Unterwegs zu Fuß

Biesenhorster Sand: Bahnbrache, Naturschutzgebiet und die Stelle der Luftschiffhalle

Betonschwellen und ein Lichtsignal auf der Trasse des früheren Rangierbahnhofs

Tour in Berlin-Karlshorst · Alle Touren und Wege

Der Biesenhorster Sand ist ein Naturschutzgebiet auf dem Gelände des früheren Rangierbahnhofs Wuhlheide, an der Grenze von Karlshorst und Biesdorf. Die Runde ist 5,1 Kilometer lang: auf einem Weg nach Norden, auf einem anderen zurück. Unterwegs geht es um Schwellen und Signale der Bahn, die Gleise des Außenrings und eine drehbare Luftschiffhalle, die 1909 am Biesenhorster Sand gebaut wurde und heute nicht mehr steht.

Die Runde beginnt und endet am Südende des Geländes. Eine Bahnstation liegt nicht am Start; vom S-Bahnhof Wuhlheide sind es gut 600 Meter Luftlinie.

Inhalt dieser Tour

Strecke

5,1 km

Gehzeit

1:05 h

Art

Rundweg

Start

Südende des Biesenhorster Sands

Ziel

wie Start

ÖPNV

S3 bis Wuhlheide, von dort rund 600 m Luftlinie bis zum Start

Untergrund

Sand- und Waldwege

  • Mit der Bahn erreichbar

Gelaufen am 21. Januar 2023

Karte: Rundweg Biesenhorster SandRundweg von 5,1 km am Südende des Biesenhorster Sands: auf dem östlichen Weg nach Norden, am Nordende nach Westen, auf dem westlichen Weg zurück, mit sechs nummerierten Abschnitten. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung.Biesenhorster SandBerliner AußenringKarlshorstBiesdorf123456
Rundweg am Biesenhorster Sand, 5,1 km. Die Pfeile zeigen die Gehrichtung, die Nummern entsprechen den Abschnitten im Text. Die gestrichelte Linie ist die Bahn.

Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), vereinfacht dargestellt.

Streckenband

  1. Kilometer 0Südende des Biesenhorster SandsStart und Ziel · S Wuhlheide (S3) rund 600 m Luftlinie
  2. Kilometer 0,41Südende: Waldweg und Schwellen
  3. Kilometer 0,92Naturschutzgebiet auf der Bahnbrache
  4. Kilometer 1,43Am Außenring entlang
  5. Kilometer 2,24Offene Flächen im Norden
  6. Kilometer 3,35Wo die Luftschiffhalle stand
  7. Kilometer 4,66Rückweg über die Kiefernwege
  8. Kilometer 5,1Südende des Biesenhorster SandsZiel · wieder am Start
Kilometer gerundet.

Darum lohnt sich die Tour

  • Der Biesenhorster Sand war bis 1994 ein Rangierbahnhof. Heute ist er ein Naturschutzgebiet mit Sandtrockenrasen mitten in Berlin.
  • Die offenen Flächen bleiben nur durch Pflege erhalten: Beweidung, Gehölzrückschnitt und Einsätze von Ehrenamtlichen halten das Gelände frei.
  • Der Weg führt an den Gleisen des Berliner Außenrings entlang, auf denen weiter Züge fahren.
  • In der Nähe des Rückwegs stand die drehbare Luftschiffhalle der Siemens-Schuckertwerke, aus der das Luftschiff Siemens-Schuckert I am 23. Januar 1911 zu seinem ersten Flug aufstieg.

Anreise

Hin

S3 bis Wuhlheide

Zurück

Rundweg, Start und Ziel liegen beieinander

Hinweis

Am Start gibt es keine Haltestelle. Die rund 600 Meter von der Station bis zum Start sind nicht Teil des Tracks.

Die Route

Die Runde beginnt am Südende des Geländes und führt auf dem östlichen Weg nach Norden. Am nördlichen Ende schwenkt sie nach Westen und kehrt auf dem westlichen Weg zurück. Start und Ziel liegen nur wenige Meter auseinander.

Südende: Waldweg und Schwellen

Die Runde beginnt als schmaler Waldweg und geht nach wenigen hundert Metern in die offene Bahnbrache über. Hier lag der Rangierbahnhof Wuhlheide, der am 1. Oktober 1953 eröffnet und am 10. Januar 1994 stillgelegt wurde.

Naturschutzgebiet auf der Bahnbrache

Seit März 2021 ist der Biesenhorster Sand Naturschutzgebiet. Die Senatsverwaltung nennt für das Schutzgebiet 42,89 Hektar, der NABU beschreibt den Landschaftsraum insgesamt mit rund 108 Hektar. Nach der Stilllegung des Bahnhofs entstanden auf den kargen Sandflächen Trockenrasen, etwa mit Silbergras und Schafschwingel.

Am Außenring entlang

Der Biesenhorster Sand liegt westlich des Berliner Außenrings. Seine Gleise mit Oberleitung verlaufen neben dem Weg, auf ihnen fahren weiter Züge. Eine stillgelegte und eine aktive Bahnfläche liegen hier direkt nebeneinander.

Offene Flächen im Norden

Im nördlichen Teil wird das Gelände weiter. Ohne Pflege würden die offenen Flächen mit Sträuchern und Bäumen zuwachsen. Deshalb halten Schafbeweidung, Gehölzrückschnitt und Einsätze von Ehrenamtlichen sie frei, wie der NABU beschreibt. Bei Kilometer 2,5 liegt der nördlichste Punkt der Runde, dort schwenkt der Weg nach Westen.

Wo die Luftschiffhalle stand

Auf dem Rückweg führt der Track bei Kilometer 3,3 in die Nähe der Stelle, an der die Siemens-Schuckertwerke 1909 eine auf Schienen drehbare Luftschiffhalle errichteten. Sie war nach der Denkmalpflege-Dokumentation des Bezirksamts Lichtenberg etwa 135 Meter lang und je 25 Meter breit und hoch. Am 23. Januar 1911 stieg hier das Luftschiff Siemens-Schuckert I zu seinem ersten, rund 40-minütigen Flug auf; die Museumsstiftung Post und Telekommunikation zeigt dazu ein Foto. Von der Halle ist nichts erhalten. Die Runde fällt in die Tage vor dem 112. Jahrestag dieses Flugs.

Rückweg über die Kiefernwege

Auf dem Rückweg bleibt der Charakter ähnlich: Sand, Trockenrasen, Vorwald und einzelne Gehölze wechseln sich ab. Der Sand ist nicht allein eiszeitlich. Ein Teil wurde für die Bahnanlagen aufgeschüttet, und die heutige Offenheit ist das Ergebnis von Bahnbetrieb, Militärnutzung und Pflege (NABU).

Gut zu wissen

  • Den Track findest du bei Komoot.
  • Der Biesenhorster Sand ist Naturschutzgebiet. Bleib auf den Wegen und betritt weder Weiden noch Gleise oder Bahndämme.
  • Die erhaltenen Flugzeughallen der früheren Fliegerstation Friedrichsfelde (1917 bis 1919) und der Hochbunker an der Zwieseler Straße liegen nicht auf der Runde und sind ein anderes Bauwerk als die Luftschiffhalle. Beschreibungen stehen auf der Seite zu Karlshorst.

Fazit

Die Runde ist mit gut fünf Kilometern kurz und lässt sich mit anderen Orten in Karlshorst verbinden. Das Gelände ist keine unberührte Natur: Es ist ein früherer Bahnhof, auf dem heute Sandrasen wachsen, und es bleibt nur offen, solange es gepflegt wird. Eine längere Strecke von Biesdorf durch die Wuhlheide bis zur Trabrennbahn steht im Beitrag Von Biesdorf nach Karlshorst.

Am Weg

Die Runde liegt im Ortsteil Karlshorst und berührt Biesdorf.

Am Weg

Die Strecke berührt die Ortsteile Lichtenberg und Friedrichsfelde.

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Unterwegs war Sebastian. Mehr über mich