Sophienkirche, Turm von 1732 bis 1734.
Die Sophienkirche steht in der Großen Hamburger Straße in der Spandauer Vorstadt, im Ortsteil Mitte. Sie liegt etwas zurück, seit 1905 führt der Weg zu ihr zwischen neobarocken Wohnhäusern hindurch.
Eine Kirche für die Vorstadt
1711 baten die Bewohner*innen der Spandauer Vorstadt um eine eigene Kirche, 1712 war das Geld zugesagt. Es kam von Königin Sophie Luise, der dritten Frau von Friedrich I. Den Namen Sophienkirche hat ihr der Volksmund gegeben. Gebaut wurde die Pfarrkirche 1712 und 1713, der Entwurf stammt vermutlich von Philipp Gerlach. Angelegt war sie als Quersaal, für Berlin damals ein ungewöhnlicher Kirchenbau.
Der Turm
Ihren Turm bekam die Kirche erst 1732 bis 1734. Veranlasst und bezahlt hat ihn König Friedrich Wilhelm I., gebaut hat ihn Johann Friedrich Grael. Er ist fast 70 Meter hoch. Vorbild war der Münzturm am Stadtschloss, den Andreas Schlüter entworfen hatte und der eingestürzt war. Unter Friedrich Wilhelm I. entstanden in Berlin acht Kirchtürme, der an der Sophienkirche ist als einziger erhalten.
Umbauten
1833 wurde der Altar an die Ostwand verlegt. Ende des 19. Jahrhunderts bauten Friedrich Schulze, Adolph Heyden und Kurt Berndt den Innenraum um. Aus dem Quersaal wurde eine Langhauskirche mit neobarocker Ausstattung, an der Ostseite kamen eine Apsis und ein geschwungener Giebel dazu.
Wenn du hineinwillst, schau vorher nach, wann sie geöffnet ist. Gleich in der Nähe steht am Koppenplatz das Denkmal „Der verlassene Raum“.
Steckbrief
Architekt*in
vermutlich Philipp Gerlach (Kirche), Johann Friedrich Grael (Turm)
Ort
Große Hamburger Straße 29, Spandauer Vorstadt, Mitte
Gebaut
1712 und 1713, Turm 1732 bis 1734, Umbau Ende des 19. Jahrhunderts
Zustand
Baudenkmal, Kirche
Zugang
Turm von der Straße aus zu sehen, Öffnungszeiten der Kirche vorher nachsehen
Nächste Haltestelle
U Weinmeisterstraße/Gipsstraße (ca. 200 m), S Hackescher Markt (ca. 300 m), Monbijouplatz (ca. 300 m)
Am Weg
Ich bin hier auf meiner Runde durch Mitte vorbeigekommen: Mitte.
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Weitere Orte im Bezirk Mitte: die Neue Synagoge und die Volksbühne. Alle sechs Ortsteile des Bezirks stehen auf der Seite Mitte.
