Tour in Mecklenburg-Vorpommern · Alle Touren und Wege
Von Nienhagen nach Warnemünde sind es 14,5 km an der Ostsee. Die Strecke führt zuerst nach Westen in den Gespensterwald, dann an der Küste entlang über die Stoltera bis zur Seepromenade und zum Alten Strom in Warnemünde.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
14,5 km
Gehzeit
3:09 h
Art
Strecke
Start
Bushaltestelle Ostseebad Nienhagen, Mitte
Ziel
Alter Strom in Warnemünde
ÖPNV
S1 bis Warnemünde Werft, dann Bus 119 bis Ostseebad Nienhagen, Mitte
- Bus nötig
Gelaufen am 28. Dezember 2025
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Darum lohnt sich die Tour
- Der Gespensterwald mit seinen bizarr geformten Buchen liegt gleich am Anfang.
- Die Stoltera ist ein Naturschutzgebiet mit Kliff, Strand und Küstenwald.
- Auf den letzten Kilometern stehen Hotel Neptun, Teepott und Leuchtturm dicht beieinander.
- Mit S-Bahn und Bus ist die Tour ohne Auto machbar.
Anreise
Hin
S1 ab Rostock Hbf bis Warnemünde Werft, dort Bus 119 bis Ostseebad Nienhagen, Mitte
Zurück
S1 ab Warnemünde bis Rostock Hbf
Die S1 fährt zwischen Rostock Hbf und Warnemünde und hält unterwegs in Warnemünde Werft. Der Bus 119 fährt von dort nach Nienhagen und weiter nach Bad Doberan.
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Die Route
Von der Haltestelle in Nienhagen führt der Weg zuerst nach Westen in den Gespensterwald und danach zurück durch den Ort. Den größten Teil der Strecke geht es anschließend an der Küste entlang nach Osten, an der Stoltera vorbei bis nach Warnemünde.
Gespensterwald
Der Gespensterwald ist ein Küstenwald mit bizarr geformten Buchen. Der Wald ist etwa 1.300 Meter lang und rund 100 Meter breit. Die Bäume sind 90 bis 170 Jahre alt, und der ständige Wind und die Stürme von der Ostsee haben Kronen und Stämme vom Meer weggebogen. Solche Bäume heißen Windflüchter. Der Weg führt durch den Wald und erreicht an seinem westlichen Ende den Strand. Dort beginnt die Steilküste von Nienhagen, die sieben bis neun Meter hoch ist.

Nienhagen und die Küste
Von hier geht es zurück nach Nienhagen. Hinter Nienhagen folgen mehrere Kilometer Küste ohne Ortschaft, bis die Stoltera beginnt.
Stoltera und Wilhelmshöhe
Die Stoltera ist ein Naturschutzgebiet mit Kliffküste, Strand und Küstenwald. Das Kliff gehört zu den am stärksten abbrechenden Steilufern der deutschen Ostseeküste. Immer wieder brechen Teile ab oder rutschen nach, und im Kliff brüten Uferschwalben. Das Kliff ist bis zu 20 Meter hoch, das Schutzgebiet zieht sich etwa drei Kilometer an der Küste westlich von Warnemünde entlang.
Oberhalb der Küste liegt die Wilhelmshöhe, eine Ausflugsgaststätte mit Blick auf die Ostsee.

Seepromenade in Warnemünde
Hinter dem Küstenwald beginnt in Warnemünde die Seepromenade. Als Erstes steht dort das Hotel Neptun, das 1971 eröffnet wurde. Schwedische Architekten haben es geplant, eine schwedische Baufirma hat es zusammen mit dem regionalen Wohnungsbaukombinat gebaut. In der DDR stand das Haus unter Beobachtung der Staatssicherheit, wie auch ein Interview mit der Stasi-Expertin Friederike Pohlmann aus dem Jahr 2006 beschreibt.
Das Kurhaus daneben wurde 1928 eröffnet, ein Bau im Stil des Neuen Bauens.
Der Teepott entstand Ende der 1960er Jahre als Strandrestaurant. Den Schalenbau hat der Ingenieur Ulrich Müther konstruiert: Drei Betonschalen bilden das Dach und sind in der Mitte nur etwa sieben Zentimeter dick. An der Stelle stand vorher ein Teepavillon, der 1945 abbrannte. Weitere Schalenbauten von Müther stehen auf Rügen, etwa der Müther-Turm in Binz.
Daneben steht der Leuchtturm von 1897/98. Er ist 31 Meter hoch und aus Backstein gemauert. Bei meinem Besuch waren bei schönem Wetter sehr viele Menschen auf der Promenade unterwegs.

Alter Strom
Am Westufer des Alten Stroms endet die Strecke. Der Alte Strom wurde 1423 ausgehoben und war bis 1903 die Zufahrt von der Ostsee in den Rostocker Hafen. Danach übernahm der Neue Strom diese Aufgabe. Heute liegt hier ein Fischereihafen, von dem auch Ausflugsschiffe ablegen. Hier haben Fischerei und Hafen Warnemünde lange geprägt.


Gut zu wissen
- Am Kliff gibt es immer wieder Abbrüche. Die Stadt Rostock weist darauf hin, Strand und Steilufer nur auf eigene Gefahr zu betreten, und rät, Abstand zur Kante zu halten.
Fazit
Wald, Kliff und Strand nehmen den größten Teil der Strecke ein. Warnemünde mit Hotel Neptun, Teepott und Leuchtturm kommt erst auf den letzten Kilometern.
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