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Die Strecke von 32,9 km führt vom S-Bahnhof Griebnitzsee durch die Villenkolonie Neubabelsberg, den Park Babelsberg und den Neuen Garten auf den Pfingstberg. Danach geht es durch die Innenstadt in den Süden Potsdams und über die Plattenbausiedlungen Waldstadt und Schlaatz zurück nach Babelsberg.
Ich bin die Strecke am 20. Februar 2021 gelaufen.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
32,9 km
Gehzeit
6:03 h
Art
Strecke
Start
S-Bahnhof Griebnitzsee
Ziel
Karl-Liebknecht-Straße in Babelsberg
ÖPNV
S7 bis Griebnitzsee, zurück ab Babelsberg
- Mit der Bahn erreichbar
Gelaufen am 20. Februar 2021
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Darum lohnt sich die Tour
- Villenviertel, Park Babelsberg, Neuer Garten und Pfingstberg liegen an einer durchgehenden Strecke.
- Schloss Cecilienhof, Tagungsort der Potsdamer Konferenz von 1945, und die Villa, in der Truman wohnte, liegen am Weg.
- Jägertor und Brandenburger Tor liegen an der Route, der Alte Markt mit Stadtschloss und Nikolaikirche ein Stück abseits.
- Im Süden führt die Strecke durch Waldstadt und Schlaatz, eine Großwohnsiedlung aus den 1980er-Jahren.
Anreise
Hin
S7 bis S Griebnitzsee
Zurück
S7 ab S Babelsberg
Der S-Bahnhof Babelsberg liegt gut hundert Meter vom Ziel entfernt.
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Die Route
Vom S-Bahnhof Griebnitzsee führt die Strecke nach Westen durch Neubabelsberg und die Parks bis zum Pfingstberg, danach durch die Innenstadt nach Süden bis Rehbrücke. Von dort geht es über Waldstadt und Schlaatz zurück nach Babelsberg. Eine kürzere Runde ab dem S-Bahnhof Babelsberg ist die Tour Potsdam-Babelsberg zu Fuß.
Griebnitzsee und Neubabelsberg
Der S-Bahnhof Griebnitzsee trug früher die Namen Neubabelsberg und Babelsberg-Ufastadt. Nach dem Mauerbau 1961 wurde er zum Grenzbahnhof für den Eisenbahntransit.

Das Villenviertel Neubabelsberg wurde seit dem späten 19. Jahrhundert entwickelt. Neben wohlhabenden Berliner*innen prägten es auch Filmschaffende, und 1945 diente es den alliierten Regierungschefs als Quartier.
In der Villa Karl-Marx-Straße 2 wohnte während der Konferenz US-Präsident Harry S. Truman. Sie liegt links vom Weg.
Stadion und Park Babelsberg
Bevor der Park beginnt, geht es am Karl-Liebknecht-Stadion vorbei, der Spielstätte des SV Babelsberg 03.

Eigener Beitrag
Karl-Liebknecht-Stadion
- Lage Kilometer 5,3
- Eröffnet 1976
- Heimverein SV Babelsberg 03
Der Park Babelsberg wurde ab 1833 für Prinz Wilhelm und Augusta angelegt. An der Gestaltung wirkten Peter Joseph Lenné und Hermann von Pückler-Muskau mit.
Im Park stehen der Flatowturm und die Gerichtslaube, beide ein Stück abseits der Route. Den Flatowturm baute Johann Heinrich Strack von 1853 bis 1856.
Die Gerichtslaube entstand aus Teilen des alten Berliner Rathauses.



Eigener Beitrag
Park Babelsberg
- Lage Kilometer 5,4 bis 7,9
- Angelegt ab 1833
- Zugang täglich geöffnet, Eintritt frei
Holländisches Viertel
Das Holländische Viertel entstand von 1734 bis 1742 für angeworbene niederländische Fachkräfte. Johann Boumann leitete den Bau der vier Karrees.

Neuer Garten
Der Neue Garten wurde ab 1787 auf Veranlassung Friedrich Wilhelms II. von Johann August Eyserbeck angelegt und 1816 von Peter Joseph Lenné umgestaltet.
Am Heiligen See steht die Gotische Bibliothek. Sie gehört zu den kleineren Bauten, die zwischen 1787 und 1792 im Garten entstanden.

Das Marmorpalais am selben See entstand von 1787 bis 1793 als Sommerresidenz Friedrich Wilhelms II. im frühklassizistischen Stil.

Weiter nördlich liegt Schloss Cecilienhof, bis 1917 für das Kronprinzenpaar errichtet. Vom 17. Juli bis 2. August 1945 tagten hier die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs bei der Potsdamer Konferenz.

Pfingstberg und Kapellenberg
Auf dem Pfingstberg steht das Belvedere. Friedrich Wilhelm IV. ließ es in zwei Bauphasen errichten, von 1847 bis 1852 und von 1861 bis 1863. Als Vorbilder dienten italienische Renaissancebauten.
Am Kapellenberg steht die Alexander-Newski-Gedächtniskirche, gebaut von 1826 bis 1829. Sie liegt ein Stück neben dem Weg. Etwas weiter südlich, ebenfalls abseits der Route, liegt die Russische Kolonie Alexandrowka.

Tore und Alter Markt
Das Jägertor wurde 1733 gebaut. Es steht direkt an der Route.

Am Luisenplatz folgt das Brandenburger Tor. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert, und seine beiden Seiten sind unterschiedlich gestaltet.

Am Alten Markt liegen ein Stück abseits der Route rechts der Landtag Brandenburg im Neubau mit den Fassaden des früheren Stadtschlosses, und links die Nikolaikirche. Sie geht auf Pläne von Karl Friedrich Schinkel zurück, die Kuppel kam erst nach seinem Tod dazu.
Der Süden bis Rehbrücke
Hinter dem Alten Markt führt die Strecke durch die Teltower Vorstadt nach Süden. Im südlichen Abschnitt folgt sie der Heinrich-Mann-Allee und kommt am Siedlungsgebiet Eigenheim vorbei.
Am südlichsten Punkt geht es kurz nach Bergholz-Rehbrücke in der Gemeinde Nuthetal. Von dort läuft die Strecke wieder nordwärts.
Waldstadt und Schlaatz
Der Rückweg führt durch Waldstadt I und am Grenzweg entlang. Der Schlaatz ist eine Großwohnsiedlung, die von 1980 bis 1987 in industrieller Plattenbauweise entstand.
Auf diesem Abschnitt waren an mehreren Plattenbauten große Wandbilder zu sehen.



Zuletzt geht es durch die Kolonie Daheim, eine historische Wohnsiedlung im Umfeld der Teltower Vorstadt. Das Ziel liegt in Babelsberg Nord an der Karl-Liebknecht-Straße.
Gut zu wissen
- Schlösser, Belvedere und Museen gehören zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Öffnungszeiten und Zugang stehen dort.
- Die Gehzeit von 6:03 Stunden gilt für die Strecke ohne Besichtigungen.
Fazit
Ich finde die Tour sehr gut, weil sie die Gegensätze von Potsdam zeigt: Villen, Schlösser und Parks im Norden, die Innenstadt in der Mitte und im Süden die Siedlungen der 1980er-Jahre. Sie ist allerdings lang, und es war an dem Tag sehr kalt.
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