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Diese Runde von 14,5 Kilometern beginnt und endet am Bahnhof Jüterbog im Fläming. Sie führt zuerst durch Jüterbog II, das frühere Kasernenviertel der Stadt, und dann über die Gleise in die Altstadt mit Stadttoren, Kirchen und Klöstern. Mit RE 3, RE 4 oder RB 33 kommst du direkt zum Start.
Gelaufen bin ich die Tour am 17. Mai 2025, einem Samstag.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
14,5 km
Gehzeit
3:17 h
Art
Rundweg
Start
Bahnhof Jüterbog
Ziel
Bahnhof Jüterbog
ÖPNV
RE 3, RE 4 und RB 33 zum Start und ab dem Ziel
- Mit der Bahn erreichbar
Gelaufen am 17. Mai 2025
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Darum lohnt sich die Tour
- Jüterbog II war ein Kasernenviertel und bis in die 1990er Jahre Standort sowjetischer Truppen, ein roter Stern markiert einen früheren Eingang.
- In der Altstadt sind mit dem Zinnaer Tor und dem Dammtor zwei Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung erhalten.
- Abtshof, Mönchenkirche und Liebfrauenkirche gehörten zu drei verschiedenen Klöstern.
Anreise
Zurück
RE 3, RE 4 oder RB 33 ab Jüterbog
Start und Ziel sind derselbe Bahnhof. Verbindungen findest du in der Fahrinfo des VBB.
Alle Touren mit Bahnanreise, nach Linien sortiert: Mit der Bahn raus aus Berlin.
Die Route
Vom Bahnhof geht es nach Nordwesten und in einem großen Bogen durch Jüterbog II. Nach gut sieben Kilometern führt eine Fußgängerbrücke über die Gleise, danach geht es nach Osten in die Altstadt. Dort läufst du eine Schleife von knapp drei Kilometern, bevor du zum Bahnhof zurückkehrst.
Bahnhof und Roter Stern
Vom Bahnhof Jüterbog geht es gleich in Richtung Jüterbog II. Nach gut einem halben Kilometer steht in einer Mauer ein roter Stern. Er markiert einen früheren Eingang zum Gebiet in Jüterbog II, das eine geschlossene sowjetische Siedlung war.

Jüterbog II
Jüterbog II entstand um 1890. Gebaut wurde ein Kasernenviertel aus Backstein mit regelmäßigem Straßennetz gebaut. Nach 1945 nutzten sowjetische Truppen Teile davon, nach ihrem Abzug in den 1990er Jahren begann der Umbau des Stadtteils.
Rund fünf Kilometer der Runde liegen in Jüterbog II. Der Weg geht dort in einem großen Bogen erst nach Westen, dann nach Norden und zurück nach Osten, bis du wieder nahe der Bahn bist.

Über die Gleise
Nach gut sieben Kilometern führt eine Fußgängerbrücke über die Gleise. Die Bahn trennt Jüterbog II von der Kernstadt. Die Königlich Preußische Militäreisenbahn wurde 1897 bis Jüterbog verlängert.

Zinnaer Tor und Abtshof
Von der Brücke sind es knapp zweieinhalb Kilometer nach Osten bis zur Altstadt. Am Zinnaer Tor beginnt die Runde durch den Stadtkern. Das Tor gehörte zur mittelalterlichen Stadtbefestigung, Teile des inneren Tors sind erhalten. Wenige hundert Meter weiter steht am Planeberg der Abtshof, ein Backsteinbau von etwa 1480. Er war der Stadthof des Klosters Zinna.


Nikolaikirche und Rathaus
Weiter Richtung Markt kommst du an der Stadtkirche St. Nikolai vorbei. Jüterbog hat mehrere Schauplätze der Reformationszeit, darunter die Nikolaikirche, das Mönchenkloster und den Abtshof. Am Markt steht das gotische Rathaus.

Mönchenkloster und Mönchenstraße
Die Mönchenkirche gehörte zum Franziskanerkloster und entstand zwischen etwa 1480 und 1510. Heute ist das Ensemble als Kulturquartier Mönchenkloster mit Museum, Stadtinformation und Bibliothek in Gebrauch. In der Mönchenstraße steht unter der Nummer 4 ein Fachwerkhaus, das als Wohnhaus unter Denkmalschutz steht.


Dammtor und Liebfrauenkirche
Das Dammtor gehörte ebenfalls zur mittelalterlichen Stadtbefestigung. Hinter dem Tor liegt die Liebfrauenkirche, die 1174 geweiht und später in ein Zisterzienserinnenkloster einbezogen wurde. Das erhaltene Klostergebäude steht Am Dammtor 16. Vor der Kirche liegen sowjetische Kriegsgräber, die Anlage ist als Sowjetischer Ehrenfriedhof Denkmal.



Schauburg und zurück zum Bahnhof
In der Schillerstraße steht das frühere Kino Schauburg, ein Baudenkmal. Nach einem Dacheinsturz steht es seit 2007 leer. Als ich dort war, war der Eingang mit Brettern verschlossen. Im Februar 2026 hat das Haus einen neuen Eigentümer bekommen. Von hier sind es noch knapp zwei Kilometer bis zum Bahnhof.

Gut zu wissen
- Den Track findest du auf Komoot, danach orientierst du dich am besten.
- In Jüterbog II stehen verfallene Gebäude. Bleib auf öffentlichen Straßen und Wegen und betritt keine Gebäude oder gesperrten Flächen.
- Das Kulturquartier Mönchenkloster hat eigene Öffnungszeiten, sie stehen auf der Seite der Stadt.
Fazit
Rund fünf Kilometer führen durch das frühere Kasernenviertel, danach liegen in der Altstadt Tore, Kirchen und Klöster auf knapp drei Kilometern dicht beieinander. Die Runde zeigt beides an einem Tag: die Garnisonsgeschichte und die mittelalterliche Stadt.
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