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Stadtrandsiedlung Malchow
Ortsteil im Bezirk Pankow · Runde 37 von 74
Die Stadtrandsiedlung Malchow gehört zu Pankow und ist sehr dünn besiedelt. Am 5. Dezember 2021 bin ich hier 9,6 Kilometer gelaufen, vom Saaler Bogen bis zur Darßer Straße, vorbei an Feldern und der Kleingartenanlage Märchenland.
Kurz gesagt
- Die Siedlung entstand 1936 und 1939 auf ehemaligen Rieselfeldern und ist nicht mit dem Lichtenberger Ortsteil Malchow zu verwechseln.
- Der Ortsteil war bis 2001 Teil des Bezirks Weißensee, seitdem gehört er zu Pankow.
- Die Straßen der Siedlung sind nach Figuren und Orten der nordischen Mythologie benannt.
- Die Kleingartenanlage Märchenland wurde 1939 gegründet und ist 65 Hektar groß.
Geschichte
Das Gebiet gehörte zur Landgemeinde Malchow und kam 1920 mit Groß-Berlin zum Bezirk Weißensee. Berlin hatte das Malchower Gutsland schon in den 1880er Jahren erworben, um dort Rieselfelder anzulegen.
Auf diesen ehemaligen Rieselfeldern wurde die Siedlung 1936 und 1939 gebaut.
1985 wurde Malchow geteilt. Der alte Dorfkern kam zum neuen Bezirk Hohenschönhausen, die Stadtrandsiedlung blieb bei Weißensee. Mit der Bezirksreform wurde Weißensee am 1. Januar 2001 Teil des Großbezirks Pankow.
Was die Stadtrandsiedlung Malchow ausmacht
Die Siedlung liegt im Süden des Ortsteils. Nördlich davon liegt eine Kleingartenanlage, der Rest ist unbebaut und wird größtenteils landwirtschaftlich genutzt.
Wer hierher kommt, geht vor allem durch offenes Land und an Gärten entlang. Einen Dorfkern gibt es nicht, der gehört zum Lichtenberger Malchow. Auffällig sind die Namen: In den Gärten tragen die Wege Märchennamen, in der Siedlung stammen die Straßennamen aus der nordischen Mythologie.
Orte, die sich lohnen
Felder und frühere Rieselfelder
Der größte Teil des Ortsteils ist unbebaut und wird landwirtschaftlich genutzt. Die Siedlung entstand auf ehemaligen Rieselfeldern. Mehr über die früheren Rieselfelder steht auf der Seite zu Falkenberg.
Kleingartenanlage Märchenland
Nach acht Kilometern kommt die Runde an Märchenland vorbei. Die Anlage wurde 1939 gegründet, ist 65 Hektar groß und parkartig angelegt. Der Verband zählt 1.028 Parzellen.
Ein Teil der Wege trägt Märchennamen, etwa Froschkönig, Frau Holle und Dornröschen, die Zufahrt heißt Sterntalerweg.
Die Siedlung im Süden
Der bebaute Teil des Ortsteils ist die Siedlung aus den 1930er Jahren. Ihre Straßen sind nach Figuren und Orten der nordischen Mythologie benannt.
Standrohr des Rieselfeldes Malchow
Das Standrohr ließ der Magistrat von Berlin 1881 bauen. Es ist ein Baudenkmal und trägt die Adressen Am Graben 35 und Schneewittchenweg 17.
Meine Runde
Die Runde war 9,6 Kilometer lang und hat knapp zwei Stunden gedauert. Ich bin am Saaler Bogen gestartet, durch den dünn besiedelten Ortsteil gelaufen, bei gut acht Kilometern an Märchenland vorbeigekommen und an der Darßer Straße angekommen. Im Dezember 2021 lag Schnee.
Am Wegesrand
Zwei Namenswelten. Im Ortsteil heißen die Straßen der Siedlung nach der nordischen Mythologie, in Märchenland nach Märchen. Auch das Standrohr hat eine Märchenadresse: Schneewittchenweg 17.
Malchow gibt es zweimal. Als die Stadt 1985 neue Bezirke zuschnitt, bekam das Dorf Malchow den Bezirk Hohenschönhausen. Die Siedlung blieb bei Weißensee und heißt als Ortsteil Stadtrandsiedlung Malchow.
Märchenland in Zahlen. Zur Anlage gehören rund 1.700 Mitglieder in 1.028 Parzellen.
Gut zu wissen
Mit der Bahn: Die Runde begann am Saaler Bogen. Dorthin fährt Bus 154 vom S-Bahnhof Blankenburg (S2, S26, S8) und vom S-Bahnhof Hohenschönhausen (S75).
Mehr auf dieser Seite: Das alte Dorf Malchow mit Kirchenruine und Aue hat eine eigene Seite zu Malchow. Zu den ehemaligen Rieselfeldern im Nachbarort gehört die Seite zu Falkenberg, weitere Felder liegen bei Wartenberg. Bis 2001 gehörte die Siedlung zum Bezirk Weißensee.
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