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Die Pfaueninsel liegt in der Havel im Berliner Ortsteil Wannsee und ist nur mit der Fähre zu erreichen. Die Runde über die Insel ist 3,8 Kilometer lang und führt an Fontäne, Voliere, Meierei und Kavalierhaus vorbei zum Schloss. Start und Ziel ist der Festlandsanleger, den der Bus 218 ab S Wannsee anfährt.
Ich bin die Runde am 1. September 2022 gelaufen.
Inhalt dieser Tour
Steckbrief
Strecke
3,8 km
Gehzeit
0:48 h
Art
Rundweg
Start
Festlandsanleger Pfaueninsel
Ziel
Festlandsanleger Pfaueninsel
ÖPNV
Bus 218 ab S Wannsee (S1, S7)
- Bus nötig
- Mit Fähre
Gelaufen am 1. September 2022
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.
Streckenband
- Kilometer 0StartStart · Festlandsanleger Pfaueninsel
- Kilometer 0,71FontäneDampfmaschine von 1824
- Kilometer 1,02VolierePfauen und Vogelgehege
- Kilometer 1,93MeiereiKünstliche Klosterruine
- Kilometer 2,84KavalierhausFassadenteile aus Danzig
- Kilometer 3,55Palmenhaus und SchlossSchloss von 1794/95
- Kilometer 3,8ZielZiel · Festlandsanleger Pfaueninsel
Darum lohnt sich die Tour
- Die Insel gehört zum UNESCO-Welterbe der Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin.
- Schloss und Meierei wurden 1794/95 als künstliche Ruinen gebaut und sehen älter aus, als sie sind.
- Am Kavalierhaus sind Teile einer spätmittelalterlichen Fassade aus Danzig verbaut.
- Die Fontäne bekam ihr Wasser von einer Dampfmaschine aus dem Jahr 1824.
Anreise
Hin
Bus 218 ab S Wannsee (S1, S7) bis Pfaueninsel
Zurück
Bus 218 ab Pfaueninsel zurück bis S Wannsee
Vom Festlandsanleger fährt die Fähre der Schlösserstiftung zur Insel. Sie hat ein eigenes Ticket, Zeiten und Preise stehen bei der Stiftung. Die letzte Hinfahrt ist 45 Minuten vor Betriebsende.
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Die Route
Vom Inselanleger geht es zuerst nach Osten, dann bis zur Meierei im Norden. Über das Kavalierhaus führt der Weg zurück zum Schloss im Südwesten und zum Anleger.
Fähre und Anleger
Die Überfahrt ist kurz. Am Inselanleger steht das Fährhaus. Es geht auf einen Entwurf von Albert Dietrich Schadow aus dem Jahr 1826 zurück und wurde 1956/57 weitgehend neu aufgebaut. Hier gibt es Toiletten und einen Museumsshop.

Fontäne
Gut 700 Meter nach dem Anleger kommt die Fontäne. Sie wurde 1824/25 angelegt. Eine Dampfmaschine pumpte Wasser aus der Havel in ein höher gelegenes Reservoir, das rund 200 Kubikmeter fasste. Von dort lief das Wasser zur Fontäne und in die Gartenbewässerung.

Voliere
Nach etwa einem Kilometer folgt die Voliere, ein neunseitiger Holzbau mit einem Ring aus Vogelgehegen. Sie gehörte zur Menagerie, in der der Hof exotische Tiere hielt. In der Nähe liegt das Gehege der Pfauen, die der Insel ihren Namen gegeben haben.
Meierei
Kurz vor der Meierei erinnert der Kunckelstein an den Hofalchemisten Johann Kunckel. Er stellte im späten 17. Jahrhundert auf der Insel Goldrubinglas her, damals hieß sie noch Kaninchenwerder.
Die Meierei ist der nördlichste Punkt der Runde. Sie wurde 1794/95 als gotische Klosterruine gebaut und diente trotzdem der Milchwirtschaft. Solche Schmucklandwirtschaft war damals Parkmode. Auch der Stall mit Eiskeller daneben sieht aus wie eine gotische Kapelle.
Kavalierhaus
Das Kavalierhaus bekam 1824/25 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel seine heutige Gestalt, auf Grundlage eines älteren Wohnhauses. Verbaut wurden Teile der Fassade eines spätmittelalterlichen Patrizierhauses aus Danzig, das 1823 in preußischen Besitz kam. In Danzig entstand nach dem Zweiten Weltkrieg eine Kopie der Fassade.

Palmenhaus und Schloss
Vor dem Schloss liegen die Reste des Palmenhauses. Schinkel entwarf es, 1830/31 wurde es gebaut, 1880 brannte es ab. Carl Blechen hat sein Inneres 1832/33 für ein Gemälde studiert.
Das Schloss entstand 1794/95 für Friedrich Wilhelm II. und Wilhelmine Encke. Als Sommersitz ist es eine absichtlich künstliche Burgruine. Im Schloss liegt das Otaheitische Kabinett mit einer gemalten Südsee, das heute auch als Teil der kolonialen Geschichte der Insel erzählt wird.
2022 war das Schloss seit 2018 geschlossen. Am 25. Mai 2025 wurde es nach der Sanierung wiedereröffnet.
Die Insel war auch Bühne der Nationalsozialisten: 1936 und 1937 fanden hier Sommerfeste statt. Für den Film Der Hund von Blackwood Castle von 1968 diente das Schloss als Drehort.

Gut zu wissen
- Die Strecke von 3,8 Kilometern und die Gehzeit enthalten beide Fährfahrten. Auf der Insel sind es rund 3,5 Kilometer. Die Tour liegt bei Komoot.
- Fahrräder und Hunde sind auf der Insel verboten, Assistenzhunde ausgenommen (Parkordnung).
- Am Fährhaus gibt es Toiletten und Getränke. Auf der Liegewiese liegt der Kaffeegarten.
- Die Wege sind Parkwege. Rechts vom Fährhaus steigt der Weg bis zu 15 Prozent, die Umgebung des Schlosses ist nicht barrierefrei.
- Am S Wannsee beginnt der Havelseenweg, dort endet die Mauerweg-Etappe 6 und beginnt die Etappe 7.
- Für Schloss und Meierei gelten innen eigene Zugangsregeln der Stiftung.
Fazit
Ich finde die Runde sehr kurz und schön. Die Landschaft ist idyllisch, hier kann ich kurz zur Ruhe kommen. Mehr Zeit brauchen die Gebäude, fast jedes hat eine eigene Geschichte.
Mehr Berliner Touren stehen auf der Seite Wandern in Berlin, mehr zu den Ortsteilen auf der Seite Berliner Ortsteile.
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