Unterwegs zu Fuß

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Vom Stasimuseum zur Gedenkstätte Hohenschönhausen: Zu Fuß durch Lichtenberg

Fassade eines Hochhauses mit Betonfertigteilen an der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg

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Diese Strecke führt vom Stasimuseum in Lichtenberg zur Gedenkstätte Hohenschönhausen. Auf 7,3 Kilometern geht es am Hans-Zoschke-Stadion und an früheren Stasi-Gebäuden an der Gotlindestraße vorbei, durch das Gewerbegebiet an der Siegfriedstraße und über die Landsberger Allee zur Genslerstraße. Sie beginnt an der U5 Magdalenenstraße und endet an der Genslerstraße.

Ich bin die Strecke am 12. Dezember 2021 gelaufen. Einige Fotos an der Gedenkstätte sind von Besuchen im Juli 2021 und im Februar 2023.

Inhalt dieser Tour

Strecke

7,3 km

Gehzeit

2:36 h

Art

Strecke

Start

Stasimuseum, Ruschestraße 103

Ziel

Gedenkstätte Hohenschönhausen, Genslerstraße 66

ÖPNV

U5 Magdalenenstraße und Tram M5

  • Mit der Bahn erreichbar

Gelaufen am 12. Dezember 2021

Karte: Strecke vom Stasimuseum in Lichtenberg zur Gedenkstätte HohenschönhausenStrecke vom Stasimuseum in der Ruschestraße über Hans-Zoschke-Stadion, Gotlindestraße, Siegfriedstraße und Liebenwalder Straße zur Gedenkstätte Hohenschönhausen an der Genslerstraße, 7,3 km, mit 6 nummerierten Orten. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung.S123456
Strecke vom Stasimuseum zur Gedenkstätte Hohenschönhausen, 7,3 km. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung, die Nummern stehen im Streckenband.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Streckenband

  1. Kilometer 0StasimuseumStart · U5 Magdalenenstraße
  2. Kilometer 1,71Hans-Zoschke-StadionNormannenstraße
  3. Kilometer 2,22GotlindestraßeFrüheres Teilobjekt der Stasi-Zentrale
  4. Kilometer 3,43SiegfriedstraßeGewerbegebiet
  5. Kilometer 4,64Liebenwalder StraßeLandsberger Allee
  6. Kilometer 5,25GenslerstraßeFrüheres Sperrgebiet
  7. Kilometer 6,26Gedenkstätte HohenschönhausenAußenmauer an der Genslerstraße
  8. Kilometer 7,3Genslerstraße 66Ziel · Tram M5 Freienwalder Straße
Kilometer gerundet.

Darum lohnt sich die Tour

  • Die Stasi-Zentrale wuchs ab 1950 in ein Wohnviertel hinein. Heute stehen dort das Stasimuseum, das Archiv der Stasi-Unterlagen und weitere Ausstellungen.
  • Am Weg liegen das Hans-Zoschke-Stadion, das die Stasi nie übernehmen konnte, und frühere Stasi-Gebäude an der Gotlindestraße, in denen heute die Arbeitsagentur sitzt.
  • Zwischen den beiden Stasi-Orten liegt das alte Gewerbegebiet an der Siegfriedstraße.
  • Am Ziel steht die Gedenkstätte am früheren Untersuchungsgefängnis. Der Bereich war bis 1989 Sperrgebiet.

Anreise

Hin

U5 bis Magdalenenstraße, von dort ein kurzer Fußweg zum Stasimuseum

Zurück

Tram M5 ab Freienwalder Straße, knapp 600 Meter von der Gedenkstätte

Start und Ziel liegen an verschiedenen Orten. Verbindungen findest du in der Fahrinfo des VBB.

Die Route

Am Anfang steht die frühere Stasi-Zentrale, am Ende das frühere Untersuchungsgefängnis. Dazwischen liegen ein Stadion, eine Arbeitsagentur und ein altes Gewerbegebiet.

Am Stasimuseum

Die Strecke beginnt in der Ruschestraße am Stasimuseum in Haus 1, dem früheren Dienstsitz von Erich Mielke. Das Ministerium für Staatssicherheit zog 1950 ins frühere Finanzamt an der Normannenstraße 22 und baute das Gelände in den folgenden Jahrzehnten zur Zentrale aus. Im Oktober 1989 standen im Kernbereich mehr als 40 Gebäude. Für Haus 15, die Zentrale der Auslandsspionage, verschwanden Kleingärten, Gewerbebetriebe und die Müllerstraße.

Auf den ersten anderthalb Kilometern laufe ich in Schleifen über das Gelände und zwischen den Häusern entlang. Heute nutzen das Stasimuseum, das Stasi-Unterlagen-Archiv und Initiativen die Gebäude als Campus für Demokratie. Mehr zum Ort steht im Beitrag Stasi-Zentrale: Stasimuseum und Campus für Demokratie.

Hans-Zoschke-Stadion

An der Normannenstraße liegt das Hans-Zoschke-Stadion, 1952 eröffnet und Heimat des SV Lichtenberg 47. In den 1970er Jahren lag es plötzlich zwischen den beiden Teilen der Stasi-Zentrale: dem Hauptkomplex und dem neuen Teilobjekt an der Gotlindestraße. Das Ministerium wollte das Stadion übernehmen, auch für den eigenen Dienstsport, die Übernahme kam nicht zustande. Der Platz ist bis heute ein Fußballplatz.

Gotlindestraße

In der Gotlindestraße entstanden zwischen 1975 und 1979 die Häuser 40 bis 49, das Teilobjekt der Stasi-Zentrale. Dort waren mehrere Dienststellen untergebracht. Heute sitzt in der Gotlindestraße 93 die Agentur für Arbeit Lichtenberg, sie nutzt Gebäude aus dieser Zeit. An der Straße liegt auch ein denkmalgeschützter Friedhof von 1886, der seit 1970 geschlossen ist.

Gewerbegebiet an der Siegfriedstraße

Über die Bornitzstraße und die Josef-Orlopp-Straße komme ich zur Siegfriedstraße. An der Bornitzstraße, der Josef-Orlopp-Straße und der Ruschestraße steht ein denkmalgeschütztes Ensemble der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend, mit Bauten von 1910 bis 1914 und von 1926 bis 1930, darunter Produktions- und Verwaltungsgebäude und ein Kesselhaus.

Die Siegfriedstraße entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als Lichtenberg wuchs. Um sie herum liegt ein Gewerbegebiet mit Fabriken, Werkstätten und früheren Industriegleisen. Dieser Abschnitt hat mit der Stasi nichts zu tun. Er zeigt das Lichtenberg, das schon vorher da war. Ich laufe die Siegfriedstraße bis zur Landsberger Allee, gut einen Kilometer.

Liebenwalder Straße

Hinter der Landsberger Allee heißt die Straße Liebenwalder Straße. Den Namen trägt sie seit 1976, zuvor hieß sie zum Teil Hornberger Straße. Sie führt auf die Genslerstraße zu.

Genslerstraße

An der Genslerstraße beginnt das frühere Sperrgebiet. Um das Untersuchungsgefängnis lag ein großer Stasi-Standort, mit dem Operativ-Technischen Sektor, der Abhörtechnik und gefälschte Dokumente entwickelte, und weiteren Dienststellen. In Ost-Berliner Stadtplänen war das Gebiet ab den frühen 1970er Jahren eine weiße Fläche. Tafeln an der Genslerstraße 69 erinnern an das Sperrgebiet. Ich laufe von hier eine Schleife nach Osten, über Lössauer Straße und Arendsweg, und komme über die Genslerstraße zurück.

Gedenkstätte Hohenschönhausen

Der Ort an der Genslerstraße hat vier Phasen. Ab 1939 stand hier eine Großküche der NS-Volkswohlfahrt. Im Mai 1945 richtete der sowjetische Geheimdienst das Speziallager Nr. 3 ein, ab 1947 war es das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis. 1951 übernahm das Ministerium für Staatssicherheit. Bis 1989 saßen hier rund 11.000 Menschen in Untersuchungshaft. 1990 wurde das Gefängnis geschlossen, 1994 wurde die Gedenkstätte eröffnet.

Eine Berliner Gedenktafel nennt den Ort „Ort des Leidens und Sterbens verfolgter Menschen“. Die Außenmauer und die Wachtürme sind von der Genslerstraße aus zu sehen. Mehr zur Geschichte steht im Beitrag Gedenkstätte Hohenschönhausen.

Gut zu wissen

  • Ich bin mit dem Track auf Komoot gelaufen. Orientiere dich am besten daran.
  • Die 7,3 Kilometer enthalten Schleifen am Anfang und am Ende. Der direkte Weg zwischen Stasimuseum und Gedenkstätte ist kürzer.
  • Du gehst auf Straßen und Gehwegen durch die Stadt.
  • Stasimuseum und Gedenkstätte haben eigene Öffnungszeiten, Eintritts- und Führungsregeln, sie stehen auf den Seiten des Stasimuseums und der Gedenkstätte.
  • Etwa einen Kilometer nördlich der Gedenkstätte steht am Obersee das Haus Lemke, das zeitweise Stasi-Depot war.

Fazit

Zwischen Verwaltung und Haft liegen sieben Kilometer Stadt, die nur zum Teil mit der Stasi zu tun haben. Das Gewerbegebiet an der Siegfriedstraße zeigt, was hier vorher war, die Arbeitsagentur an der Gotlindestraße, was aus Stasi-Gebäuden werden kann. Stasimuseum und Gedenkstätte sind eigene Ziele, die Strecke führt an ihnen entlang.

Mehr Berliner Touren stehen auf der Seite Wandern in Berlin, mehr zu den Ortsteilen auf den Seiten Lichtenberg und Alt-Hohenschönhausen.

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Unterwegs war Sebastian. Mehr über mich