Unterwegs zu Fuß

RAW-Gelände: Eisenbahnwerk von 1867 und Kulturort

RAW-Gelände an der Revaler Straße in Friedrichshain

RAW-Gelände, Revaler Straße, gegründet 1867

Das RAW-Gelände liegt an der Revaler Straße im Ortsteil Friedrichshain. RAW steht für Reichsbahnausbesserungswerk. Die Anlage ist als Ensemble und frühere Bahnbetriebswerkstatt in der Denkmaldatenbank eingetragen.

Vom Bahnwerk zum Gelände

Die Königliche Eisenbahndirektion ordnete die Reparaturwerkstätten mit einem Erlass vom 9. März 1867 an. Zwischen 1868 und 1871 entstanden unter anderem eine Lokomotiv- und Tenderhalle, eine Personen-, Post- und Gepäckwagenhalle, die Schmiede mit Kesselhaus und das Hauptmaterialmagazin. 1873 kamen ein Speisesaalgebäude und eine Rundhalle dazu, 1896 das Verwaltungsgebäude. Nach 1882 wurden hier auch Nahverkehrszüge gewartet.

Zerstörung und Neubeginn

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Werk stark zerstört. Nach der Darstellung des RAW-Geländes waren Anfang 1944 fast 80 Prozent der Anlagen betroffen. Nur die Bauten zur Revaler Straße vermitteln noch den Eindruck des Bahnwerks. Seit Juli 1999 nutzt der Verein RAW-Tempel das Gelände für Kultur. 2007 wurde das Areal verkauft.

Bauherr*in

Königliche Eisenbahndirektion

Ort

Revaler Straße 99, Friedrichshain

Gebaut

ab 1867, Hauptbauten 1868 bis 1871

Zustand

im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, die Bauten zur Revaler Straße sind erhalten, heute Kulturgelände

Nächste Haltestelle

S Warschauer Straße (ca. 290 m), Tram Revaler Straße (ca. 350 m)

Am Weg

Ich bin hier auf meiner Runde durch Friedrichshain vorbeigekommen: Friedrichshain.

HS Warschauer StraßeHTram Revaler Straße
Der Standort ist nur ungefähr eingezeichnet. Die H markieren die nächsten Haltestellen.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Weitere Orte im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg: die Dorfkirche Stralau und das Interbrigadisten-Denkmal. An der Revaler Straße gibt es außerdem die Street Art Swiss Knife von One Truth. Alle Ortsteile des Bezirks stehen auf der Seite Friedrichshain-Kreuzberg.

Unterwegs war Sebastian. Mehr über mich