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Rundwanderweg Schorfheide, Etappe 7: Von Niederfinow nach Eberswalde

Blick vom Drachenkopf auf Eberswalde

Rundwanderweg Schorfheide, Etappe 7 von 7 · Zum Gesamtbericht

Die siebte Etappe schließt die Runde um die Schorfheide. Sie führt vom Bahnhof Niederfinow hinauf nach Hohenfinow, über Tornow und durch den Eberswalder Stadtwald zum Drachenkopf. Von dort geht es durch die Altstadt zurück zum Hauptbahnhof Eberswalde, wo zehn Tage vorher alles angefangen hat. 17,5 Kilometer, gut drei Stunden Gehzeit.

Ich bin am Dienstag, dem 18. Mai 2021, am Bahnhof Niederfinow losgegangen, einen Tag nach der sechsten Etappe. Markiert ist der Weg mit einem blauen Baum auf weißem Grund. Wie er aufgebaut ist, steht im Gesamtbericht.

Inhalt dieser Etappe

Strecke

17,5 km

Gehzeit

3:18 h

Start

Bahnhof Niederfinow

Ziel

Eberswalde Hauptbahnhof

Gelaufen am

18. Mai 2021

Untergrund

Pflaster, Asphalt und Waldwege

Einkehr

Hohenfinow, Eberswalde am Markt

  • Mit der Bahn erreichbar
  • Einkehr am Weg
Karte: Rundwanderweg Schorfheide, Etappe 7Etappe 7 von Bahnhof Niederfinow nach Eberswalde, 17,5 km. Die übrigen Etappen sind blass dargestellt.Start: Bahnhof NiederfinowZiel: Eberswalde5 km
Etappe 7 von Bahnhof Niederfinow nach Eberswalde, 17,5 km. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung, die übrigen Etappen des Rundwanderwegs Schorfheide sind blass dargestellt.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Darum lohnt sich die Tour

  • Die Runde schließt sich am Hauptbahnhof Eberswalde
  • Der Aufstieg aus dem Finowtal nach Hohenfinow
  • Ein langer Abschnitt durch den Eberswalder Stadtwald
  • Drachenkopf und Altstadt: Stadtmauer, Stadtmodell und Markt auf den letzten zwei Kilometern

Anreise

Hin

RB 60 ab Eberswalde Hauptbahnhof bis Niederfinow

Zurück

RE 3 oder RB 24 ab Eberswalde Hauptbahnhof

Takt

RB 60 stündlich

Die RB 60 fährt seit Ende 2024 täglich im Stundentakt. Im Mai 2021 gab es den Stundentakt zwischen Eberswalde und Wriezen nur am Wochenende.

Die Route

Von Niederfinow hinauf nach Hohenfinow

Gleich hinter dem Bahnhof verlässt der Weg das Finowtal und steigt am Mühlenfließ durch Karlswerk auf. Karlswerk ist einer von drei Produktionsstandorten, die zwischen 1752 und 1754 rund um Hohenfinow entstanden. Rund 120 Meter neben dem Weg steht die Kaisereiche. Sie wurde 1890 gepflanzt und erinnert an den ersten Rehbock, den der spätere Kaiser Wilhelm II. 1877 als Prinz hier erlegte.

Nach gut drei Kilometern ist Hohenfinow erreicht. Der Weg führt über den Anger und an der Feldsteinkirche vorbei, die aus der Zeit vor 1250 stammt. Das Schloss des Ortes wurde bis 1685 gebaut und Anfang der 1960er Jahre abgerissen. Am Anger habe ich kurz Pause gemacht.

Über die Felder nach Tornow

Hinter Hohenfinow führt der Weg über Felder. Im Mai 2021 blühte der Raps. Nach sieben Kilometern liegt Tornow am Weg, heute ein Ortsteil von Eberswalde. Ab 1695 siedelten hier französische Kolonist*innen. Die Dorfkirche hat einen Fachwerkturm von 1796. Auch hier habe ich kurz gerastet.

Durch den Stadtwald

Hinter Tornow beginnt der Eberswalder Stadtwald. Bis zur Bernauer Heerstraße bei Kilometer 14 kommt kein Ort mehr. Kurz danach steht mitten im Wald der Heldenhain.

Drachenkopf und Altstadt

Bei Kilometer 15,2 ist der Drachenkopf erreicht, ein Aussichtspunkt über der Stadt. Die Skulptur dort stammt von Eckhard Herrmann und steht seit 2011.

Vom Drachenkopf führt der Weg hinunter in die Altstadt, vorbei an Resten der Stadtmauer, die 1322 erstmals bezeugt ist. Gleich dahinter liegt der Gedenkort „Wachsen mit Erinnerung“. Hier stand die Synagoge, die der Architekt Ferdinand Münzberger entworfen hatte. Sie wurde am 1. September 1891 eingeweiht und 1938 niedergebrannt. Den Gedenkort haben Horst Hoheisel und Andreas Knitz gestaltet, übergeben wurde er am 9. November 2013.

Über den Weidendamm und den Markt, die ich von der ersten Etappe kannte, geht es zurück zum Hauptbahnhof. In der Bahnhofshalle steht seit dem 30. November 2007 die Figur „Gustav“. Sie gehört zur Geschichte des Eberswalder Spritzkuchens: Der Konditor Zietemann soll ihn 1832 erstmals gebacken haben. Die Bahn kam zehn Jahre später, 1842. Nach 146 Kilometern war die Runde damit geschlossen.

Am Wegesrand

Bethmann Hollweg in Hohenfinow

Am Anger von Hohenfinow steht eine Büste von Theobald von Bethmann Hollweg. Er war von 1909 bis 1917 Reichskanzler, wurde am 29. November 1856 in Hohenfinow geboren und starb hier Anfang Januar 1921. Die Büste stammt von Eckhard Herrmann und wurde am 12. Oktober 2016 enthüllt. Die Grabkapelle der Familie entstand zwischen 1893 und 1901.

Der Heldenhain

Der Heldenhain im Eberswalder Stadtwald erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Entworfen hat ihn der Bildhauer Hans Dammann, eingeweiht wurde er am 22. November 1925. Die Namenstafeln aus Bronze wurden 1942 als Metallspende abgeliefert.

Das Stadtmodell aus Bronze

In der Altstadt steht ein Bronzemodell im Maßstab 1:500. Es zeigt den Stadtkern von Eberswalde im Jahr 1938, vor den Zerstörungen des Krieges, und wurde 2014 enthüllt.

Gut zu wissen

  • Die offizielle siebte Etappe ist mit 17 Kilometern angegeben, ich bin auf 17,5 Kilometer gekommen.
  • Im Mai 2021 durften Gaststätten wegen der Corona-Regeln nur außer Haus verkaufen. Heute gibt es Einkehr in Hohenfinow und am Markt in Eberswalde. Zwischen Hohenfinow und Eberswalde habe ich keine Einkehr am Weg gefunden, also Proviant mitnehmen.
  • Die Kaisereiche liegt rund 120 Meter abseits des Weges, die Grabkapelle der Familie Bethmann Hollweg am südlichen Ortsrand von Hohenfinow.
  • Wer die Runde in Eberswalde beendet, findet am Markt das Kaffeehaus Gustav mit Eberswalder Spritzkuchen.

Fazit

Die letzte Etappe hat weniger große Ziele als die Tage davor. Nach dem Aufstieg aus dem Finowtal folgen zwei Dörfer, dann der lange Abschnitt durch den Stadtwald. Erst am Drachenkopf ist Eberswalde wieder da, und die Stationen der letzten zwei Kilometer liegen dicht beieinander: Stadtmauer, Gedenkort, Stadtmodell, Markt. Am Hauptbahnhof schließt sich der Kreis.