von einer Gruppe aus Architekt*innen und Fachleuten unter Leitung der Baudirektion Hauptstadt Berlin. Architekt war Erhardt Gißke. Die Kuppel stammt vom Ingenieur Ulrich Müther, der Direktor des Landesdenkmalamts nennt sie ein „technisches Meisterwerk“. Die Außenkuppel hat 30 Meter Durchmesser, die Innenkuppel 23 Meter.
Das Haus sollte Astronomie anschaulich vermitteln, die Raumfahrt sozialistischer Länder zeigen und die DDR als Hochtechnologiestandort ausweisen; auch Carl Zeiss Jena sollte dadurch bekannter werden. Die Denkmaldatenbank führt die Gesamtanlage mit der Gartengestaltung von Erhard Stefke, einer Sonnenuhr von Joachim Liebscher, Instrumenten- und Lichtmasten und dem Kosmonautenspielplatz von Steffi Bluhm.
Denkmal und Betrieb heute
Das Landesdenkmalamt gab im Januar 2025 bekannt, dass das Planetarium unter Denkmalschutz steht. 2024 kamen dort mehr als 357.000 Besucher*innen hin. Träger ist die Stiftung Planetarium Berlin, die seit ihrer Gründung am 1. Juli 2016 auch die Archenhold-Sternwarte, die Wilhelm-Foerster-Sternwarte und das Planetarium am Insulaner betreibt.
Von 2014 bis 2016 wurde das Haus modernisiert, mit neuer Medientechnik und einem neu gestalteten Foyer. Seit 2016 ist ein Sternprojektor vom Typ Zeiss Universarium Modell IX das Herzstück, dazu kommen zehn Videoprojektoren für die 360-Grad-Projektion und ein Raumklangsystem mit 49 Lautsprechern. Saal und Kinosaal sind rollstuhlgeeignet, Rollstuhlplätze gibt es nur an der Kasse.
Steckbrief
Ort
Prenzlauer Allee 80, Ecke Diesterwegstraße, Prenzlauer Berg
Entwurf
Erhardt Gißke (Architekt), Gruppe unter Leitung der Baudirektion Hauptstadt Berlin, Kuppel von Ingenieur Ulrich Müther
Gebaut
1985 bis 1987, eröffnet im Oktober 1987
Zustand
Erhalten, 2014 bis 2016 modernisiert, seit 2025 denkmalgeschützt
Zugang
Besuch mit Ticket, aktuelle Zeiten beim Betreiber
Nächste Haltestelle
S Prenzlauer Allee (S8, S41, S42, S85, ca. 200 m), Tram M2 Fröbelstraße (ca. 180 m)
Am Weg
Das Planetarium liegt an der Tour Berliner S-Bahn-Ring, Teil 4.
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Weitere Besondere Orte in Prenzlauer Berg: der Ernst-Thälmann-Park und die Wohnstadt Carl Legien.
