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Heiners­dorf

Ortsteil im Bezirk Pankow · Runde 30 von 74

Heinersdorf liegt im Norden Berlins und hat einen Dorfkern mit mittelalterlicher Kirche. Am 6. November 2021 bin ich hier 10,3 Kilometer gelaufen, von der Dorfkirche über die Khadija-Moschee zum Wasserturm.

Länge der Runde10,3 km
Gehzeit2:04 h
Gelaufen am6. November 2021
Einwohner*innen10.389
Fläche3,85 km²

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Kurz gesagt

  • Heinersdorf entstand im frühen 13. Jahrhundert und war bis 1920 eine selbstständige Landgemeinde. Die Dorfkirche wird auf 1275 bis 1300 datiert.
  • Von 1986 bis 2001 gehörte der Ortsteil zum Bezirk Weißensee, seither wieder zu Pankow.
  • Der Wasserturm entstand 1910 bis 1911, die Khadija-Moschee wurde im Oktober 2008 eröffnet.
  • Die S-Bahnlinien S2, S8 und S26 halten am S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf.

Geschichte

Heinersdorf gehört zu den Orten im heutigen Bezirk Pankow, die nachweislich im frühen 13. Jahrhundert entstanden. 1319 erwarb das Heilig-Geist-Hospital das Dorf und besaß es bis 1539. Die Feldsteinkirche im Ortskern entstand um 1300. Bis zur Bildung Groß-Berlins war Heinersdorf eine selbstständige Landgemeinde, 1920 kam es zum Bezirk Pankow.

Heinersdorf bekam früh Anschluss an die Stadt: 1911 fuhr eine Straßenbahn ins Zentrum, im selben Jahr wurde der Wasserturm fertig. Entlang der S-Bahn nach Bernau entstand später ein Siedlungsgebiet mit offener Bauweise, überwiegend Einfamilienhäuser, rund um den alten Dorfkern.

In der DDR sollte hier ein großes Wohngebiet entstehen. Das Konzept von 1961 sah ein Plattenbauviertel für rund 26.850 Einwohner vor, scheiterte aber wohl an den Baugrundverhältnissen. Die Großsiedlung wurde nicht gebaut, sie entstand stattdessen in Marzahn. 1986 kam Heinersdorf zum Bezirk Weißensee, mit der Bezirksreform 2001 zurück zu Pankow.

2006 wurde bekannt, dass die Ahmadiyya-Gemeinde an der Tiniusstraße eine Moschee bauen wollte. Eine Bürgerinitiative sammelte Unterschriften dagegen, der Streit dauerte bis zur Eröffnung im Oktober 2008.

Was Heinersdorf ausmacht

Der Ortsteil ist grün und besteht überwiegend aus Einfamilien- und Doppelhäusern und vielen Kleingartenanlagen. Auf ehemals landwirtschaftlichen Flächen entstanden ab den 1920er Jahren zahlreiche Kleingartensiedlungen.

Der Dorfkern an der Romain-Rolland-Straße ist als Ensemble geschützt, den dörflichen Charakter hat der Ort dennoch fast völlig verloren. Kirche und Moschee liegen weit auseinander, auf der Runde sind es gut sechs Kilometer dazwischen.

Orte, die sich lohnen

Dorfkirche und Dorfkern

Nach knapp einem Kilometer erreicht die Runde die Romain-Rolland-Straße. Dort stehen Kirche und Pfarrhaus an der Nummer 54 und 56 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Die Kirche wird auf 1275 bis 1300 datiert, 1909 wurde die Anlage nach Entwurf von Carl James Bühring umgebaut. Bühring baute auch das Gemeindeforum in Weißensee.

Zum geschützten Ensemble des Dorfkerns gehören weitere Häuser an der Romain-Rolland-Straße. Zum Kirchenensemble zählt außerdem ein Spritzenhaus, das von 1750 stammt.

Khadija-Moschee

Nach gut sieben Kilometern steht an der Tiniusstraße die Khadija-Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde. Sie wurde am 16. Oktober 2008 eröffnet. Die Gemeinde hatte 2006 rund 200 Mitglieder in Berlin, betete in einer Behelfsmoschee in Reinickendorf und suchte seit zehn Jahren einen neuen Standort.

Wasserturm

Weiter geht es zum Wasserturm an der Tino-Schwierzina-Straße. Der Turm von 1910 bis 1911 wurde nach Entwurf von Emil Prinz gebaut und steht unter Denkmalschutz.

Meine Runde

Die Runde ist 10,3 Kilometer lang und hat gut zwei Stunden gedauert. Ich bin am Dorfkern an der Romain-Rolland-Straße vorbeigekommen, weiter zur Moschee an der Tiniusstraße und von dort zum Wasserturm.

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Am Wegesrand

Ein Wasserturm, der schnell überflüssig wurde. Der Turm sollte Heinersdorf versorgen, war aber nach wenigen Jahren nutzlos, weil der Ort ans Berliner Wassersystem angeschlossen wurde. Er sollte außerdem zugleich als Rathaus dienen, auch das wurde nicht umgesetzt.

Eine Großsiedlung, die nicht kam. In der DDR waren für Heinersdorf Plattenbauten für mehr als 26.000 Menschen vorgesehen. Der Baugrund taugte dafür wohl nicht, die Siedlung entstand stattdessen in Marzahn.

Seit 1911 mit der Tram. Seit 1911 fährt von Heinersdorf eine Straßenbahn ins Zentrum. Heute endet die M2 im Ortskern und fährt bis zum Alexanderplatz.

Bahnanlagen am Bahnhof. Zwischen dem S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf und der Prenzlauer Promenade entstand ein großer Rangierbahnhof. Neben dem Bahnhof stand ein Bahnbetriebswerk, das Ende der 1990er Jahre geschlossen wurde.

Gut zu wissen

Mit der Bahn: Am S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf halten die S2, die S8 und die S26. Die Tram M2 fährt bis zur Haltestelle Heinersdorf, unterwegs gibt es die Haltestellen Heinersdorf Kirche und Am Wasserturm.

Mehr auf dieser Seite: Die Nachbarortsteile Pankow und Weißensee habe ich ebenfalls als Runde beschrieben. Alle Ortsteile des Bezirks stehen in der Übersicht zu Pankow.

Von Heinersdorf aus weiter

4 Ortsteile grenzen an, mit Richtung und Entfernung von Mitte zu Mitte.

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