Kloster Chorin liegt am Amtssee, vom Bahnhof Chorin sind es rund zwei Kilometer zu Fuß. Die Zisterzienser bauten es aus rotem Backstein. Ich bin im Mai 2021 auf der fünften Etappe des Rundwanderwegs Schorfheide am Eingang vorbeigekommen, besichtigt habe ich das Kloster an dem Tag nicht.
Erst Mariensee, dann Chorin
Die Askanier, die Markgrafen von Brandenburg, stifteten 1258 das Zisterzienserkloster Mariensee am Parsteiner See. Es war als Haus- und Begräbniskloster der Familie gedacht. 1273 zogen die Mönche an den Choriner See und begannen dort mit dem Bau der Kirche.
Backsteingotik mit hohem Westgiebel
Die Klosterkirche gehört zur frühen Backsteingotik und gilt als erster gotischer Backsteinbau Brandenburgs. Die Schauseite ist der hohe Giebel im Westen.


Nach der Reformation
1542 wurde das Kloster im Zuge der Reformation aufgelöst. Danach wurde die Anlage als Gut genutzt, zeitweise auch als Viehstall, und sie verfiel. Anfang des 19. Jahrhunderts setzte sich Karl Friedrich Schinkel für den Erhalt ein. Erhalten sind heute die Kirche, der Ost- und der Westflügel der Klausur und das Brauhaus.
Im Sommer gibt es im Kirchenschiff Theater, Opern und Konzerte, den Choriner Musiksommer. Offene Führungen finden von Mai bis Oktober am Wochenende statt, und ein Klostercafé gibt es auch.
Steckbrief
Ort
Amt Chorin, Chorin (Barnim)
Entstanden
Gegründet 1258 als Mariensee, seit 1273 in Chorin
Zustand
Kirche und Klausurgebäude erhalten, zu besichtigen
Öffnung
Sommerzeit täglich 9 bis 18 Uhr, Winterzeit täglich 10 bis 16 Uhr
Eintritt
7 Euro, ermäßigt 5 Euro
Nächste Haltestelle
Chorin (RE 3), rund 2 km zu Fuß
Am Weg
Ich bin hier auf der fünften Etappe des Rundwanderwegs Schorfheide vorbeigekommen: Rundwanderweg Schorfheide, Etappe 5: Chorin bis Oderberg.
