Im Park Wuhlheide liegt ein Fußballstadion mit abgesenktem Rasen, Stufen am Hang und einem weißen Vereinshaus. Schon 1951 gab es im Pionierpark „Ernst Thälmann“ ein Stadion mit Sporthaus. Heute spielen hier Askania Cöpenick und Nachwuchsteams des 1. FC Union.
Steckbrief
Verein
SV Askania Coepenick 1913
Ort
An der Wuhlheide 161, Oberschöneweide
Stadion belegt seit
1951, auf einem Foto dokumentiert
Zustand
in Nutzung
Nächste Haltestelle
S Wuhlheide (S3), ca. 1,2 km Luftlinie
Am Weg
Liegt an der Tour Von Biesdorf nach Karlshorst, bei Kilometer 5,9.
Stadion im Pionierpark
Der Pionierpark „Ernst Thälmann“ entstand ab 1950 im Ostteil des Volksparks Wuhlheide und wurde zu den Weltfestspielen im Sommer 1951 eröffnet. Die Planung wird Reinhold Lingner zugeschrieben. Ein Foto im Bundesarchiv zeigt im Juli 1951 ein „Stadion mit dem Sporthaus“ in der Pionierrepublik. Die Berlinische Galerie führt ein Foto von 1960 mit Sportplatz, Sporthaus und Jugendklub, die Anlage soll 1950 bis 1952 erbaut worden sein.
Ein Spielbericht von 2022 und eine Kolumne von 2023 nennen das Stadion am FEZ das Stadion des einstigen Pionierparks. Ob Spielfeld und Vereinshaus noch an der Stelle und in der Form von 1951 stehen, ist nicht geklärt. In den frühen 1950er Jahren diente die Sportanlage laut der Stadiongeschichte des 1. FC Union als Ausweichplatz der BSG Motor Oberschöneweide, als die Alte Försterei umgebaut wurde.
Nicht das Thälmann-Stadion
Das Stadion am FEZ ist nicht das Ernst-Thälmann-Stadion am Eichgestell 4. Dort spielten die SG und später die BSG Oberspree, der Platz wurde 2005 stillgelegt, und heute steht dort der Modellpark Berlin-Brandenburg (Senatsdrucksache 16/0769). Als Baujahr nennt der Senat 1936, der Fußballhistoriker Michael Lachmann 1930.
Heute
Seit der Fusion von SG Oberspree 1913 und FC Karlshorst 95 im Juli 2012 gehört das Stadion dem SV Askania Coepenick 1913 als Heimplatz. Der 1. FC Union trägt hier nach eigenen Angaben seit mehr als einem Jahrzehnt Pflichtspiele der U17 und U19 aus. Der Bezirk plant den Ausbau zu einem kleinen Fußballstadion. Nach der Senatsvorlage vom 1. Februar 2024 gehören dazu die Sanierung des Stadions, neue Tribünen, ein Sozialgebäude und eine Freilufthalle auf dem früheren Rollsportfeld. Wie weit der Umbau ist, geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor.
Was du heute siehst
Das Spielfeld liegt tiefer als die Umgebung, am Hang steigen Stufen auf, dahinter steht das weiße Vereinshaus am Waldrand. Davor liegt ein kleiner Ascheplatz mit eigenen Stufenreihen und mobilen Toren. Nach dem Bezirksamt war er früher ein Rollsportplatz und ist in sehr schlechtem Bauzustand.

Daneben liegen ein Kunstrasenplatz mit Flutlicht, der am 23. März 2022 freigegeben wurde, und eine kleine Schwimmhalle. Die Plätze sind eingezäunt und werden von Vereinen genutzt (Bezirksamt Treptow-Köpenick).

Mehr aus der Wuhlheide
Am Stadion kommst du auf meiner Tour Von Biesdorf nach Karlshorst bei Kilometer 5,9 vorbei. Durch den Pionierpark führt auch die zweite Etappe des Paul-Gerhardt-Wegs, und meine Runde durch Oberschöneweide endet am Rand der Wuhlheide. Weitere Plätze und Stadien sammle ich in der Rubrik Fußball.
